Suche

  


Das Team

Administratoren
Moderatoren


Statistiken

Gesamtstatistik
Beiträge insgesamt: 33482
Themen insgesamt: 1528
Ankündigungen 21
Mitteilungen 69
Anhänge 2341
Mitglieder insgesamt: 1165
Unser neuestes Mitglied: Fritzii

Themen pro Tag: 1
Beiträge pro Tag: 22
Mitglieder pro Tag: 1
Themen pro User: 1
Beiträge pro User: 29
Beiträge pro Thema: 22
Echte Besucher: 170076

Link zu uns

Wir freuen uns über jeden Link zu uns. Du kannst den folgenden HTML Code in deinem Forum nutzen:

» Sarkoidforum

Erfahrungsbericht OP und dentritische Zellen (DC-Therapie)


AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 281

Erfahrungsbericht OP und dentritische Zellen (DC-Therapie)

Beitrag#1von Cora » 16. Dez 2009 22:20

Hallo Allerseits,

da das Thema dentritische Zellen hier noch nicht so ausführlich vertreten ist, werde ich mal von meinen Erfahrungen chronologisch berichten. Vielleicht bin ich hier in der falschen Rubrik dafür, dann bitte verschieben.

Vor zwei Jahren kaufte ich mir einen damals 8 Monate alten Hengst, den ich zwei Monate später auch zu mir holte.
Bald danach entdeckte ich ein im Winterfell fast verborgenes Knubbelchen am linken Vorderbein.
Es war max. 1 cm im Durchmesser und dunkel-gräulich, leicht erhaben.

Ich hielt es für eine kleine Narbe oder Warze und beachtete es nicht weiter.
Im kommenden Sommer wunderte ich mich etwas darüber, aber da es sich nicht veränderte, ließ ich es in Ruhe.
Einen Sommer später, also in 2009 verletzte sich mein Kleiner dort beim Spielen auf der Hengstkoppel. Die Junghengste beißen sich ja gern gegenseitig in die Vorderbeine und ich schätze dabei ging es auf.
Ich habs desinfiziert und mit Silberspray abgedeckt wegen der Fliegen.
Es blieb zu, begann aber zu wachsen.
Nach ein paar Wochen waren es schon eher drei Knubbel und 3 cm Durchmesser. Da hörte ich im Stall zum ersten mal "Sarkoid". Naja, googeln, sich ekeln und Angst kriegen war eins. Das Schmieren liegt mir so gar nicht, vor allem wegen dem damit verbundenen Vertrauensverlust, wenn es immer wieder weh tut. Auch hat mich die Vielzahl der Produkte hoffnungslos verwirrt.

Also habe ich mich an eine Klinik gewandt, die im Internet dies als Spezialgebiet nennt und der dortige Spezialist hat dann in der Havelland-Klinik den Tumor entfernt.
Das Loch war ca. 5 cm groß und blieb offen, brr! Nach vier Tagen konnte ich mein Pferd wieder nach Hause holen. Ich sollte Betaisodonna und auf die Ränder Lebertransalbe schmieren. Die Wunde sollte offen bleiben und ab und zu auch mit Wasser abgewaschen werden. Erst lief ständig Wundsekret raus und es sah aus, als ob es nie zugeht. Schmerzen hatte er wohl nur wenig, denn ich konnte problemlos die Wunde behandeln. Später kam Schorf, der sich aber immer wieder ablöste, dann blieb er drauf. Unmerklich war die Wunde nur noch 3 cm groß und außen rosa Haut.
Inzwischen ist alles zu, nur noch ein kleiner Schorf von ca 1 cm ist vorhanden. Die Stelle ist etwas fester als außen rum aber ganz glatt. Seit der OP sind 6 Wochen vergangen. Eine Neubildung des Sarkoids kann ich nicht feststellen, aber das ist natürlich noch keine Zeit.
Vor etwa drei Wochen wurde Blut entnommen und vor drei Tagen wurden die gezüchteten dendritischen Zellen rund um die Wunde in drei Portionen gespritzt. Das ging nur mit Bremse und war wohl recht unangenehm fürs Pferd. Beim nächsten Mal, so in vier Wochen lasse ich ihn sedieren, um das weniger traumatisch zu gestalten.
Die OP kostete knapp 700 Euro, inkl. vier Tage Unterbringung, histologischer Untersuchung des Tumors und Salben zum Mitnehmen.
Die DC-Therapie soll nochmal 1000 Euro kosten, für zweimal Blut abnehmen und injizieren.

Die Behandlung in der Havellandklinik war professionell, meinem Pferd ging es dort wirklich gut, er schien keinen Stress zu haben. Der Spezialist hatte allerdings enorm wenig Zeit. Das ist so der Wermutstropfen im Moment, aber wahrscheinlich geht es einem bei jedem sehr gefragten Arzt so. Immerhin kommt er zum Blutabnehmen und Spritzen bei mir vorbei, was für ihn etwa 200 Kilometer bedeutet und das finde ich sehr kulant.

Vielleicht noch was zur Entstehung:

Als ich meinen Hengst holte, war er sehr mollig, groß und kräftig. Aber er hatte gerade eine erste Herpes-Impfung (für Fohlen) erhalten und diese wohl nicht gut vertragen. Er hatte heftigen Schnupfen, der Rotz ging den ganzen Winter trotz Antibiotika, Vitaminen und Zeug zur Immunstärkung nicht weg.
Gibt es Erfahrungen, ob diese Impfung im Zusammenhang mit ES steht?
Ich habe mich nämlich gewundert, dass er es so früh schon hatte. Deshalb wäre ich auch nie darauf gekommen, nach so etwas zu schauen bei einem Fohlen.

Bislang traue ich mich nicht, ihn nun gegen Herpes zu impfen, wenngleich er inzwischen sehr gesund ist dank 1,5 Jahren Offenstall.

So, das zum Einstieg, ich hoffe, es war nicht zu lang.

LG Cora
Cora
 

Beitrag#2von fran » 17. Dez 2009 07:24

Naja im Bezug aufs Impfen wird hier auch fleißig diskutiert....

Meiner verträgt bisher alle Impfungen problemlos (ist 9) und aufs Sarkoid hats auch keinen Einfluss, ich lasse die Impfungen eben so weit wie möglich aufteilen, aber auch bei dieser Kombi-Spritze Influenza-Herpes hat er keine probleme.

Es ist natürlich noch mal was anderes, wenn man bei seinem Pferd einen direkten Zusammenhang feststellt, aber ich bin leider totaler Impfbefürworter :oops:
Prinzipiell hat ne Impfung halt Auswirkungen auf das Immunsystem, das ist dann erst mal mit der Impfung beschäftigt, deswegen ist man in der Zeit anfälliger
fran
 


Zurück zu "dentrische Zellen-DC Therapie"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron