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Oxidativer Stress- auslöser für ES und mehr!?


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Oxidativer Stress- auslöser für ES und mehr!?

Beitrag#1von ghariba » 2. Feb 2010 19:05

Hallo zusammen, nachdem ich eh denke, das vieles zusammen spielen, bei der Krankheit ES, wollte ich dies gern hier einhängen für eine Gesprächsrunde. Dies habe ich aus dem Hufreheforum vom einen User. Es sind einfach Überlegungen und evlt. auch für mehr.

Oxidativer Stress und sein Beitrag an der Entstehung von Cushing
31.01.2010 um 18:46:29 Definition "freie Radikale" und "Oxidativer Stress"
Freie Radikale sind aggressive und hochreaktive Verbindungen (Atome oder Moleküle), die mindestens 1 ungepaartes, freies Elektronen besitzen. Die ungepaarten Elektronen sind bestrebt, anderen Atomen oder Molekülen Elektronen zu entreißen. Sie reagieren mit diesen und bilden neue Radikale. Es entstehen Kettenreaktionen im Körper, die bestimmte Vorgänge in den Körperzellen stören und Substanzen, Zellmembranen und Zellkerne schädigen.
Allerdings können solche freien Radikale durch sogenannte Antioxidanten abgefangen und entschärft werden.
Ist der Körper einer zu hohen Konzentration an freien Radikalen ausgesetzt, oder verfügt er über zu wenig Antioxidanten, entsteht Oxidativer Stress.Dieser wird mit einer Vielzahl von Krankheiten in Verbindung gebracht.

So kann er z.B: an der Enstehung von

- Tumoren (Sarkoiden, Karzinomen, Adenomen etc.)
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
- Darmerkrankungen
- Diabetis ( -> EMS -> IR, aber als Wechselwirkung!!)
- Hirmschäden
- Hormonstörungen
- Leberschäden
- etc.
beitragen.
Unter andrem trägt oxidativer Stress auch wesentlich zur Alterung bei.

Freie Radikale werden durch die normalen Stoffwechselvorgänge im Körper gebildet, die unter Beteiligung von Sauerstoff ablaufen. Sie sind ein normaler Vorgang im Körper und werden erst in größeren Mengen schädlich.

Äußere Einflüsse begünstigen allergings die Bildung freier Radikale.

Hierzu zählen u.a. :
- Toxine
- Abgase
- UV-Licht
- Pest
- Pestizide
- Medikamente
- körperliche Überbelastung
- zu viel Nahrung
- köperlicher und psychischer Stress
- Stickstoffdioxid
- Entzündungen
Durch Antioxidanten kann man die Oxidationsvorgänge im Körper entschärfen.
Antioxidativ wirkende Stoffe sind z.B: Vitamin C und E und Beta-Carotin, eine Vorstufe (Provitamin) von Vitamin A.
Die verschiedenen Antioxidantien sollten nicht einzeln, sondern miteinander kombiniert aufgenommen werden. Denn viele Wirkungen ergänzen sich.




Oxidativer Stress und sein Beitrag an der Entstehung von Cushing
Antwort #1 - 31.01.2010 um 19:20:32 In Canada wurde die Rolle des oxidativen Stresses bei der Pathogenese (Entstehung) von Cushing, untersucht.
Hierzu findet man schon, hier im Forum einen Fachartikel unter EMS.

Ich habe folgende Studie übersetzt und gebe hier eine "kurze" Zusammenfassung.

Wer mehr wissen möchte, kann sich gerne an mich persönlich wenden.

-------------------------------------------------------
Bei der Studie geht es um die chemischen Vorgänge im Körper die, in Verbindung mit der Schädigung von Zellen, letztendlich bis zum Zelltot führen können.

Mit Hilfe von Immunhistochemischen Untersuchungen und Western-Blot-Analysen wurde anhand von älteren und jüngeren Pferdegruppen, sowie eingelegten Pferdehypophysen untersucht, welche Rolle oxidative Stress-Indikatoren bei der Pathogenese von Cushing spielen.

