Suche

  


Das Team

Administratoren
Moderatoren


Statistiken

Gesamtstatistik
Beiträge insgesamt: 34043
Themen insgesamt: 1563
Ankündigungen 22
Mitteilungen 68
Anhänge 2472
Mitglieder insgesamt: 1267
Unser neuestes Mitglied: Kerry.93

Themen pro Tag: 1
Beiträge pro Tag: 21
Mitglieder pro Tag: 1
Themen pro User: 1
Beiträge pro User: 27
Beiträge pro Thema: 22
Echte Besucher: 190796

Link zu uns

Wir freuen uns über jeden Link zu uns. Du kannst den folgenden HTML Code in deinem Forum nutzen:

» Sarkoidforum

Infos zum Melanom


AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 800

Infos zum Melanom

Beitrag#1von Eline » 13. Jan 2008 00:26

Melanome: - überwiegend bei Schimmeln - am Genitalbereich, an der Schwanzunterseite, an Ohren und Ganaschen

Was ist ein Melanom?

Melanome (Schimmelkrebs/ Hautkrebs) sind tiefschwarze haarlose Knoten, die in den Zellen gebildet werden, die für die Bildung des Hauptpigments Melanin (dieses Pigment färbt die Pferdehaut schwarz - der Grund, warum eben auch diese Knoten schwarz sind). Bei befallen Pferden findet eine Überproduktion statt. Genau geklärt warum es dazu kommt, ist bisher nicht - es steht lediglich fest, das genetische Ursachen eine Rolle spielen, was dadurch bestätigt wird, dass Melanome vorwiegend bei Schimmel auftreten, was nicht heisst, dass sie nicht auch vereinzelt bei Pferden mit anderer Fellfarbe auftreten können.

Melanom ist eine Hauterkrankung, bei der (bösartige) Krebszellen unter solchen Zellen gefunden werden, die für die Hautfarbe verantwortlich sind (Melanozyten). Ein Melanom ist eine gefährlichere Krebsart als die häufiger auftretenden Hautkrebserkrankungen Basaliom oder Plattenepithelkarzinom, die von den Basalzellen oder dem Plattenepithel der Haut ausgehen. Es kann sich rasch über das lymphatische System oder auf dem Blutweg auf andere Körperregionen ausbreiten (metastasieren).

Seine Gefährlichkeit besteht einerseits in seinem raschen Wachstum, andererseits in seiner hohen Neigung, bereits zu sehr frühen Phasen Metastasen zu setzen. Daher gilt es, das Melanom so früh wie möglich zu erkennen und operativ zu entfernen.

--------------------------------------------------------------------------------

ERKLÄRUNG DER STADIEN
Wenn ein Melanom gefunden wurde, werden zusätzliche Untersuchungen durchgeführt, um herauszufinden, ob Krebszellen sich auch auf andere Regionen des Körpers ausgebreitet haben. Dies nennt man Stadieneinteilung.
Beim Melanom gibt es die folgenden Stadien:

Stadium 0
Beim Stadium 0 des Melanoms werden Krebszellen nur in der äußeren Schicht der Haut gefunden und sie dringen nicht in tiefere Schichten ein.

Stadium I
Beim Stadium I des Melanoms werden Krebszellen in der äußeren Schicht der Haut (Epidermis) und/oder in den äußeren Anteilen der inneren Hautschicht (Dermis) gefunden, aber sie haben sich nicht auf die benachbarten Lymphknoten ausgebreitet.

Stadium II
Der Tumor hat auf den unteren Teil der inneren Hautschicht (Dermis) übergegriffen, nicht aber auf das Gewebe unter der Haut oder benachbarte Lymphknoten.

Stadium III
Der Tumor kann sich auf die tieferen Schichten der Haut ausgebreitet haben, es können sich weitere Tumoren innerhalb einer Grenze von 2,2 mm gebildet haben (Satelliten Tumoren), kann auch die umgebenden Lymphknoten befallen haben, und kann sich auf benachbarten Strukturen des Körpers ausbreiten.

Stadium IV
Der Tumor hat andere Organe oder Lymphknoten in großer Entfernung vom Ersttumor befallen.

Rezidiv:
Ein Rezidiv bedeutet, daß der Krebs nach einer Therapie wieder aufgetreten ist (Rückfall). Er kann an der ursprünglichen Stelle oder an einer anderen Stelle des Körpers wieder auftreten.

--------------------------------------------------------------------------------

ÜBERBLICK ÜBER DIE BEHANDLUNGSMÖGLICHKEITEN

Wie ein Melanom beim Menschen behandelt wird:
Vier Arten der Behandlung kommen in Frage: Operation (der Tumor wird operativ entfernt) Chemotherapie (Medikamente werden zur Abtötung der Krebszellen eingesetzt) Strahlentherapie (Anwendung hoher Dosen von Röntgenstrahlen oder anderer hochenergetischer Strahlen zum Abtöten der Krebszellen) Biologische Therapie (Nutzen des körpereigenen Immunsystems, um den Krebs zu bekämpfen)
Eine Operation ist die häufigste Therapie für alle Stadien des Melanoms. Ihr Arzt entfernt das Melanom, wobei er möglicherweise eine der folgenden Methoden benutzt: Konservative Re-Exzision ist eine Operation, um alle Krebszellen zu entfernen, die nach einer Biopsie zurückgeblieben sind, wobei eine geringe Menge Haut aus der Umgebung zusätzlich entfernt wird (normalerweise unter 1,5 cm).
Bei der weiten chirurgischen Exzision wird der Krebs und etwas Gewebe, das den Tumor umgibt, entfernt.
Möglicherweise wird Haut von einer anderen Körperstelle genommen und auf die Stelle verpflanzt, von der der Krebs entfernt wurde. Dies nennt man Transplantation.
Bei der Chemotherapie werden zur Abtötung der Krebszellen Medikamente eingesetzt. Chemotherapie kann in Tablettenform eingenommen werden, oder sie wird dem Körper direkt über eine Vene oder in den Muskel zugeführt. Chemotherapie wird auch "Systemische Therapie" genannt, da sich die Medikamente über die Blutbahnen im ganzen Körpers verteilen und so den Krebs an jeder Stelle des Körpers bekämpfen können.
Klinische Studien werden durchgeführt, um wirksamere Medikamente zu finden.
Die Strahlentherapie setzt hochenergetische Röntgenstrahlen zum Abtöten von Krebszellen und zur Tumorverkleinerung ein. Die Strahlen können von einer Maschine außerhalb des Körpers (externe Strahlentherapie) kommen oder von radioaktiv strahlendem Material (Radioisotope), das durch kleine Plastikröhrchen in den Bereich eingeführt wird (innere Bestrahlungstherapie), in dem Krebszellen gefunden wurden.
Die biologische Therapie versucht, den Körper anzuregen, selbst gegen den Krebs zu kämpfen. Sie nutzt Material, das der eigene Körper herstellt oder das in einem Labor hergestellt wurde, um die natürliche eigene Körperabwehr anzuregen, zu lenken oder wiederaufzubauen. Biologische Therapie wird manchmal auch als Veränderung des biologischen Antwortverhaltens (englisch BRM) oder Immuntherapie bezeichnet. Klinische Studien werden durchgeführt, um wirksamere biologische Therapien zu finden.

Eine Operation ist zur Zeit die einzige Standardtherapie beim Melanom.

--------------------------------------------------------------------------------

STADIUM 0 MELANOM
Ihre Behandlung könnte die folgende sein:

1. Eine kleine Operation um den Tumor mit umgebenden Gewebe zu entfernen.



--------------------------------------------------------------------------------

STADIUM I MELANOM
Die Behandlung kann eine der folgenden sein:

1. Operation um den Tumor komplett zu entfernen plus eine Sicherheitszone von 2 Zentimeter den Tumor umgebendes Gewebe.



--------------------------------------------------------------------------------

STADIUM II MELANOM
Die Behandlung kann eine der folgenden sein:

1. Chirurgische Exzision des Tumors plus 3 cm des umgebenden Gewebes, wenn möglich. Eventuell Hauttransplantation zur Wundabdeckung. Die regionalen Lymphknoten werden unter Umständen auch entfernt.
2. Klinische Studie zur chirurgischen Exzision plus 3 cm des umgebenden Gewebes gefolgt von einer biologischen Therapie.
3. Klinische Studie zur chirurgischen Exzision mit Entfernung der regionalen Lymphknoten, gefolgt von einer Chemotherapie, einer Biologischen Therapie oder einer Immuntherapie.



