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Plattenepithelkarzinom Penis - Informationen


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Plattenepithelkarzinom Penis - Informationen

Beitrag#1von LaBuscadora » 14. Mai 2010 20:45

Ich stelle hier einige Informationen zum PEK am Penis zusammen, die ich bei meiner Recherche gefunden habe.

Aus
Neoplasien von Penis und Präputium beim Pferd", Pferdespiegel 2009 ;4;147-154
siehe http://equinessarkoid.plusboard.de/tierklinik-hochmoor-infosbildbericht-pekpenisteilamputatin-t2091.html

PEK's sind typische Tumore des alten Pferdes.
Die genauen Entstehungsgründe sind unbekannt,
mögliche Ursachen:
- vermehrte Smegmaretention beim alten Wallach
- Entzündungen
- traumatische Läsionen
- Equine Papillomavirus soll an der Entstehung beteiligt sein
--> Scase Scase T. Papillomviruses and squamous cell carcinoma. 46th BEVA-. Congress 2007
"Scase has identified a novel papillomavirus, EcPV-2,
associated with a range of benign and malignant genital tumours of horses.
The complete viral genome of EcPV-2 has been characterized and viral genomic DNA found by
in situ hybridisation within neoplastic epithelial cells."

Entstehung bevorzugt an unpigmentierter Penisschleimheit (Brinsko 1998)



Aus dem Humanbereich zum Thema Peniskarzinom
http://deposit.d-nb.de/cgi-bin/dokserv?idn=989200582&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=989200582.pdf
"Immunhistochemische Lokalisation der Annexine I, II, und IV im menschlichen Peniskarzinom"

Ursachen:
-- Fimose (Vorhautverengung)
-- Smegmaretention
-- Ballanitis (Hautentzündung der Eichel)

Auch beim Menschen wurde ein Zusammenhang von Peniskarzinom und humanen Papillomaviren festgestellt.


Histologische Unterteilung des Peniskarzinoms nach Cubilla
Plattenepithelkarzinome des Penis
- keratinisierter Typ
- basaloider Typ
- verruköser Typ
- kondylomatöser Typ
- sarkomatoider Typ
- adenosquamöser Typ

Behandlung:
Peniskarzinome sind nur wenig radiosensibel -> Bestrahlung mit hohen Dosen, Nebenwirkungen !


Aus Handbuch Pferdepraxis, S.565 ff

http://books.google.de/books?id=iC8FBhZkCn0C&printsec=frontcover&dq=Handbuch+Pferdepraxis&cd=1#v=onepage&q&f=false

28.4. Erkrankungen des Penis
28.4.2 Tumore und Missbildungen

Tumore sind meistens im Bereich der Glans Penis, seltener am Schwellkörper lokalisiert.
Es kommen Papillome, Sarkodie, Plattenepitelkarzinome, Mastozyome und Hämangiome vor.
Am häufigstens treten bei älteren Pferden PEKs auf.
Prädisponierende Faktoren sind:
- unpigmentierte Genitalien (Häufung bei den Rassen Appaloosa und American Paint Horse
- stärkere Smegmabildung bei älteren Pferden

Symptome

Papillome haben eine runde oder ovale Form, treten of breitflächig auf, können aber auch gestielt sein.
Ihr Oberfläche ist glatt oder wenig zerklüftet; sie können nur an der Glans Penis lokalisiert sein, oder auch den
Peniskörper mit bedecken. Sie neigen zur Blutung.

PEKs findet man vorwiegend bei älteren Pferden an der Glans Penis, am Peniskörper und am viszeralen und
parrietalen Vorhautblatt. Sie können eine beträchtliche Größe erreichen.
Karzinome haben ein blumenkohlartiges Aussehen, zeigen geschwürartigen Zerfall, neigen zur Blutung und sind
von einem übelriechendem, käsigen Sekret bedeckt.
Dysurie (=unangenehme, erschwerte oder schmerzhafte Blasenentleerung) kann vorhanden sein.
PEK's am Penis zeigen gegenüber anderen malignen Tumoren ein relative langsames Wachstrum

Prognose
Sie ist bei malignen Tumoren zweifelhaft bis schlecht, bei Papillomen wegen der Rezidivgefahr zweifelhalt.
Bei Karzinomen sind in den äußeren Leistenlymphknoten u.U. Metastasen vorhanden.

