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Auszug aus: Diss TH Hannover v. E. Siffrin


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Auszug aus: Diss TH Hannover v. E. Siffrin

Beitrag#1von Eline » 19. Feb 2008 17:45

http://elib.tiho-hannover.de/dissertati ... e_ss07.pdf

Eine autologe Vakzine kann aus patienteneigenem Tumormaterial gewonnen werden. Es
handelt sich dabei um ein Verfahren, welches in der Humanmedizin unter dem Namen APSI
(aktivierte patientenspezifische Immuntherapie) bekannt ist und welches auf das Pferd
übertragen wurde. Dafür wird eine Mindestmenge von 1g Tumor benötigt, welcher dem Tier
steril entnommen werden muss. Das Tumorgewebe wird mittels einer speziellen Technik
zerkleinert und die löslichen Komponenten der Zellmembranen polymerisiert. Auf diese
Weise sollen die Zellwandbestandteile Antigencharakter erhalten. In einer Studie, die
KINNUNEN et al. (1999) durchführten, wurde mit dieser Behandlung bei elf von zwölf
Pferden mit primären Sarkoiden und bei fünf von neun Pferden mit rezidivierenden Sarkoiden
eine Tumorfreiheit erzielt.
Basierend auf der Hypothese, dass equine Sarkoide durch eine Infektion mit BPV verursacht
werden, wurde von MATTIL-FRITZ (2002) eine therapeutische Vakzine auf Basis der
Virusproteine erprobt. Sie stellte BPV 1 chimäre Virus-ähnliche Partikel (BPV 1-CVLPs) her,
die aus dem C-terminal verkürzten Hauptkapsidprotein L1 und Teilen des E7-Proteins von
BPV 1 bestehen. Diese wurden dann in einer nicht Placebo-kontrollierten klinischen Phase IStudie
bei zwölf Pferden mit equinen Sarkoiden getestet. Bei zwei Tieren wurde durch die
Immunisierung eine Verbesserung des klinischen Zustandes erzielt, bei einem Tier konnte
zwar die Regression von fünf Sarkoiden beobachtet werden, drei davon rezidivierten jedoch
wieder. Fünf weitere Tiere zeigten gleichzeitig sowohl eine Tumorregression, als auch das
Wachstum neuer bzw. vorhandener Sarkoide. Bei zwei Tieren erfolgte keinerlei Veränderung
Literaturübersicht
des klinischen Zustandes, bei zwei weiteren konnte das Wachstum vorhandener Sarkoide
bzw. die Neubildung equiner Sarkoide beobachtet werden. Nach dreimaliger Applikation der
Vakzine konnten bei elf der zwölf Pferde L1-spezifische Antikörper und bei fünf der Tiere
Antikörper gegen das E7-Protein nachgewiesen werden. Da allerdings für eine effektive
?antitumorale Vakzine? insbesondere die zelluläre Immunantwort eine wesentliche Rolle
spielt, wurde von GUTMANN (2005) ein Verfahren erprobt, mit dessen Hilfe sie die durch
die CVLPs induzierten, antigenspezifischen, zytotoxischen T-Zellreaktionen messen wollte.
Ein Nachweis über IFNγ von CD8+ T-Zellen mit Spezifität für BPV 1 L1 und E7 gelang ihr
allerdings nicht.
Zuletzt geändert von Eline am 12. Mai 2008 15:16, insgesamt 1-mal geändert.
.....nur eine langweilige Frau hat einen perfekten Haushalt .....
Gruß Irene/ Eline
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Beitrag#2von Eline » 12. Mai 2008 15:25

Bei BCG (Bacillus Calmette Guerin) handelt es sich um einen abgeschwächten Impfstamm
von Mycobacterium bovis. LAVACH et al. (1985) beschreibt BCG als Potentiator des
Immunsystems. Der Impfstoff soll bei lokaler Applikation zu einer unspezifischen, zellulären,
sowie zu einer spezifischen, humoralen Immunantwort führen (MURPHY et al. 1979). Die
zelluläre, unspezifische Immunantwort basiert dabei hauptsächlich auf der Aktivierung von
Makrophagen. Durch Freisetzung zytotoxischer Sauerstoffradikale und ihrer proteolytischen
Kapazität schädigen sie die Tumorzellen direkt (LAVACH et al. 1985; VANSELOW et al.
1988) oder führen über eine Aktivierung von T-Zellen zu einer Zerstörung der Tumorzellen.
LAVACH et al. (1985) konnte nach einer Impfung mit BCG Antikörper gegen
tumorassoziierte Antigene nachweisen, die vermutlich nach Lyse der Tumorzellen freigesetzt
wurden. Dies würde auch erklären, weshalb auch unbehandelte Sarkoide an demselben Tier
teils Regressionen zeigen (WEBSTER u. WEBSTER 1985). Die beschriebenen
Behandlungserfolge variieren in der Literatur zwischen 100% (LAVACH et al. 1985;
WEBSTER u. WEBSTER 1985) und 59% (VANSELOW et al. 1988) Eine Kombination von
chirurgischer Entfernung und BCG wird empfohlen, um die Rezidivrate zu senken (KLEIN et
al. 1986).
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