--------------------------------------------------------------------------------

STADIUM III MELANOM
Die Behandlung kann eine der folgenden sein:

1. Chirurgische Exzision des Tumors plus 3 cm des umgebenden Gewebes, wenn möglich. Eventuell Hauttransplantation zur Wundabdeckung. Die regionalen Lymphknoten werden unter Umständen auch entfernt.
2. Klinische Studie zur chirurgischen Exzision plus 3 cm des umgebenden Gewebes gefolgt von einer biologischen Therapie.
3. Klinische Studie zur chirurgischen Exzision mit Entfernung der regionalen Lymphknoten, gefolgt von einer Chemotherapie, einer Biologischen Therapie oder einer Immuntherapie.



--------------------------------------------------------------------------------

STADIUM IV MELANOM
Die Behandlung kann eine der folgenden sein:

1. Operation, um vom Tumor befallene Lymphknoten oder Tumore zu entfernen, die sich durch Ausbreitung (Metastasierung) auf andere Körperbereiche gebildet haben.
2. Strahlentherapie zur Linderung von Beschwerden.
3. Klinische Studie zur systemischen Chemotherapie und/oder biologischen Therapie.
4. Teilnahme an einer klinischen Studie mit Bestrahlung zur Linderung von Beschwerden.
5. Teilnahme an einer klinischen Studie zur Operation um den Tumor komplett zu entfernen.



--------------------------------------------------------------------------------

REZIDIVIERENDES MELANOM
Ihre Behandlung hängt von vielen Faktoren ab, z.B. der bisher erhaltenen Behandlung und dem Ort, an dem der Tumor wieder aufgetreten ist. Die Behandlung kann eine der folgenden sein: 1. Operation, um den Tumor zu entfernen.
2. Strahlentherapie zur Linderung von Beschwerden.
3. Klinische Studie zur biologischen Therapie oder Chemotherapie, zur Linderung von Beschwerden.
4. Biologische Therapie zur zur Linderung von Beschwerden.
5. Chemotherapie mit Erwärmung des betroffene Areals (heated chemotherapy), wobei das Medikament direkt in den Tumor gespritzt wird.



--------------------------------------------------------------------------------

Fachbegriffe:

Melanom
Benigne oder maligne Pigmentgeschwulst, die durch die Wucherung von Melanozyten hervorgerufen wird

maligne, Malignität
schädlich, gefährlich, bösartig
Verwendung im medizinischen Sprachgebrauch zur Benennung eines bösartigen Krankheitsverlaufes und inbesondere zur Bezeichnung bösartiger Geschwülste.
(Gegensatz: benigne)
.....nur eine langweilige Frau hat einen perfekten Haushalt .....
Gruß Irene/ Eline
Bild http://www.knabstrupper-af-hyldgard.de.tl


__________________________________________________________________________
Die von mir und anderen Usern eingestellten Erfahrungen u. Berichte ersetzen keinen Tierarzt.
Ich übernehme keine Haftung für die Folgen von Selbstversuchen, garantiere nicht für die
Richtigkeit der Inhalte dieser Seite und gebe keine Heilungsversprechen.
Sprecht bitte immer vorher mit eurem Tierarzt.
Was bei dem einem Pferd hilft, muß einem anderen noch lange nicht wirken.
Benutzeravatar
Eline
Admine
 
Beiträge: 6100
Registriert: 01.2008
Wohnort: Mittelfranken
Geschlecht:

Beitrag#2von Eline » 14. Feb 2008 22:03

Hier noch weitere Erklärungen zum Melanom:


Equines Melanom

Melanome stellen eine oft anzutreffenden Erkrankung dar. Es handelt sich um Tumore der Melonozyten. Diese Zellen bilden das Melatonin, ein dunkel färbendes Hautpigment. Wie andere Zellen auch, teilen sich die Melanozyten im Normalfall regelmäßig und geordnet. Zeigen sich die Melanome, so ist diese Ordnung aus dem Ruder gelaufen, die Melanozyten teilen sich ungeordnet in verkürzten Zeitabständen.