Diese Ergebnisse bekräftigen die Hypothese dass der Verlust der dopaminergen Hemmung ein Schlüsselschritt in der Pathogenese von Cushing ist.
Unbehandelter, oxidativer Stress verursacht Zellschäden und führt zu einer beschleunigten Alterung.

Bei mehr als 100 Erkrankungen ist ein Zusammenhang mit oxidativemStress bekannt. Beispielsweise:
- Krebserkrankungen,
- Multible Sklose,
- Parkinson,
- Sarkoidose,
- Stoffwechselerkrankungen,
und viele mehr.

Wenn die chronische Belastung der Oxidanten die Antioxidanten übersteigen, führt das in der Summe zu Höchstwerten an funktionell beeinträchtigter, zellulärer Komponenten, die schließlich zum Zelltod führen.

Wir nahmen an, dass Cushing-Pferde die Ergebnisse aus dem Verlust der dopaminergen Hemmung des Hyphophysenzwischenlappens sind.

Der Verlust von funktionalen Nervenzellen konnte mit einer Demonstration eines konkurrierenden Verlustes von Zellkörpern bei Tieren mit einer reduzierten Zahl von Nervenenden, bestätigt werden.

Die Degeneration von dopaminergen Nervenzellen bei anderen Krankheiten wurde bereits mit oxidativem Stress verbunden.

Chronische, oxidative Schäden können durch die Anwesenheit von oxidativ modifizierten Lipiden, Proteinen oder DNA dokumentiert werden.
Dies ist der erste Bericht einer altersbedingten Ansammlung von einem von chronischem, oxidativen Stress-Marker bei Pferden.
Marker für oxidativen Stress, wie 3-Nitrotyrosine, wurden bei Patienten mit diversen, neurodegenerativen Krankheiten nachgwiesen.

Da schwer geschädigte Zellen sterben, kann das tatsächliche Ausmaß der oxidativen Schäden sogar noch größer sein.
Oxidativer Stress wurde nicht im periventrikulären Zellkörper beobachtet, was eine größere Belastung oder Anfälligkeit für oxidative Schäden in den Nervenenenden suggeriert.

Bei Parkinson wurden Mutationen in oxidativen Stress-Markern, als integraler Bestandteil der Nervenenden-Funktion, mit einen frühen Beginn der Krankheit verbunden.

Pferde mit Cushing hatten significant mehr eines oxidativen Stress-Markers als unbetroffene Pferde.

Es wurde suggeriert, dass ein Überausdruck von oxidativem Stress der Neurodegeneration der Krankheit vorangehen kann.

Langzeitstudien sind notwendig, einen zeitlichen Verlauf der pathologischen Ereignisse bei Cushing zu bestimmen, um den Überausdruck von oxidativen Stress als Ursache und nicht als Folge der Krankheit zu bestätigen.

[b]Die Ergebnisse der vorliegenden Studie demonstrieren die Rolle der Neurodegeneration, des oxidativen Stresses in der Pathophysiology von Cushing.
----------------------------------------------------------
Quelle:
McFARLANE, D., DYBDAL, N., DONALDSON, M. T., MILLER, L., CRIBB, A. E. (2005): Nitration and increased alpha-synuclein expression associated with dopaminergic neurodegeneration in equine pituitary pars intermedia dysfunction. J. Neuroendocrinol. 17, 73 - 80.


Ich persönlich finde auch, das dieser Punkt einfach auch beachtet werden sollte. Ich achte sehr auf die Haltung sowie am meisten auf dem Umgang mit dem Pferd. Viele dinge, die unsere Pferde äußern übersetzten wir einfach ins menschliche um und handeln nach menschlichem Verständnis.

bin schon gespannt auf viele Meinungen.
lg
silke
LG
SH
ghariba
 
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