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Auszüge aus Dissertationen zum equinen Sarkoid


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Auszüge aus Dissertationen zum equinen Sarkoid

Beitrag#1von Eline » 12. Mai 2008 00:36

Auszug aus: :arrow: http://www.vetion.de/taspezial/detail.c ... ll_id=5922

Equines Sarkoid
Das Equine Sarkoid ist der häufigste Hauttumor bei domestizierten Equiden. Es weist eine hohe Morbidität auf. In einigen Fällen kann es zu Bewegungseinschränkungen bis hin zum Tod des Tieres kommen. Ursächlich können mittels DNA- Polymerase die Bovinen Papillomviren I und II nachgewiesen werden. Desgleichen spielen Fliegen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der Erkrankung. Equine Sarkoide treten meist an dünn behäuteten und wenig behaarten Stellen auf, insbesondere an der Innenseite der Oberschenkel sowie an Gesicht, Augenlidern und Ohren. Die darüber liegende Haut erscheint oftmals hyperplastisch oder hyperkeratotisch. Occulte und verrucöse Sarkoide können bei regelmäßiger Kontrolle unbehandelt bleiben. Ansonsten stehen therapeutisch die lokale Chemotherapie, chirurgische Entfernung mit oder ohne Kryochirurgie, Immunmodulation, Laserablation und radiofrequente Hyperthermie zur Verfügung.
Zuletzt geändert von Eline am 12. Mai 2008 10:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Gruß Irene/ Eline
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Beitrag#2von Eline » 12. Mai 2008 00:38

Auszug aus: :arrow: http://vetstudy.johanneslink.de/pafiled ... ubjuhn.pdf

Sarkoid- virale Erkrankung der Haut
? Lokal invasiv wachsende Bindegewebsgeschwulst (Tumor) mit variablem epithelialem Anteil
Symptome
? Bevorzugte Lokalisationen: Kopf, seitliche Brustwand, Unterbauch und distaler
Extremitätenbereich
? Oft oberflächlich ulzerierende und blutende tumorartige Veränderungen von blumenkohlartigem
Aussehen
? Ähneln nur zu Krankheitsbeginn den Papilloten -> später zerfällt Epithel => Erscheinen einer
destruierenden Oberfläche
? Fortgeschrittenes Stadium: fast immer bakterielle Superinfektionen
? Multiple Tumoren, können fast faustgroß werden
? Können in verruköser, in fibroplastischer Form oder kombiniert auftreten
? Haften flächenhaft oder gestielt der Haut an
? Im Zusammenhang mit Sarkoid gebildete Veränderungen zeigen invasives Wachstum und hohe
Rezidivneigung
? Keine Metastasen in innere Organe
? AB der Pferde ist im allgemeinen nicht gestört
Ätiologie
? Erreger: Typ 1 und Typ 2 des bovinen Papillom ?Virus (BPV)
Pathogenese
? Eintrittspforte sind kleinste Hautwunden
? Erreger vermehren sich in den Epithelzellen (episomale Replikation, aber keine ausgereiften
Viruspartikel) => Epithelhyperplasie und Bildung fibroplastischer Tumoren in der Unterhaut
Epidemiologie
? Tritt weltweit auf
? Mit 40% etwa der häufigste Tumor beim Pferd
? Anfällig sind Pferde aller Rassen
Diagnose und DD
? Klinische Erscheinungen => Verdachtsdiagnose ? muß durch Histo abgeklärt werden
? Im Biopsiematerial epitheliale und fibroplastische Proliferationen nachweisbar
Therapie
? Bis heute noch keine 100% wirksame Behandlung vorhanden
? Empfohlen: radikalchirurgische Entfernung einschl. Mitextirpation der regionären Lnn
? Häufig auftretende Nahtdehiszenzen scheinen oft Anlaß von Rezidiven (in 50% aller Fälle) zu sein
? Berichte über gute Behandlungserfolge durch Verabreichung eine BCG-Impfstoffes
? 4 mal Intratumorale Applikation der Vakzine
? am 1., 14., 35. und 56. Tag
? Tumorregression: Abbruch der Therapie
? Zeigt Tumor immer noch Wachstum => mehr als 4 Applikationen
? Während der ersten 1-3 Tage oft auftreten von Fieber, kombiniert mit Appetitlosigkeit
Prognose
? Von Lokalisation her zweifelhaft
? Quo ad restitutionem ist Prognose für Sarkoide im medialen Augenwinkel, im Augenlid und in der
Gurtlage gut
Prophylaxe
? Anfälligkeit für Erkrankung ist hereditäre Eigenschaft
? Bei Zuchttieren sollten verantwortliche Leukozyten Antigene bestimmt werden => Abschätzen der
Anfälligkeit der Nachkommen
? Junge Pferde: Impfung mit Vakzinen (enthalten BVP1 und BVP2) als Immunprophylaxe
Stomatitis
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Beitrag#3von Eline » 12. Mai 2008 00:39