Warum es zu diesem erhöhten Wachstum kommt, ist unklar. Gesichert ist zur Zeit, dass Melanome vererbt werden. Betroffen sind alle Rassen, wobei jedoch der mit Abstand größte Anteil (>98%) von Schimmeln gestellt wird. Man vermutet daher, dass die Vererbung der Melanome mit dem Gen der Schimmelfarbe indirekt zusammenhängt, aber dieses Gen nicht als eigentlicher Auslöser in Betracht kommt. Allerdings treten bei Schimmeln wesentlich seltener die bösartigen Formen des Melanoms auf, bei farbigen Pferden sind diese Tumore meist von Beginn an bösartig, diese Form wird als aggressiver eingestuft.

Melanome treten als dunkle (dunkelgraue, schwarz-braune, schwarze) Knoten unter der Haut auf. Im Gegensatz zu anderen Tumoren brechen Melanome nicht durch die Haut, dies unterscheidet sie beispielsweise vom equinen Sarkoid. Die Größe der Melanome schwankt stark, normal sind Durchmesser von etwas über zwei Zentimer, aber auch 20cm kommen vor. Die Tumore treten bevorzugt unterhalb der Schweifrübe und radial um den Anus auf. Daneben lassen sie sich oft in der Vagina und am Penis finden, stellenweise an unpigmen-tiereten Bereichen am Kopf, auch an den Lippen oder rund um die Augen, in seltenen Fällen treten sie auch im Augeninneren auf.

Entsprechend der Größe variiert bei den Melanome auch die Häufigkeit ihres Auftretens: Mitunter sind Pferde in fortgeschrittenen Stadien geradezu übersät mit diesen Tumoren, es kann auch vorkommen, dass sich nur sehr vereinzelt Melanome am Pferdekörper finden lassen. Das Risiko, dass sich Melanome bilden, steigt mit dem Alter der Tiere. Die meisten Melanome wirken nur optisch störend und verursachen dem betroffenen Pferd praktisch keine Beschwerden. Die Gefahr liegt in Bildung von Tochtergeschwulsten (Metastasen) im Körperinneren.

Diese Metastasen können auch von einem einzigen Melanom ausgehen und den gesamten Körper durchziehen. Auch gutartige Melanome, die sich über viele Jahre hinweg nicht verändert haben, können plötzlich entarten. Die Ursache für dieses Verhalten wird fast durchweg auf Reizungen des Melanoms zurückgeführt. Es wird hier vor allem von mechanischen Reizungen ausgegangen, wie beispielsweise bei Melanomen in der Sattel- und Gurtlage oder Zaumzeug, welches auf Tumore am Kopf einwirkt.

Neben diesen Reizungen können auch andere Einflüße wie z.B. eine schlechte Wundheilung oder Infektionserkrankungen zur Bildung von Metastasen führen. Die Melanome bilden anders als andere Tumore ihre Metastasen nicht über die Blutbahnen sondern verbreiten sich über die Lymphgefäße.

Entlang der Lymphbahnen bilden sich bei entarteten Melanomen neue Metastasen, von denen ausgehend die Krebszellen in die Organe gelangen. Die Tochtergeschwulste zeigen sich größer als der ursprüngliche Tumor.

Allgemein führen Melanome nicht zum Tod des betroffenen Pferdes. Viele Tiere können über Jahre hinweg mit diesen Tumoren und auch den Metastasen leben. Melanome verursachen praktisch keine Beschwerden, es kann jedoch zu Komplikationen kommen, wenn z.B. die Ohrspeichel- oder Unterkieferdrüse betroffen sind: Hier können die Metastasen den Schluckreflex bzw. die Atmung behindern.

Nicht jedes Melanom mus behandelt werden, als Behandlung kommt eigentlich nur die operative Entfernung in Betracht. Hier sind Grenzen gesetzt: Aussicht auf Erfolg besteht nur bei einzelnen, sich klar abgrenzenden Melanomen, die noch nicht verwachsen sind oder bereits Metastasen gebildet haben.

Wichtig ist auch, an welcher Stelle sich die zu entfernenden Melanome befinden. So ist z.B. das Gewebe rund um die Afterregion sehr stark gespannt, es läßt sich nach der OP nur schwer vernähen und schlecht sauber halten. Ein Medikament aus der Humanmedizin findet seit einiger Zeit ebenfalls Anwendung. Cimetidin kann gegen Melanome helfen, allerdings ist ein Therapieerfolg nicht garantiert und das Medikament ist extrem kostenintensiv.