Therapie
Als konservative Behandlungsmethode kommt die Kryochirurgie oder die Hyperthermie in Frage.
Bei kleinen Tumoren kann eine Exzision durchgeführt werden. Bei größeren Tumoren muss die Phallektomie oder auch
die Blockresektion mit Urethrostomie (zur Harnableitung) vorgenommen werden.
Eine zusätzliche Chemotherapie ist zu empfehlen.


Bild-Text-Atlas zur Anatomie und Klinik des Pferdes S.55 ff
http://books.google.de/books?id=HlFFeXXIZ2oC&printsec=frontcover&dq=Bild-Text-Atlas+zur+Anatomie+und+Klinik+des+Pferdes&cd=1#v=onepage&q&f=false
Klinisches Bild
Im Frühstadium sehen PEK's wie kleine Hornplaques auf den Genitalien aus. Sie entwickeln sich durch invasives papilliäres Wachstum weiter
und bekommen ein blumenkohlartige Aussehen. Die Karzinome wachsen in der Regel sehr langsam und bleiben in ihrer Entwicklung
lange auf eine Lokalisation beschränkt.
Tochtergeschwülste können in den oberflächlichen und tiefen Leistenlymphknoten auftreten, sehr selten auch in der Leber oder der Lunge.

Diagnose
Die Diagnose PEK kann nur nach der feingeweblichen Untersuchung einer Gewebeprobe gestellt werden.
Sekundär können Läsionen mit Habronemalarven infiziert sein, weshalb man darauf achten muss, dass die primäre PEK nicht übersehen weitrd.

(-> Habronematose siehe S.55, Ektoparasit, Befall mit Helmintenlarven)

Behandlung
Zur Behandlung stehen die Kryochirugie, Thermotherapie, chirurgischen Entfernungen und die Penisamputation zur Verfügung.
Wenn sich das Karzinom noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet und die Diagnose sicher ist,
kann eine Kryotherapie mit flüssigem Stickstoff manchmal erfolgreich sein. ...
Eine Penisamputation ist die letzte Möglichkeit, bei denen die Karzinome so groß oder so zahlreich sind,
dass eine andere der aufgezählten Behandlungsmöglichkeiten nicht mehr infrage kommt.
Es ist die einzig möglich lebensrettende Operation ....
Bevor man sich für einen solchen schwerwiegenden Eingriff entscheidet, sollte man abwägen, ob er mit der Lebensqualität des
Pferdes vereinbar ist und ...



Aus Reproduktionsmedizin beim Pferd, S. 289
http://books.google.de/books?id=MPUHjIYH7zAC&pg=PP1&dq=Reproduktionsmedizin+beim+Pferd&cd=1#v=onepage&q&f=false

15.2.5.3 Neoplasien des Penis

Behandlung PEK
- Im Anfangsstadium Kryochirurgie (Behandlung mit flüssigem Stickstoff)
- alternativ lokale Behandlung mit 5-Fluorouracil (Verrumal) über mehrere Wochen,
gute Behandlungserfolge, wenn die lokale Applikation nicht häufiger als in zweiwöchigem Abständen erfolgt
(5-Fluorouracil ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der Zytostatika, das vor allem zur Chemotherapie von malignen Tumoren eingesetzt wird)



Zu den Ursachen

Meine Gedanken, Recherche folgt:

Besonders interessant scheinen hier folgende Ansätze zu sein:
- EcPV-2: Papillomavirus -> ein onkogenes Virus ähnlich zum humanen HPV, der Gebärmutterhalskrebs versacht ?
- Karzinogene Wirkung des Smegmas http://www.male-initiation.net/library/medicus/schoeberlein_de.html
Interessant sind die Beobachtungen bei Pferden, bei denen auf Grund einer besonders faltenreichen Vorhaut Smegma in
großen Mengen gefunden wird und das Peniskarzinom mit 23% aller Krebserkrankungen dieser Tierart besonders häufig
auftritt. Wallache, bei denen durch fehlende Erektion das Smegma nicht entleert wird,
erkranken zehnmal häufiger an einem Peniskarzinom als Hengste


Es scheint auch einen Zusammenhang vermehrte Smegma-Produktion - Eiweissüberschuss (-> Rehe, EMS) zu geben.


