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CompX - Behandlungsverlauf u. Schmiertipps


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CompX - Behandlungsverlauf u. Schmiertipps

Beitrag#1von Sahiba » 25. Feb 2013 11:19

Nachdem ich nun einige Erfahrungen mit der CompX gesammelt habe, möchte ich hier mal ein paar allgemeine Infos zusammenfassen und auch auf mögliche Fehler hinweisen.

Zunächst kann man bei einem Melanom davon ausgehen, dass man von außen maximal die Hälfte sieht. Die äußerlich sichtbare "Halbkugel" ist mindestens in derselben Größe (womöglich auch größer) auch unter der Haut zu finden. Ich hab nur ein Foto mit Haaren drüber, aber ihr wisst ja selbst wie Melanome aussehen.

Bild

Mit der CompX kann man das Melanom Schicht für Schicht (bzw. Kruste für Kruste) "abtragen".


Behandlungsverlauf

Phase 1:
Zu Beginn der Behandlung wird das Melanom in der Regel mit jeder sich ablösenden Kruste flacher.

Phase 2:
Im weiteren Verlauf löst sich der "Kern" des Melanoms. Wenn man noch zur rechten Zeit zum Pferd kommt, sieht das z. B. so aus:
Bild
Bild
Dieses linsenförmige Gebilde ist das, was ich mit "Kern" meine. Falls der "Kern" rausgefallen ist, ohne dass man dabei war, findet man ein Loch bzw. einen Krater an der Schmierstelle. Das sieht z. B. so aus.
Bild
Bild

Phase 3:
Das Kraterloch wird immer flacher, ist aber immer noch schwarz.

Phase 4:
Die Haut auf der behandelten Stelle ist rosa, aber es tritt noch Wundsekret aus (gelbe Flüssigkeit, klar bis milchig).
Bild

Phase 5:
Die Haut ist rosa und trocken, das Melanom ist fast weg.
Bild

Phase 6:
Die Haut ist wieder vollständig pigmentiert (=schwarz). Sie fühlt sich glatt und weich an, das Fell wächst wieder nach.


Empfehlung zum Schmieren und Verdünnen

Zu Beginn der Behandlung empfehle ich die CompX die ersten Tage pur, dann 1:1 verdünnt zu schmieren, 1x täglich, so lange bis sich die erste Kruste bildet, dann ist Schmierpause und Warten angesagt, bis sich die Kruste von alleine löst. Verdünnen kann man mit Vaseline, Melkfett o. ä. Ich hab einfach eine Handcreme genommen.

Achtung: Bei Melanomen im Genitalbereich sollte man von Anfang an mit einer Verdünnung von mind 1:2 (1 Teil CompX : 2 Teile Verdünnung) schmieren! Die Haut ist dort empfindlicher als am restlichen Körper und die CompX pur in diesem Fall zu stark. Im Zweifel lieber zunächst stärker verdünnen und bei zu geringerer Wirkung die Konzentration vorsichtig erhöhen.

Ab dem Ablösen der ersten Kruste bis etwa zum Ende von Phase 2 empfehle ich eine Verdünnung von 1:1. Ab Beginn von Phase 3 sollte man 1:2 verdünnen. Ab der ersten Kruste in Phase 4 kann man auf 1:3 verdünnen. Da muss man ein bisschen nach Bauchgefühl gehen.

Zeichen für eine zu starke Konzentration der CompX ist, wenn sich zu viel Eiter unter der Kruste rausdrückt. Sieht z. B. so aus:
Bild

Wenn man das sieht, sollte man etwas mehr verdünnen und dies auf die Kruste schmieren. Dann müsste sich wieder eine ?geschlossene? Kruste bilden, unter der auch kein Eiter mehr rausquillt.


Fehler, die man vermeiden sollte (und die ich natürlich gemacht habe :roll: )

Zu früh mit dem Schmieren aufhören. Solange die offene Stelle noch siffig ist, sollte man unbedingt weiter schmieren, allerdings mit entsprechender Verdünnung.

Zu lange mit der gleichbleibenden Verdünnung schmieren. Dann passiert das, was ich weiter oben schon geschrieben habe, es drückt sich viel Eiter raus und die offene Stelle kommt so auch nicht zur Ruhe.

