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Information zur Immuntherapie mit Dendritischen Zellen


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Information zur Immuntherapie mit Dendritischen Zellen

Beitrag#1von Eline » 26. Feb 2008 19:45

Auszug aus: http://www.tumorvakzine.info/index.php?id=33

Information zur Immuntherapie mit Dendritischen Zellen

Auch in der Tiermedizin nimmt die Zahl der krebskranken Tiere zu. Um für diese Patienten eine optimale Diagnostik von Größe und Ausbreitung der Erkrankung zu erhalten, müssen Untersuchungsmethoden wie Röntgen, Ultraschall und ggf. eine Computertomographie eingesetzt werden. Eine vorherige Blutuntersuchung bietet Sicherheit, dass Organfunktionen, Gerinnungs- und der Immunstatus nicht von der Erkrankung mit betroffen sind bzw. dass bei älteren Tieren anschließende Diagnose- und Behandlungsmethoden ohne Einschränkungen durchgeführt werden können.

Für uns ist es wichtig, im Gespräch mit dem Tierbesitzer alle Aspekte verschiedener Behandlungsmethoden zu besprechen. Es geht schließlich um das gute Zusammenleben aller zwei- und vierbeinigen Familienangehörigen.

Nur gelegentlich wird der Einsatz von Chemotherapie durch unsere Kunden gewünscht. Wir arbeiten hierbei sehr gerne mit der Tierklinik in Hofheim (http://www.tierklinik-hofheim.de) zusammen. Die Tierärzte dort pflegen ebenfalls eine freundschaftliche Zusammenarbeit mit Tierbesitzern und den Haustierärzten. Auch die Ausstattung in Hofheim ist optimal für spezielle Untersuchungen.

Seit langem beschäftigen wir uns mit der naturheilkundlichen Krebsbehandlung bei Tieren. Auf diesem Gebiet haben wir große Erfahrungen in der Nachsorge nach schweren Operationen. Seit neuestem arbeiten wir uns in eine aus der Humanmedizin bekannte Technik der Immuntherapie (http://www.immuntherapie.net) ein und versprechen uns dabei eine erheblich niedrigere Rezidiv- und Metastasierungsrate von Tumoren bei Kleintieren (speziell Hunden und Katzen) und Pferden.

Bei Pferden sind erfolgreiche Behandlungen von Plattenepithelkarzinomen und Sarkoiden bekannt (http://www.sarkoide.de).

Dendritische Zellen lassen sich aus Blutzellen im Labor in größerer Zahl herstellen und dann mit körpereigenen Tumorzellen stimulieren. Aus diesen Zellen wird danach ein zellulärer Impfstoff hergestellt, welcher das Immunsystem speziell gegen den Tumor aktivieren kann. Die durch die Tumorzellen geschulten dendritischen Zellen werden zur Impfung (durch Injektion in die Haut) in den Körper Ihres Tieres zurückgegeben. Über Blut- und Lymphbahnen gelangen die dendritischen Zellen zum Einen in die Lymphknoten, um dort eine Immunantwort in Gang zu setzen und zum Anderen erreichen die Zellen andere Orte, an denen sich metastasierte Tumorzellen befinden und können diese eventuell zerstören. Wie auch bei anderen Impfungen wird man diese in Abständen von einigen Wochen wiederholen. Ihrem Tier wird dann zu jeder Impfung unter Sedation Blut entnommen (je nach Tier Größe 4-100 ml), aus dem innerhalb von sieben Tagen dendritische Zellen hergestellt werden. Die Blutentnahme und die nach sieben Tagen erfolgende Impfung werden zunächst zweimal durchgeführt.

Bei manchen Patienten ist kein körpereigenes Tumorgewebe vorhanden,so dass die oben angeführte Stimulation der dendritischen Zellen mit Tumorzellen nicht erfolgen kann. Die dann ohne diese Zellen durchgeführten Behandlungen haben jedoch gezeigt, dass die erzeugten dendritischen Zellen ebenfalls eine spezifische Immunantwort hervorrufen können.

Belastungen und Nebenwirkungen der Behandlung sind sehr selten.Mögliche Abwehrreaktionen im Sinne einer Allergie, Autoimmunreaktion oder andere auftretende Beschwerden im Rahmen dieser Behandlung sind bisher nicht bekannt, sollten aber sofort Ihrem betreuenden Tierarzt mitgeteilt werden. Da wir Ihr Tier sowohl zur Blutentnahme als auch bei Gabe der Vakzine eventuell sedieren müssen, ist zu Beginn der Behandlung eine gründliche Allgemeinuntersuchung erforderlich. Bitte bringen Sie zu diesem Termin die Behandlungsunterlagen und Untersuchungsbefunde Ihres Haustierarztes mit.

Aus dem entnommenen Blut werden im Labor bestimmte Blutzellen gewonnen, die anschließend innerhalb von einer Woche zu dendritischen Zellen ?herangezüchtet? und auf den Tumor eingestellt werden. Diese Zellen werden anschließend dem sedierten Tier im Bereich des entfernten Tumors intracutan (das heißt in die Haut!) injiziert. Die Zellen stimulieren in den folgenden Tagen eine Immunantwort, die sich gegen rezidivierte bzw. metastasierte Tumorzellen richtet. Im Abstand von fünf Wochen erfolgen zwei weitere Behandlungen, bei denen jeweils eine erneute Blutentnahme notwendig ist.

Für weitere Fragen zu dieser Behandlungsmethode stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

KontaktDr. Thomas Grammel
Schillerstraße 17-19
37520 Osterode
Tel.: 05522/90060
Fax.: 05522/900620
E-Mail: info@dr-grammel.de
Webmaster: admin@dr-grammel.de
Zuletzt geändert von Eline am 12. Mai 2008 15:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag#2von Eline » 26. Feb 2008 19:56

Auszug von: http://www.tumorvakzine.info/index.php?id=27

Ablaufplan
Wir haben hier für Sie einen Ablaufplan bei einer Tumorerkrankung (Hund, Katze, Pferd) zusammengestellt. Wir beraten Sie gern bei jedem Schritt ? in Zusammenarbeit mit Ihrem Haustierarzt.



Haustierarzt Untersuchung beim Haustierarzt

Diagnose: Geschwulst (Tumor)

Haustierarzt Operation (Entfernung des Tumors) von Zellen Biopsie diagn. Entnahme von Tumorzellen Operation nicht möglich

Einsendung von Probematerial

In Formalin und (!) Nährlösung Einsendung Bioptat

Laboklin histopathologische Gewebeuntersuchung, Diagnose

Haustierarzt Besprechung der Befunde, Entscheidung über weitere Behandlungen

Laboklin sendet Tumorgewebe in Nährlösung zur Tierärztlichen Klinik Dr. Grammel

Dr. Grammel Tumorvakzine mit tiereigenen Tumorzellen Tumorvakzine ohne tiereigene Zellen



Tumorvakzineherstellung
Wir bitten Sie zunächst um telefonische Besprechung, um Sie und Ihren vierbeinigen Freund genau kennenzulernen. Wenn wir uns gemeinsam für die Erstellung einer Tumorvakzine geeinigt haben, würde es zu folgendem Zeitablauf kommen:



1. Behandlungstag:

Allgemeine und ggf. weitergehende Untersuchung Ihres Tieres
Blutentnahme für die Tumorvakzineherstellung
Gewinnung von Tumormaterial (wenn kein Gewebe in Nährlösung vorhanden)
8. Behandlungstag:

Tumorvakzine-Injektion intracutan


Beide Termine müssen in unserer Praxis stattfinden und zeitlich sehr genau eingehalten werden, wegen der Empfindlichkeit der Vakzine.



Zyklus der Behandlung
Wir empfehlen eine dreimalige Behandlung in Abstand von jeweils 4 Wochen.



Nährlösung
Laboklin ist ein deutschlandweit arbeitendes tiermedizinisches Labor und stellt für Ihren Tierarzt eine besondere Nährlösung zur Einbettung eines Teils des entnommenen Gewebes zur Verfügung. Gegen ein Entgelt wird dieses Tumorgewebe für 12 Monate aufbewahrt, um in dieser Zeit eine Tumorvakzine herstellen zu können.
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www.sarkoide.de

Beitrag#3von Eline » 26. Feb 2008 20:03

Auszug: http://www.sarkoide.de

Sarkoide sind die häufigsten Tumore bei Pferden. Sie gehören zur Gruppe übertragbarer (transgener) Tumore. Als Auslöser werden bovine Papillomviren (in der Regel BPV-1) vermutet. Man geht davon aus, daß der Tumor mittels stechender Insekten induziert werden kann. Es handelt sich um einen Tumor der Unterhaut. Sarkoide haben in den letzten Jahren an Häufigkeit in Deutschland stark zugenommen.

Bei den Sarkoiden sind sechs klinische Formen, mit teils deutlich unterschiedlicher Aggressivität, unterscheidbar. Sarkoide treten oft multipel (≥2 pro Tier) auf und wachsen infiltrativ, aber meistens ohne Metastasierung. Besonders unangenehm ist die Eigenschaft, dass bei Manipulationen die Bösartigkeit des Tumors gesteigert wird. Neben Pferden können auch Esel, Zebras etc. jeden Alters betroffen sein. Oft betroffene Körperstellen sind der Innenschenkelbereich, die Vorderbrust, der Bauch, der Hals, und der Kopf.

Eine Reihe unterschiedlicher Therapieverfahren wurden bisher beschrieben:
- Chirurgische Entfernung, einschl. Laserchirurgie und Abbinden
- Chemotherapie
- Kryotherapie
- Radiotherapie (lokal)
- Thermotherapie
- Immuntherapie (BCG Vakzine)
- Homöopathie


Die Wahl der Therapie basiert unter anderem auf der Tumorgröße, Tumortyp und der Lokalisation. Die vollständige chirurgische Tumorentfernung wird in der Regel angestrebt. Gelegentlich kann der Tumor aufgrund seiner Lokalisation (z.B. Kopf-Augen Bereich; äußere Geschlechtsorgane) oder Größe bzw. Multiplizität nicht vollständig entfernt werden und es muss auf andere Therapien ausgewichen werden. Vier der sechs Sarkoidformen neigen zu Rezidiven, obwohl der Tumor vollständig und mit gebotenem Sicherheitsabstand entfernt wurde. Über eine Latenz/Persistenz des Virus in umliegenden Fibroblasten ist nichts Abschließendes bekannt, sie wird aber vermutet.

25-50% der Fälle lassen sich mit konventionellen Therapien (Chirurgie, Cisplatin, BCG) kurieren. Dabei beruht die BCG Vakzine, die das Immunsystem über Mykobakterien unspezifisch stimuliert, auf der vorhandenen Immunogenität vieler Sarkoide. In den verbleibenden Fällen sind alternativ verfügbare Therapieformen, wie beispielsweise Radiochemie problembehaftet, es kommt nur selten zu vollständigen Remissionen des Tumors oder aber es treten erhebliche Nebenwirkungen auf.

Da Sarkoide häufig an Stellen auftreten (beispielsweise an der Gurtlage), die die Nutzung des Tieres einschränken oder unmöglich machen, ist eine sehr effiziente Therapie notwendig. Einhergehend mit diesen Beschränkungen ist die Gebrauchsfähigkeit der Tiere damit erheblich reduziert, was für den jeweiligen Besitzer einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Verlust bedeuten kann (Reit- und Fahrpferde). Die Notwendigkeit eines effizienten therapeutischen Verfahrens resultiert entsprechend auch aus einem wirtschaftlichen Nutzen heraus.

Das fzmb e.V. konnte zusammen mit anderen Kollegen aus Berlin, Göttingen und Duderstadt (Inst. f. Tumortherapie), einen immunbiologisch orientierten Therapieansatz (auf der Basis körpereigener Zellen) zur Behandlung von Sarkoiden und anderen equinen Tumoren entwickeln. Aber nicht nur bei Pferden ist diese Methode einsetzbar, sondern auch bei anderen Tumorerkrankungen bei Kleintieren, beispielsweise Hunden. Dieses Verfahren wird in einem eigenen Forschungs- und Applikationslabor kontinuierlich weiterentwickelt und wissenschaftlich überprüft. In der eigenen Tierklinik des fzmb kann dieses Verfahren, kurz DC-Therapie genannt, dann auch direkt auf den Patienten übertragen werden.