Auszug aus: :arrow: http://www.diss.fu-berlin.de/2006/147/litue.pdf

2.2.1 Equines Sarkoid
Mit einer Häufigkeit von 12,9% bis 67% (Strafuss et al. 1973; Sullins et al. 1986) ist
das equine Sarkoid der bei Pferden, Eseln und Maultieren am häufigsten auftretende
Hauttumor (Cotchin 1960; Ragland 1970; Strafuss et al. 1973; Sullins et al. 1986).
Wegen ihrer starken Neigung zu postoperativer Rezidivbildung gelten Sarkoide als
semimaligne, obwohl eine Metastasierung in andere Organe nicht stattfindet (Weiss
1990). Einige equine Sarkoide haben eine geringe Wachstumsrate, wobei andere
schnell und aggressiv (Voss 1969; Ragland 1970; Lane 1977; Broström et al. 1988;
Broström 1995; Broström et al. 1996) wachsen.
Equine Sarkoide sind fibroblastische Tumore, die makroskopisch Warzen oder
überschießendem Granulationsgewebe ähneln, und histologisch epidermale mit
fibroblastischen Proliferationen verbinden. Gemeinsam ist allen equinen Sarkoiden,
daß histologisch sowohl eine epidermale als auch eine dermale Komponente
existiert, wobei es zur Akanthose und Hyperkeratose kommen kann. Charakteristisch
sind pseudoepitheliomatöse Hyperplasien mit epithelialer zapfenartiger Ausbreitung
in den tieferen Schichten. Die dermalen Komponenten bestehen aus spindelförmigen
Fibroblasten, die eine ?fischschwarmartige? Gewebestruktur mit z.T. elongierten
Nuklei und fokaler Mitoseaktivität bilden. Jackson führte bereits 1936 den Begriff des
equinen Sarkoids ein, um diese Tumorart von anderen bindegewebe-enthaltenen
Tumoren wie z.B. dem (Fibro-) Papillom, Fibrom, Fibrosarkom und dem Granulom zu
differenzieren (1936).
Literaturübersicht
Ragland et al. (1970) wie auch Teifke (1994) differenzieren zwischen einem
verrukösen (Typ I), einem fibroblastischen (Typ II) und einem Mischtyp (Typ III), die
alle der Hautoberfläche breit aufsitzen oder gestielt vorkommen.
Der verruköse Typ (Typ I) stellt sich makroskopisch als eine deutliche warzenförmige
Neubildung mit krustösen und z.T. ulzerierender Oberfläche dar. Diese ist durch eine
Hyperkeratose grau-weiß, asbestartig verfärbt. Die Schnittfäche weist einen
gefächerten Aufbau mit papillomatösen Zapfen auf. Der fibroblastische Typ (Typ II)
ist klassifiziert als ein von intakter Haut bedeckter, subkutaner Knoten. Seine
Schnittfläche ist gelblich-weiß, strahlig gefiedert und von muzinöser Konsistenz. Der
dritte Typ (Mischtyp) ist häufig oberflächlich ulzeriert und hyperkeratinisiert bei
darunter gelegenem bindegewebigen Anteil.
Ein vierter Typ (Typ IV) wird von Pascoe und Summers (1981) beschrieben. Dieser
besteht aus ca. 5-15 mm großen, haarlosen Hautpartien mit einem oder mehreren
kleinen, gut abgrenzbaren Tumoren und zeichnet sich durch ein langsameres
Wachstum aus. Er wird auch als okkulter Typ bezeichnet, der sich durch eine
verdickte Haut mit rauher Oberfläche, welche teilweise haarlos ist, auszeichnet
(Tarwid 1985).
Diehl (1987) variiert auf Grund klinischer Erscheinungsbilder, jedoch ohne
histologische Korrelate, diese Klassifizierung wie folgt: Der Typ I stellt eine flache,
haarlose Hautveränderung mit leichter bis mäßiger Hyperkeratose dar. Der Typ II ist
verrukös erhaben und besitzt eine breite Basis mit starker Hyperkeratose. Typ III wird
als subkutan gut abgrenzbarer Knoten bei intakter Haut beschrieben. Eine knotig
erhabene, der Basis breit oder gestielt aufsitzende, mit ulzerierender Oberfläche
beschriebene Hautveränderung wird als Typ IV klassifiziert.
Ätiologisch werden unterschiedliche virale Infektionen diskutiert, wobei in den
meisten Veröffentlichungen von der Beteiligung des bovinen Papillomavirus (Olson
1951; Ragland and Spencer 1968; Ragland and Spencer 1969; Voss 1969; Trenfield
et al. 1985; Angelos et al. 1991; Teifke and Weiss 1991; Marti et al. 1993; Teifke
1994) ausgegangen wird. Daneben werden allerdings auch ein equines
Papillomvirus (EPV) (Trenfield et al. 1985) und ein Retrovirus vom C-Typ (Cheevers
et al. 1982; Fatemi-Nainie et al. 1982; Fatemi-Nainie et al. 1984; Cheevers et al.
1986) genannt. Darüberhinaus wird auch eine erbliche Disposition diskutiert (Lazary
et al. 1985; Meredith et al. 1986; Gerber 1989; Lazary et al. 1994).
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Beitrag#4von Eline » 12. Mai 2008 10:51

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