Ich hab beim ersten Melanom zunächst zu früh aufgehört, um dann Wochen später festzustellen, dass ich doch noch nicht alles erwischt hatte. Also wieder angefangen und leider ins nächste Extrem verfallen und zu lange in gleichbleibender Verdünnung geschmiert. Besser nicht nachmachen! :wink:

Bei den anderen Melanomen lief es dann zum Glück schon besser.



Ich hoffe, dies ist eine Hilfe für alle "Schmieranfänger". Meine Empfehlungen solltet ihr jedoch bitte nicht zu streng befolgen! Das sind nur meine Erfahrungswerte mit meinem Pferd, die euch lediglich einen Anhaltspunkt geben sollen. Es kann durchaus sein, dass eure Pferde etwas anders darauf reagieren und ihr stärker oder auch schwächer verdünnen müsst. Das wichtigste ist, dass ihr eure Pferde und die Melanome gut beobachtet und dann je nach Reaktion entscheidet, wie ihr weitermacht.

Falls noch allgemeine Fragen offen sind, beantworte ich die gerne hier.

Für individuelle Fragen zum einzelnen Pferd empfehle ich jedem ein hier Tagebuch zu führen mit möglichst vielen Fotos, weil man anhand der Fotos am besten raten kann, wie es mit der Behandlung weiter gehen sollte. :wink:

Viel Erfolg beim Schmieren! (Wer dabei weitere Erfahrungen macht, die für die Allgemeinheit interesannt sind, bitte hier posten!)
Zuletzt geändert von Sahiba am 25. Feb 2013 12:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag#2von xsnowx » 25. Feb 2013 11:59

Vielen Dank :) Mir als Neuling hier hilft das sehr.

Was ich hier noch nicht gefunden habe, woraus ist das CompX? Ist das ein rein pflanzliches Mittel oder eine Chemiekeule? Würde doch schon gern wissen, was es ist, bevor ich es auf mein Pony schmiere.
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Beitrag#3von Sahiba » 25. Feb 2013 12:51

Infos zur CompX findest du hier.
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Beitrag#4von doncamillo » 28. Feb 2013 21:31

CompX ist keine Chemiekeule sondern ein pflanzliches Ding sozusagen.

Das System der Bloodrootpasten ist immer das gleiche:
Die Kräuter reagieren mit der anderen Zellstruktur des Tumors und erzeugen durch den veränderten Milchsäuregehalt Wärme, welche wie eine Chemotherapie wirkt. Die Tumorzellen sterben ab und das gesunde Gewebe wird angeregt die toten Zellen abzustoßen.

Unterschiede sind eben ob es überwiegend die rote (xxterra) oder mehr die gelbe (CompX) Blutwurz ist, ist die Rote höher dosiert, wird eine stärkere Entzündung(Wärmentwicklung) hervorgerufen, die Zellen sterben schneller ab, aber es ist eben schmerzhafter.

Die gelbe stoppt die den Tumor umgebende Vergärung, schneidet das Sarkoid von den überlebenswichtigen Nährstoffen ab, hemmt die Durchblutung des Sarkoid, da sie mehr zusammenziehend als entzündlich wirkt. Der Prozess dauert zwar länger ist im Regelfall schmerzfreier, es bleiben keine großen Wunden zurück und die Wundversorgung entfällt. Zudem kann solange behandelt werden, bis alle Tumorreste entfernt sind.

Weiterer Bestandteil der Salben ist meist Zink Salt, dies dient dazu, die Hautschichten aufzuweichen und den Salben ein tiefes Vordringen zu ermöglichen.

Der Rest der diversen Kräuter übernimmt teilweise eine entzündungshemmende eigenschafft, wie z.B.
white williow bark, diese findet dann Verwendung in Salben mit hören Goldenseal Anteil. In Salben mit der roten Blutwurz wäre sie eher hinderlich, da die Entzündung hier ja erwünscht ist. Zudem werden Kräuter eingesetzt, die den Tumor eher herausziehen, die Immunantwort des gesunden Gewebes verstärken u.s.w. was genau welche Pflanze bewirkt und wie die Mischungen sind, bleibt aber das Geheimniss der Hersteller. Zumindest kommt die Wirkung nicht vom Blootroot alleine.

lg doncamillo
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