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Vergleich von p.o u. i.t v. Cisplatin z. Behandlung v.ES+PEK


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Vergleich von p.o u. i.t v. Cisplatin z. Behandlung v.ES+PEK

Beitrag#1von Eline » 11. Mai 2008 23:19

Vergleich von perioperativer und postoperativer intratumoraler Applikation von Cisplatin zur Behandlung von kutanen Sarkoiden und Plattenepithelkarzinomen beim Pferd
[01.10.2000]

:arrow: http://www.vetline.de/dpt/zeitungen.htm ... EITUNG=DpT

Die Wirksamkeit der intratumoralen Applikation von Cisplatin in einer öligen Emulsion gegen Hauttumore beim Pferd ist an verschiedenen Stellen beschrieben worden. Die intratumorale Chemotherapie mit Cisplatin (ITC) wird bei kleinen Tumoren allein, bei größeren in Kombination mit der chirurgischen Exzision eingesetzt. Über den optimalen Zeitpunkt für die Behandlung des Resttumors bei einer unvollständigen Resektion besteht bisher keine Klarheit. In der klinischen Praxis wird mit der ITC oft erst zwei bis drei Wochen nach der Tumoroperation begonnen, um möglichen Wundheilungsstörungen vorzubeugen. Es gibt aber auch gute Gründe, unmittelbar postoperativ mit der intratumoralen Chemotherapie zu beginnen. Direkt nach der Operation ist der Wachstumsreiz für übrig gebliebene Tumorzellen am größten. Demzufolge könnte in dem Zeitraum zwischen Operation und ITC neues Tumorwachstum die Vorteile der chirurgischen Tumorverkleinerung zunichte machen und den Erfolg der ITC mindern. Direkt nach der Operation werden die residualen Tumorzellen zur Proliferation stimuliert und sind in diesem Zustand besonders anfällig für die Wirkung von Cisplatin und anderen Chemotherapeutika. Das Ziel der vorliegenden Studie war, den Einfluss des Intervalls zwischen Operation und ITC auf den Erfolg der lokalen Behandlung von Hauttumoren bei Pferden zu ermitteln. Bei 70 Pferden mit 89 Tumoren (Equine Sarkoide und Plattenepithelkarzinome) wurden subtotale Tumorresektionen durchgeführt. Alle Wunden wurden mit dem Ziel der Primärheilung verschlossen. Cisplatin wurde viermal im Abstand von zwei Wochen injiziert. Bei 41 Pferden erfolgte die erste Cisplatinbehandlung zum Zeitpunkt der Operation in Narkose. Bei den anderen nach Abheilung der Operationswunde unter Sedation (im Mittel nach 28 Tagen). Der Beobachtungszeitraum betrug vier Jahre. Die Untersuchung zeigte, dass die Kombination von chirurgischer Intervention und ITC sicher und wirksam ist und die Größe des Tumors Einfluss auf den Erfolg der ITC hat. Des Weiteren wird die Prognose durch die Länge der Operationsnarbe beeinflusst. Zwischen den beiden Behandlungsgruppen gab es keinen signifikanten Unterschied des Behandlungserfolges. Die Erfolgsquote betrug 90 Prozent bei den perioperativ injizierten Tumoren und 83 Prozent bei den zu einem späteren Zeitpunkt behandelten. Die Art des Tumors hatte keinen Einfluss auf den Therapieerfolg. Im Gegensatz dazu sind ohne einen chirurgischen Eingriff die Erfolge der ITC bei Sarkoiden besser als bei Plattenepithelkarzinomen. Die proliferative Aktivität der Tumorzellen stellt einen wichtigen prognostischen Faktor dar. In dem vierjährigen Zeitraum dieser Untersuchung lag die Erfolgsquote bei Tumoren mit einem hohen Proliferationsindex bei 100 Prozent, vorausgesetzt, die Pferde wurden perioperativ mit Cisplatin behandelt. Ein längeres Intervall (im Mittel 24 Tage) zwischen Operation und ITC verringerte die Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung stark proliferierender Tumore erheblich. Bei Tumoren mit niedrigem Proliferationsindex spielte der Abstand zwischen Operation und ITC keine Rolle, aber der Behandlungserfolg war insgesamt schlechter. Ein mangelnder Behandlungserfolg war in erster Linie durch eine erneute Vermehrung residualer Tumorzellen gekennzeichnet. Da die Wirksamkeit der ITC in erster Linie von der Konzentration des Chemotherapeutikums in den Tumorzellen abhängt, deuten Rezidive im Bereich der Narbe darauf hin, dass Cisplatin nicht ausreichend in die Ränder des Tumorgewebes diffundieren konnte. Der behandelte Bereich muss daher immer den sichtbaren Tumorrest und die Ränder normal erscheinenden Gewebes einschließen. Ein Medikamentenverlust durch Blutungen oder über die Naht sollte einkalkuliert werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass die Zeitverzögerung zwischen Operation und Chemotherapie von Nachteil sein kann. Durch die Entfernung des Primärtumors wird die Wachstumskinetik der residualen Tumorzellen verändert. Die mittlere Zeitdauer bis zum Auftreten von Rezidiven war in der später behandelten Gruppe signifikant kürzer als bei den perioperativ behandelten Tieren. Bei Tumoren mit niedrigem Proliferationsindex machte es keinen Unterschied, ob die Behandlung perioperativ oder später postoperativ er-olgte. Tumoren mit hohem Proliferationsindex hingegen hatten bei perioperativ erfolgter Chemotherapie eine signifikant bessere Prognose. In Übereinstimmung mit einer anderen Untersuchung wurde die Wundheilung durch Cisplatin nicht beeinflusst. Wenn in der Praxis der Proliferationsindex eines Tumors nicht bestimmt werden kann, ist in jedem Fall die perioperative Chemotherapie vorzuziehen.


Théon, A. P., J. P. Pascoe, L. D. Galuppo, P. E. Fisher, S. M. Griffey und J. E. Madigan: Comparison of perioperative versus postoperative intratumoral administration of cisplatin for treat-ment of cutaneous sarcoids and squamous cell carcinomas in horses. J. Am. Vet. Med. Assoc., 215, 1655?1660 (1999).

Praktischer Tierarzt 82: 10, 844 (2000)
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