Abgrenzung zu anderen Erkrankungen des Penis
- Papillom
- Balanoposthitis (=Entzündung der Eichel und Vorhaut)
-> EHV-3 Infektion (equines Herpesvirus) -> Coitalexanthem (=Bläschenausschlag)
-> Kutante Habronematose, granulomatöse Hautveränderung,
(Befall durch Helminthenlarven), Behandlung mit Ivermectin

Papillom und Balanoposthitis können anscheinend auch "Vorstufen" zum PEK des Penis sein.

LG Kerstin
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LaBuscadora
 

EcPv-2 DNA in equine squamous cell carcinomas and mucosa

Beitrag#2von LaBuscadora » 18. Mai 2010 12:01

Zum Zusammenhang von einer Infektion mit dem equiden Papillomavirus Typ2 (EcPV-2) und der Entstehung von Platteneptihelkarzinomen (squamous cell carcinom, SCC).

Interessant auch, dass EcPV-2 auch bei gesunden Pferden nachgewiesen worden ist.



25TH INTERNATIONAL
PAPILLOMAVIRUS CONFERENCE
CLINICAL & EDUCATIONAL WORKSHOP
May 8 - 14 2009
Malmö, Sweden

http://www.hpv2009.org/Abstractbok_hela%20webb%20low%5B1%5D.pdf

ECPV-2 DNA IN EQUINE SQUAMOUS CELL CARCINOMAS AND NORMAL MUCOSA

E Vanderstraeten, Ghent University, Faculty of Veterinary Medicine, Department of Surgery and Anaesthesiology of
domestic animals, Merelbeke, Belgium
L Bogaert, Ghent University, Faculty of Veterinary Medicine, Department of Surgery and Anaesthesiology of domestic
animals, Merelbeke, Belgium
J Van Doorsselaere, KATHO Catholic University College of South-West Flanders, Department of Health Care and
Biotechnology, Roeselare, Belgium
A Martens, Ghent University, Faculty of Veterinary Medicine, Department of Surgery and Anaesthesiology of domestic
animals, Merelbeke, Belgium

BACKGROUND: Squamous cell carcinoma (SCC) represents the most common malignant tumour of the eye and the
external genitals in horses. Comparable to humans, papillomaviruses have been proposed as aetiological agents of cancer
in horses and recently, a novel equine papillomavirus (EcPV-2) has been identified in equine genital SCCs
. However, it was
not demonstrated in ocular SCCs yet.

OBJECTIVES: The first goal of this study was to determine the prevalence of EcPV-2 DNA in equine genital and ocular SCCs, genital papillomas and penile intraepithelial neoplasia (PIN) lesions.
The second goal was to investigate the possibility of latent EcPV-2 infection in the genital and ocular mucosa of healthy horses.

METHODS: DNA was isolated from 45 tissue samples from genital and ocular SCCs, genital papillomas and PIN lesions and subsequently PCR with EcPV-2 specific primers was performed. For determination of EcPV-2 latency, DNA isolation and EcPV-2 PCR were performed on 131 swabs obtained from unaffected mucosa of the eye and penis or vulvovaginal region and cervix from 57 healthy horses.

RESULTS: EcPV-2 DNA was detected in
all genital SCCs (17/17),
genital papillomas (8/8) and
PIN lesions (11/11) and in
22% of ocular SCCs (2/9).

EcPV-2 DNA was confirmed by sequencing of the PCR products of two genital and one ocular SCC.

In healthy horses, EcPV-2 DNA was detected in
30% (17/56) of ocular mucosa swabs,
20% (8/40) of penile swabs,
30% (5/17) of vulvovaginal swabs and
18% (3/17) of cervical swabs.

CONCLUSIONS: This study confirms the presence of EcPV-2 DNA in equine genital SCCs and is the first to demonstrate its involvement in other genital lesions and in ocular SCCs. Moreover, we demonstrated latent EcPV-2 infections in normal genital (including cervical) and ocular equine mucosa.

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