Am Beginn einer spezifischen Immunantwort steht die Aufnahme, Prozessierung und Präsentation von Antigenen durch antigenpräsentierende Zellen (APC). APC haben eine Schlüsselstellung innerhalb der körpereigenen Abwehrmechanismen. Forschungsergebnisse der letzten Jahre haben gezeigt, dass dendritische Zellen (DC) die besten APC und die Regulatoren des adaptiven Immunsystems sind, welche als potente Aktivatoren zu einer hochspezifischen und effizienten zellulären Immunantwort bzw. einer anti-Tumorantwort führen können.

Durch ein gezieltes und selektives Targeting (Steuern) der dendritischen Zellen eröffnen sich auf dem therapeutischen Sektor maligner Tumore eine Reihe von neuen Ansätzen. Über die Zugabe von Tumorextrakten können die dendritischen Zellen gezielt angesteuert werden, um entsprechende Tumorproteine oder tumorassoziierte Proteine in die Zellen einzubringen, welche eine gezielte Immunantwort gegen den Tumor auslösen kann.

Kontakt:
Forschungszentrum für Medizintechnik und Biotechnologie e.V.
Geranienweg 7
D- 99947 Bad Langensalza

Ansprechpartner:
Dr. Ingo Wilke: iwilke@fzmb.de, Tel. + 049 36 03 833 177
TÄ Sabine Kussmann: skussmann@fzmb.de, Tel: + 049 36 03 833 154

Referenzkliniken:
Kontaktpersonen in den Referenzkliniken:



Tierklinik Dr. Thomas Grammel
Schillerstraße 17
D-37520 Osterode
URL: http://www.dr-grammel.de


Tierklinik Dr. S. Gremmes
Göttingerstr. 19
D-37124 Rosdorf
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Beitrag#4von Eline » 29. Apr 2008 20:43

Auszug aus: http://www.ch-forschung.ch/index.php?artid=98

Forschung zur Therapie des Melanoms (Mensch) zeigt erste Erfolge
Mit Spritzen gegen Hautkrebs

(ch-fo) Wieder lockt die Sommersonne die Menschen ins Freie und wie jedes Jahr sind Warnungen vor der Schattenseite der Sonne zu hören: Zu viel Sonne erhöht das Hautkrebsrisiko. Trotz Erfolgen der Forschung zur Behandlung des Melanoms, der gefährlichsten Hautkrebsart, ist Vorbeugung immer noch der beste Schutz.
Jährlich erkranken hierzulande rund 1500 Menschen an einem Melanom, dem sogenannten schwarzen Hautkrebs, und rund 20 Prozent von ihnen sterben daran. Nach Norwegen und Schweden liegt die Schweiz damit an der Spitze in Europa. Nachdenklich stimmen auch die Zukunftsprognosen: In den letzten Jahren beobachtete das Schweizerische Krebsregister eine jährliche Zunahme der Erkrankung um vier Prozent.

Aktivierung des Immunsystems
Gleich mehrere Schweizer Forschungsgruppen suchen nach Wegen, Melanome mittels einer Aktivierung des Immunsystems zu behandeln. Eine solche Therapie kommt erst zum Einsatz, wenn der Tumor aufgrund seiner Dicke mit einem rein chirurgischen Eingriff nicht vollständig entfernt werden kann und schon Ableger in anderen Organen bestehen. Die Wissenschaftler entwickeln therapeutische Impfungen, die eine Immunantwort gegen bereits vorhandene Tumore induzieren - im Gegensatz dazu bereiten die uns bekannten prophylaktischen Impfungen gegen Grippen oder Masern den Körper auf noch nicht vorhandene Krankheitserreger vor.
Am weitesten fortgeschritten ist das Projekt an der dermatologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich. Die Forscher haben einen therapeutischen Impfstoff mit sogenannten dendritischen Zellen entwickelt. Diese Zellen sind eigentliche Vorposten des Immunsystems: Sie erkennen Krankheitserreger, "fressen" diese und wandern anschliessend in die Lymphknoten. Dort präsentieren sie die körperfremden Stoffe (Antigene) und stimulieren das Immunsystem, sogenannte Killer-T-Zellen gegen diese zu bilden. Doch gegen Tumore ist dieser Abwehrmechanismus zu wenig stark: Teilweise erkennt das Immunsystem den Tumor gar nicht als gefährlich und ausserdem kennen Krebszellen verschiedene Tricks, die Abwehrmechanismen zu lähmen. "Unser Ansatz ist, die dendritischen Zellen direkt zu aktivieren", erklärt Frank O. Nestlé, Leiter des Zürcher Forschungsteams. Hierzu entnehmen die Forscher aus dem Blut des Patienten dendritische Zellen und "füttern" diese mit dem Antigen des körpereigenen Tumors. Die so stimulierten Zellen werden direkt in die Lymphknoten des Patienten gespritzt, wo sie die Produktion von spezifischen Killerzellen gegen den Tumor anregen, die dann im ganzen Körper Krebszellen aufspüren und vernichten sollen.
Auch am Universitätsspital Basel ist man an der Entwicklung einer Impfung, um die Produktion von Killerzellen gegen den Tumor anzukurbeln. "Wir arbeiten mit inaktivierten Viren als Vektoren, wie sie beispielsweise auch bei der Pockenimpfung eingesetzt werden", erläutert Giulio Spagnoli, Mitarbeiter beim Basler Projekt. Im Rahmen eines Nationalfondsprojektes hat seine Gruppe mit gentechnologischen Methoden Viren so verändert, dass sie gewisse Mini-Eiweisse (Peptide), die der Tumor an seiner Oberfläche trägt, produzieren. So erkennt das Immunsystem, dass es sich hier um einen fremden Stoff handelt, den es zu bekämpfen gilt. "Das menschliche Abwehrsystem produziert die effektiven Killer-T-Zellen, wenn das Antigen in einer Zelle produziert wird", erklärt Giulio Spagnoli. Ist das Abwehrsystem durch die virale Impfung einmal sensibilisiert, wird nur noch mit den Tumorpeptiden nachgeimpft.

Erfolgversprechende Resultate
Eine erste klinische Studie an 20 Melanom-Patienten steht in Basel kurz vor dem Abschluss. "In dieser Phase konnten wir zeigen, dass die Therapie keine grossen Nebenwirkungen hat und dass im Blut der Patienten tatsächlich Killerzellen gebildet werden", berichtet Giulio Spagnoli.
In Zürich ist man schon eine Stufe weiter: Die Impfung mit dendritischen Zellen wurde bereits an 30 Patienten, die an fortgeschrittenem Hautkrebs erkrankt sind, getestet. "Ein Viertel der Patienten sprachen auf die Therapie an", erzählt Frank O. Nestlé. Bei drei Patienten bildeten sich die Tumore sogar vollständig zurück, teilweise über mehr als 5 Jahre. Eine kürzlich begonnene, europäische Vergleichsstudie mit über 240 Patienten soll weitere Aufschlüsse über diese Therapiemethode bringen. "Wir wollen untersuchen, warum gewisse Patienten nicht auf die Impfung ansprechen, und die Impfung so weiter entwickeln", meint Nestlé.
Trotz ermutigender Resultate aus der Forschung zur Therapie des Melanoms ist Vorbeugung nach wie vor der beste Schutz. Hoffnungen, dass in absehbarer Zeit sogar eine vorsorgliche Impfung möglich wird, schlägt Giulio Spagnoli in den Wind: "Nur ganz wenige Gruppen arbeiten weltweit an prophylaktischen Methoden, bis diese soweit sind, muss noch viel geforscht werden." Ausserdem wirken die Impfstoffe oft auch gegen gesunde Zellen im Körper, weil diese gleiche Strukturen wie der Tumor tragen. Vorläufig geht also nichts über einen guten Schutz: Hut, Shirt und Sonnenbrille auf, kräftig eincremen und die Mittagssonne im Schatten geniessen.
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