Homöopathische Therapie kann helfen, das Tumorwachstum durch Stärkung des Immunsystems und Anregung des Stoffwechsels zu verringern, die Melanome bilden sich eventuell etwas zurück, verschwinden jedoch nicht vollständig.


Melanome bei Lipizzanern

Das equine Melanom tritt fast ausnahmslos bei Schimmeln auf, die älter als fünf Jahre sind.

Es wird anhand histologischer Untersuchungen in gutartige (benigne) und bösartige (maligne) Erscheinungsformen unterteilt. Eine genauere Klassifikation wäre jedoch wünschenswert.

Ziel der vorliegenden Untersuchung war es daher, weitere Kenntnisse über das Auftreten von Melanomen beim Pferd zu gewinnen und den Einfluss der Vererbung auf ihre Entwicklung abzuschätzen. So sind Melanome vor allem bei Lipizzanern und Camargue- Pferden beschrieben, beides Pferderassen, die seit langem in relativ geschlossenen Zuchtlinien existieren.

Zu diesem Zweck wurde an 296 Lipizzaner Schimmeln eine klinische Studie durchgeführt. Die Tiere wurden hinsichtlich des Stadiums der Erkrankung einem Schema von 0 bis 5 zugeordnet. Dabei bedeutete:

0: kein Melanom

1: Frühstadium; plaque-förmig oder ein Knoten < 0,5cm im Durchmesser

2: mehrere kleine oder ein großer Knoten ca. 2 cm Durchmesser

3: ein oder mehrere Knoten > 5 cm Durchmesser

4: großflächige Melanome mit Zeichen von Nekrose, Ulzeration, Metastasierung

5: Exophytisches Wachstum, Ulzeration, Metastase, paraneoplastisches Syndrom (Kachexie, Fieber, Stoffwechselstörungen).

Die Heritabilität konnte auf der Basis dieser 296 Tiere und ihres über 32 Generationen zurückreichenden Stammbaumes geschätzt werden. Von den 296 Pferden waren bei 148 Tieren (50%) dermale Melanome vorhanden. 68 dieser Pferde waren älter als fünfzehn Jahre. Von diesen wiesen 51 Melanome auf. Bei 75,6% der Patienten lagen die Melanome im Bereich unterhalb der Schwanzwurzel. Obwohl Melanome bis zum Grad 4 innerhalb der Studie vorkamen, litt keines der betroffenen Pferde unter diesen Veränderungen oder war in seiner Nutzung eingeschränkt. Statistische Untersuchungen zeigten signifikante Einflüsse von Herkunft und Alter bei 28% Variabilität.

Im Gegensatz zu Melanomen bei Nicht- Schimmeln, die durch frühe Metastasierung charakterisiert sind, zeigen die Melanome bei Schimmeln eine geringere Metastasierungsrate (Malignität). Betroffene Tiere hatten häufig gut abgekapselte Knoten oder Strukturen, die mit humanen Naevi vergleichbar waren. Möglicherweise ist bei Schimmeln ein spezifischer genetischer Faktor für die geringe Metastasierungsrate verantwortlich.

Obwohl die ermittelte Heritabilität von 0,36 bei einem Standardfehler von 0,11 einen starken genetischen Einfluss auf die Entwicklung der Melanome bei älteren Schimmeln vermuten lässt, könnte auch eine direkte Beeinflussung der Erbsubstanz die Ursache für dieses Ergebnis darstellen. Aus diesem Grunde sind weitere Forschungen zur Entwicklung des Melanoms bei alternden Schimmeln notwendig.
.....nur eine langweilige Frau hat einen perfekten Haushalt .....
Gruß Irene/ Eline
Bild http://www.knabstrupper-af-hyldgard.de.tl


__________________________________________________________________________
Die von mir und anderen Usern eingestellten Erfahrungen u. Berichte ersetzen keinen Tierarzt.
Ich übernehme keine Haftung für die Folgen von Selbstversuchen, garantiere nicht für die
Richtigkeit der Inhalte dieser Seite und gebe keine Heilungsversprechen.
Sprecht bitte immer vorher mit eurem Tierarzt.
Was bei dem einem Pferd hilft, muß einem anderen noch lange nicht wirken.
Benutzeravatar
Eline
Admine
 
Beiträge: 6100
Registriert: 01.2008
Wohnort: Mittelfranken
Geschlecht:


Zurück zu "Infos, Erklärungen, Dissertationen, Fachwissen"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron