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Shalom- neues Melanom o. Muskelverspannung? BCG


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Beitrag#106von Shalom » 13. Jan 2011 15:04

Hallo Viko,

gestern war der Tag, an dem Opi die BCG-Vaccine gespritzt worden sind.

Die Melanome, die ihm die größten Schwierigkeiten bereiten, sollten unterspritzt werden.

Leider hat das am Kopf überhaupt nicht geklappt. Opi ist mal wieder sehr heftig geworden. Da werden wir uns etwas überlegen müssen. Das Problem ist, dass das Mittel recht langsam eingespritzt wird. Das dauerte Opi alles zu lange. Er war uns da nicht gnädig gesonnen. Ich hatte es schon befürchtet. Ich habe die TÄin dann gebeten, die Spritzversuche am Kopf zu beenden. Ich will es nicht riskieren, dass irgendjemand verletzt wird. Opi war stinkesauer.

Die TÄin hat dann also die Melanome an der Schulter und dann die riesige Fläche am Hals unterspritzt.

Vorher hat sie ihn vollständig abgefühlt. Er sitzt total voll mit den Dingern. Ich habe mir das also doch nicht eingebildet. Ich habe mir ja schon selbst nicht mehr über den Weg getraut, weil ich meinte, überall Melanome zu fühlen, wo vielleicht gar keine sind.

Wie alles im Leben hat also auch das eine gute und eine schlechte Seite. Ich bin total traurig, dass sich meine Befürchtungen nun doch bewahrheitet haben. Andererseits habe ich mich eben doch nicht getäuscht. Naja, the Show must go on...

Liebe Grüße, Shalom
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Shalom
 

Beitrag#107von Shalom » 19. Jan 2011 19:18

Hallo,

heute vor einer Woche wurden die Melanome das erste Mal mit BCG-Vaccine unterspritzt. Es gibt einige Ergebnisse zu verzeichnen:

Die Melanom-Ansiedlung an der linken Schulter hat sich merklich verkleinert. Zum Zeitpunkt der Unterspritzung war die Ansiedlung wesentlich dicker als der Griff eines normalen Küchenmessers und auch so lang. Mittlerweile ist er auf etwas weniger als die Hälfte in Länge und Dicke "geschrumpft". Die Melanome sind zwischen 2 Fingern wieder greifbar. Das war vor der Unterspritzung nicht möglich.

An der Stelle am Hals hat es leider eine Reaktion auf den Impfstoff gegeben, so dass sich die Stelle ziemlich verdickt hat. Opi ist dort berührungsempfindlich. Die Stelle wird regelmäßig gekühlt. Meine TÄin war etwas irritiert, dass Opi an verschiedenen Körperstellen unterschiedlich auf das Serum reagiert. Zumal die Dosis, die sie in die Schulter gespritzt hat, wesentlich höher war als die, die in den Hals gespritzt wurde.

Opi hat die Behandlung bisher ohne weitere negative Auswirkungen gut verkraftet.

Die Unterspritzungen an der Schulter finden jetzt noch 3 x im Abstand von jeweils 2 Wochen statt. Wobei ich mich mit meiner TÄin dahingehend geeinigt habe, dass wir die Unterspritzungen am Kopf ganz lassen werden und auch die Stelle am Hals nicht noch einmal unterspritzt wird.

Für die Unterspritzungen am Kopf müsste Opi eine Beruhigungsspritze bekommen. Den Streß wollen wir ihm - vor allen Dingen unter Rücksichtnahme auf seinen Herzfehler - nicht antun.

Vorteil der lokalen Unterspritzung ist, dass sich das Serum im gesamten Organismus verteilt und auch an anderen Melanomen, die sich im/am Körper befinden "andocken" und dort wirken kann. Die Wirkung könnte allerdings bei weitem nicht so effektiv wie bei einer direkten lokalen Unterspritzung sein.

Ich hätte nicht gedacht, dass sich so schnell eine Verkleinerung der Melanome zeigt. Das hat mich sehr gefreut. Ich werde auf jeden Fall weiter berichten.

Liebe Grüße, Shalom
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Beitrag#108von VikoGeronimo » 24. Jan 2011 21:20

Liebe Shalom,

ich war länger nicht hier und lese mit Freude, dass diese Spritzen tatsächlich etwas bewirken.

Ich bin sehr gespannt auf Deine Meinung nach Beendigung der Therapie.

Bei uns ist auch soweit alles okay.

Liebe Grüße
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VikoGeronimo
 

Beitrag#109von Shalom » 17. Feb 2011 14:41

Hallo,

die Behandlung mit den BCG-Vaccinen musste abgebrochen werden.

Gestern war die zweite Unterspritzung, heute hatte mein Opi einen allergischen Schock.

Ich stehe immer noch neben mir und mache mir totale Vorwürfe.

Shalom
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Beitrag#110von Eline » 17. Feb 2011 18:37

:-? und wie gehst ihm?

BCG ist nicht ohne, mein TA wollte es damals nicht machen, der meinte nur in der Klinik ....

drück mal die Daumen, aber tröste dich, dass kommt echt selten vor, da kannst du jetzt auch nichts dafür, man muß halt testen, hätte ja jetzt auch super klappen können.
.....nur eine langweilige Frau hat einen perfekten Haushalt .....
Gruß Irene/ Eline
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Beitrag#111von Shalom » 18. Feb 2011 07:53

Hallo Eline,

dass das sehr selten vorkommt, hat meine TÄin mir ja auch gesagt. Das maht die Sache für mich nicht besser. Trotzdem hätte ich es in Erwägung ziehen müssen. Das habe ich nicht getan. Ich hätte mein Pferd fast umgebracht.

Ich mag momentan gar nicht drüber schreiben. Vielleicht hole ich das nach. Gestern Abend ging es ihm den Umständen entsprechend gut. Fahre gleich hin. Ich hoffe, er frisst und es geht ihm so gut, dass er dann auch auf die Weide kann. Das Eingesperrtsein bekommt ihm nicht.

Gruß, Shalom
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Beitrag#112von yachia » 18. Feb 2011 22:39

Hallo Shalom,

tut mir leid, dies zu lesen.
... mache mir totale Vorwürfe ...

Das musst und darst Du nicht! Du wolltest Deinem Opi etwas Gutes tun! Mache Dir bitte deswegen keine Vorwürfe!

Ich drücke Dir und vor allem Deinem Opi ganz kräftig die Daumen,
yachia
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Beitrag#113von Shalom » 21. Mär 2011 20:00

Hallo,

wollte nur kurz berichten, wie es meinem Opi jetzt geht.

Er hat sich von dem Allergieschock gut erholt und wird auch keine Folge- und Spätschäden zurückbehalten.

Die Melanome haben sich in der Zwischenzeit insgesamt etwas verkleinert.

Allerdings scheint sich an der linken Schulter im unteren Bereich wieder etwas zu tun. Ich denke, die Melanome nehmen an Wachstum wieder etwas zu. Opi fängt wieder an, sich dort zu scheuern. Allerdings bei weitem nicht in dem Maße, in dem er es sonst getan hat.

Ansonsten sind der Kopf und die Schweifrübe (die immer sehr schlimm aussah) bis jetzt verschont geblieben.

Liebe Grüße, Shalom
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Beitrag#114von delba » 22. Mär 2011 15:58

Huhu,

*freu**freu**freu* viele Grüße an den Opi auch von meinen Ur-Opapferd,
auf das die Melanome immer kleiner werden und ihn nicht stören.

LG Biggi /delba
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Beitrag#115von Heckel » 23. Mär 2011 08:44

Hallo, habe wie betäubt die Berichte gelesen von Dir Shalom naja und weiss jetzt was mir bevor steht. Meine Stute die wie dein Opi aussieht ist erst 13. Gestern habe ich in der ganzen Welt rumtelefonniert und das Internet durchwühlt. Ergebnis. Bei Cimetidin800 wurden Erfolge nur bedingt bestätigt. Bei Stuten soll Schwangerschaft zur Stoppung bzw. manchmal sogar Rückbildung führen. Über eine Hormontherapie bei Wallachen habe ich nichts gefunden. Ich weiss aber dass bei Prostatakrebs bei Menschen Testosteronkuren auch zu positiven Ergebnissen führen, Nebenwirkungen allerdings Depressionen Müdigkeit, ähnlich wie bei den Wechseljahen der Frau. Telefonnummer Tierklinik Wien 00431250771399 die Beschäftigen sich auch mit dem Thema wegen der Libizzaner die auch Probleme mit Melanomen haben. Meine Stute wird jetzt für den Rest ihres Lebens in einen Schwangerschaftszustand versetzt durch Hormone. Hinzu kmmt dann noch Ingwer der wie hier auch geschrieben aus Afrika am Besten sein soll.
So ich kopier es jetzt einfach mal hier rein:
INGWER ALS PFERDEARZNEI:

EIN ALTES GEWÜRZ ZEIGT AM

PFERD EINE NEUE WIRKUNG

Autor: Dr. rer. nat. Stefan Brosig (Physikalischer Chemiker)

Ein Gewürz in der Pferdefütterung? Manch einer mag da mit dem Kopf schütteln. Dennoch gibt es gute Gründe, sich an den Gedanken zu gewöhnen. Die Fakten sprechen für sich. Zwar sind in der Pferdeheilkunde in den letzten 50 Jahren große Fortschritte erzielt worden, und es ist heute möglich, Verletzungen zu behandeln, die früher einem Todesurteil gleichgekommen wären. Dennoch weist aber die ärztliche Heilkunst noch einige sehr deutliche Schwachstellen auf, die die Pharmaindustrie bis zum heutigen Tage nicht zu beseitigen vermochte. Eine dieser Schwachstellen ist die Bekämpfung von Schmerzen und Entzündungen ohne schädliche Nebenwirkungen. Die bislang verfügbaren schmerz- und entzündungshemmenden Mittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (am bekanntesten bei den Pferdehaltern: Equipalazone) greifen alle nach bereits kurzer Zeit den Verdauungstrakt so stark an, daß deren Einsatz zeitlich beschränkt erfolgen muss und ein andauernder Einsatz bei chronischen Schmerzen, z.B. auch bei altersbedingtem Verschleiß, ausgeschlossen ist. Australische Wissenschaftler des Herbal Medicine Research and Education Centre und der University of Queensland haben nun mit einer Entdeckung aus Mutter Natur dazu beigetragen, diese Schwachstelle für viele Anwendungsfälle zu beseitigen:

Sie fanden vor etwa zwei Jahren (sicherlich zum großen Entsetzen der Pharmaindustrie), dass das Gewürz Ingwer bei Ratten das Schmerzempfinden herabsetzt und entzündungshemmend wirkt!

Bei Ingwer handelt es sich dabei um die Wurzel (das Rhizom) der schilfartigen Ingwerstaude (Zingiber oficinale), die von Indien bis China, in anderen Tropengebieten und auch Afrika angebaut und vornehmlich als Gewürz frisch oder getrocknet gehandelt wird.In ihren Untersuchungen fanden die Wissenschaftler auch, das die Wirkungsweise des Ingwers nicht etwa homöopathischer Natur ist, sondern reiner Schulmedizin folgt: Bestimmte Inhaltsstoffe des Ingwers, vor allem die sogenannten Gingerole, die wesentlichen Scharfstoffe des Ingwers (englisch: ginger), docken an die gleichen Rezeptoren in den Zellen an, wie z.B. die nichtsteroidalen Antirheumatika Ibuprofen und Aspirin (und Equipalazone!). Dabei zeigt aber der Ingwer nicht die schweren Nebenwirkungen, die mit der Gabe der üblichen nichtsteroidalen Antirheumatika verbunden sind! Für Ingwer sind beim Menschen keine Gegenanzeigen bekannt. Selbst Schwangere dürfen ihn gegen Übelkeit einnehmen.Überraschenderweise hat es sich in der Zwischenzeit gezeigt, daß Ingwer bei Pferden sogar noch stärker schmerz- und entzündungshemmend wirkt, als bei Ratten. Das Pferd, welches bislang über die längste Zeit täglich Ingwer in größerer Menge als Futterzusatz erhält, ist wohl mein nunmehr 32-jähriger Warmblutwallach Waran, der ihn seit März letzten Jahres zur Behandlung einer schweren Krongelenksentzündung bekam. Ab November des gleichen Jahres war die Entzündung ausgeheilt, er erhielt den Ingwer aber seitdem weiter in halber Dosierung, da er ihm insgesamt gut tut. (Er macht immer noch keinerlei Anstalten für ein baldiges Ableben!)

Seitdem hat Ingwer schon vielen anderen Pferden das Leben erleichtert. In der Zwischenzeit wird er bereits von einigen Gestüten routinemäßig zu Behandlungen eingesetzt, rassemäßig übergreifend vom Isländer bis zum Trakehner. Prominentester ?Ingwerfresser? ist zur Zeit wohl die Trakehner Stute Renaissance Fleur, die im Februar diesen Jahres im Ausbildungsstall Theodorescu auf tragische Weise einen dreifachen Trümmerbruch von Fesselbein und Fesselgelenk erlitt. Das Bein wurde in einer Notoperation mit neun (!) Schrauben wie ein Mosaik wieder einigermaßen zusammengesetzt. Das Gewicht des Pferdes wurde gleichzeitig über einen Außenverband um die Fessel herum direkt auf den Huf übertragen. Ein Beweis, was die heutige Medizin Unglaubliches zu leisten vermag! Nachdem die Stute nach vier Monaten aus der Klinik kam, lief sie allerdings immer schlechter. Das Fesselgelenk versteifte (gewollt) völlig. Schließlich lahmte die Stute wegen Arthrosen stark und margerte auch immer mehr ab (die Trakehner Hefte berichteten darüber). Durch Ingwerfütterung ist nun der Stute seit Mitte September wieder ein schmerzfreies Gehen und auch Traben möglich. Wenn das völlig versteifte Fesselgelenk den Belastungen standhält, ist damit wenigstens der Weg frei für ein hoffentlich noch langes und beschwerdefreies Leben dieser großen Stute (die das Glück hat, mit Frau von Lingelsheim auch eine "große" Besitzerin zu haben!) Obwohl Ingwer etwas mehr Aufwand bei der Anwendung macht, als die bisher vom Tierarzt bei Schmerzen und Entzündungen üblicherweise angewendeten Mittel, überwiegen bei weitem seine Vorzüge: keine Nebenwirkungen, keine Gegenanzeigen und keine Wartezeiten, da Ingwer ein Lebensmittel ist. Zudem ist er preiswert. Daher ist er als das Mittel der Wahl anzusehen und sollte mindestens bei voraussichtlich längerer Anwendung eines Schmerz- und Entzündungshemmers stets zum Einsatz kommen. (Man befolgt dabei eigentlich nur einen Leitspruch des alten Hippokrates: ?Laßt die Nahrung euer Heilmittel sein und Heilmittel eure Nahrung!?)Für Pferdehalter sind vor allem praktische Hinweise zur Anwendung interessant. Im folgenden möchte ich daher die wesentlichen Punkte aufzählen, die für eine erfolgreiche Anwendung beim Pferd zu beachten sind:

1.) Ingwer ist ein Naturprodukt und seine schmerz- und entzündungshemmende Wirkung ist stark abhängig von seinem Gehalt an Scharfstoffen, das sind vor allem die Gingerole, die im handelsüblichen Ingwer zwischen 1 und 3 % schwanken. Den höchsten Gehalt an Gingerolen weist üblicherweise Ingwer aus Afrika (Tansania, Nigeria) auf, und dieser sollte daher auch bevorzugt zum Einsatz kommen. Ingwer aus der Apotheke ist erstens teurer und häufig auch merklich schlechter, denn die Gingerole wandeln sich bei Lagerung langsam in sogenannte Shogaole um, die deutlich weniger scharf und weniger wirksam sind. Größere Mengen Ingwer lagert man daher bevorzugt in geschlossenen Gefäßen im Kühlschrank und füllt sich in ein kleineres dicht schließendes Gefäß die Menge für mehrere Wochen ab. (Übrigens wirkt auch der Scharfstoff des Pfeffers, Capsaicin, schmerz- und entzündungshemmend, doch wirkt er im Gegensatz zu den Scharfstoffen des Ingwers in der zur Schmerz- und Entzündungshemmung erforderlichen hohen Menge zerstörend auf die Schleimhäute!)

2.) Bei Pferden, die zum ersten Mal mit Ingwer behandelt werden, ist es notwendig, ihn langsam anzufüttern. Englische Vollblüter und auch Trakehner können hier erfahrungsgemäß heikel sein. Man beginnt am besten mit etwa einem Gramm in etwa einem halben Kilo angefeuchtetem Quetschhafer. Bei Fütterung von ungequetschtem Hafer, in dem der Ingwergeschmack stärker zur Geltung kommt, empfiehlt es sich, zusätzlich Mohrrüben oder Äpfel beizufügen. Die nächsten Male kann man auf 3 Gramm, dann 5 Gramm usw. steigern. Es ist vermutlich hauptsächlich der Geruch und weniger die Schärfe, der die Pferde anfangs irritiert. Pferde scheinen allgemein wenig Geschmackssinn für Schärfe zu besitzen. (Dies ist z.B. auch daran erkennbar, daß sie auch Knoblauch fressen.) Spätestens, wenn sie merken, daß der Ingwer ihnen hilft, sind einige Pferde sogar regelrecht ?scharf? darauf und einige fressen den Ingwer sogar unglaublicherweise pur! Bei späteren Behandlungen, wenn das Pferd den Ingwer bereits kennt, kann die Dosis sehr schnell hochgefahren werden.

3.) Bei den allermeisten Pferden beträgt die tägliche Dosis, ab der eine starke schmerz- und entzündungshemmende Wirkung zu beobachten ist, etwa 3 Gramm (getrocknet) pro 100 Kilo Körpergewicht bei einer Ingwerqualität mit etwa 2,5% Scharfstoffgehalt. Für ein 500 Kilopferd sind das also etwa 15 Gramm am Tag.Wie beim Menschen auch, kann die Dosis jedoch auch individuell verschieden sein, also geringer oder höher. Die 15 Gramm für ein 500 Kilopferd sind jedoch ein sehr guter Richtwert.Wenn man die geschätzte Dosis erreicht hat, wartet man erst einmal zwei Tage mit einer weiteren Steigerung ab, denn eine Charakteristik in der Behandlung mit Ingwer ist, daß er erst etwa zwei Tage nach Erreichen der notwendigen Menge deutlich beginnt Wirkung zu zeigen, wobei sich diese dann meistens noch in den nächsten Tagen etwas steigert.Tritt bei der für das betreffende Pferd geschätzten Menge noch keine erkennbare Wirkung ein, so wird weiter erhöht (günstig sind 3-Gramm Schritte). Die maximale mir bekannte Menge Ingwer, die ein Pferd pro Tag bisher benötigt hat, waren 25 Gramm für ein großes Warmblut. Bei jedem Pferd, bei dem die herkömmlichen nichtsteroidalen Entzündungshemmer wirken, muß auch der Ingwer wirken, da der Wirkungsmechanismus identisch ist.

Hat man die notwendige tägliche Mindestdosis für das betreffende Pferd ermittelt, so ist es sinnvoll, diese noch als Sicherheitsspielraum um etwa 20% zu überschreiten, um Dosierungsungenauigkeiten und Befindlichkeitsschwankungen von Tag zu Tag auszugleichen.

Es ist nicht unbedingt notwendig, aber vorteilhaft, die Dosis auf zwei Mahlzeiten am Tag zu verteilen. Die Schärfe verteilt sich dann auf mehrere Portionen und wird von Anfang an leichter akzeptiert.

4.) Im ersten Monat der Anwendung kann wie bei allen Schmerzmitteln eine gewisse Gewöhnung stattfinden, die es erforderlich macht, die Dosis noch einmal um etwa 20% zu erhöhen. In der Folgezeit bleibt diese Dosis dann nach bisheriger Erfahrung konstant.

5.) Wie bereits erwähnt ist der scharfe Übergang von nicht beobachtbarer Wirkung zu deutlicher Wirkung bei einer nur geringfügigen Steigerung der Ingwermenge bemerkenswert. Dieser findet ungefähr in einem engen Bereich von nur ungefähr 20% der Mindestdosis statt. Es kann also sein, dass bei 12 Gramm am Tag noch keine Wirkung erkennbar ist und bei 15 Gramm das Pferd plötzlich vor Freude ausschlägt und über die Weide davontrabt, wie es z.B. auch bei Renaissance Fleur der Fall war. Diese plötzlich einsetzende Wirkung ab einer bestimmten Menge ist wohl auch der Grund dafür, weshalb sie den Pferdehaltern, die in der Vergangenheit sicherlich auch schon viel ausprobiert haben, wohl bisher entgangen ist. Immerhin wurde schon früher von Roßtäuschern den Pferden Ingwer in den Hintern geschmiert, die daraufhin den Schweif hoben und sich ?feurig? darboten. Der Grund für den scharfen Übergang sollte einmal von einer Hochschule näher untersucht werden. Vermutlich liegt es daran, daß Ingwer hunderte von Wirkstoffen enthält, die sich gegenseitig beeinflussen, wohingegen herkömmliche Arzneimittel meistens reine Verbindungen sind, oder nur sehr wenige andere Stoffe enthalten. Die entzündungshemmenden Eigenschaften der Gingerole scheinen demnach zuerst von anderen Wirkstoffen (Antagonisten) noch heruntergeregelt zu sein und sich dann aufgrund eines nichtlinearen Verhaltens beim Anstieg der Konzentrationen im Körper erst ab einer bestimmten Konzentration fast schlagartig zu entfalten.

6.) Den Ingwer gibt man in der erforderlichen Menge solange, bis die Entzündung ausgeheilt ist und senkt dann die tägliche Menge wieder kontinuierlich ab. Es versteht sich von selbst, dass bis zur Ausheilung die Schmerzlosigkeit nicht zur Arbeit des Pferdes ausgenutzt werden darf, da sich sonst die Ursache der niedergehaltenen Entzündung verschlimmern kann.

7.) Prinzipiell zählt Ingwer, obwohl ein Nahrungsmittel, zu den Dopingmitteln. Daher sind auch bereits das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen und die FN darüber informiert!

8.) Für alte Pferde scheint eine dauerhafte Gabe bis Lebensende von etwa der Hälfte der oben angegebenen Menge gesundheitlich von Vorteil zu sein. Das Blut wird dünner, Heilungen finden auch in den schlechter durchbluteten Extremitäten schneller statt. Thrombosen verschwinden langsam oder werden schwächer, Beine laufen weniger an, der Kreislauf wird entlastet, der Fellwechsel scheint schneller abzulaufen. Die Pferde werden wieder ?jünger?.Dies hängt mit den auch schon beim Menschen beobachteten Wirkungen des Ingwers aufgrund seiner Gesamtheit an Inhaltsstoffen zusammen:

Hemmung der Plättchenaggregation im Blut, vasodilatorische Wirkung, Steigerung des Stoffwechsels, verdauungsfördernd, vermutlich auch antikarzinogen.

Er wird seit langem gegen Seekrankheit und bei Schwangerschaftsübelkeit eingesetzt. In früheren Zeiten wurde Ingwer auch gereicht, um einige Heilkräuter magenverträglicher zu machen. Auch bei Magengeschwüren wurden gute Ergebnisse erzielt. In einigen Ländern gilt er als Aphrodisiakum. In China wird Ingwer mit einem langen Leben in Verbindung gebracht. Neueste Untersuchungen (Veröffentlichung durch die Amerikanische Vereinigung für Krebsforschung am 28.10.2003!) belegen für Ingwer bei Mäusen eine deutliche hemmende Wirkung bei Darmkrebs! Abgesehen vom Einsatz beim Menschen, der aus diesem Grund jetzt genauer untersucht werden soll, könnte man sich daher auch eine Wirkung auf Melanome bei Pferden vorstellen.

9.) Von einer Verfütterung von käuflichen Ingwerextrakten möchte ich dringend abraten! Die reinen Gingerole reizen, wie alle nichtsteroidalen Schmerz- und Entzündungshemmer, den Verdauungstrakt. Es sind die vielen weiteren Inhaltsstoffe des Ingwers, die für die ausgesprochene Magenfreundlichkeit verantwortlich sind.

10.) Alle Einflüsse, die sich negativ auf Entzündungen im Körper auswirken können, sollten tunlichst unterbleiben. Dazu gehört auch für Pferde ungeeignetes Futter. Auch Menschen mit Gelenkerkrankungen bekommen ?Schonkost? und kein normales Essen. Besonders Brot wirkt nach meinen Beobachtungen verstärkend auf bereits vorhandene Entzündungen. Der Grund mag in den durch das Erhitzen entstandenen Aromastoffen liegen. Obwohl bei völlig gesunden Pferden kein offensichtlicher Einfluß auf die Gelenke zu Tage tritt, sollte Brot meines Erachtens besser völlig aus dem Ernährungsplan von Pferden gestrichen werden.

11.) Erste Versuche haben bei langfristiger Fütterung von Ingwer in einer Dosis von bereits 7,5 Gramm pro Tag (Warmblüter) eine sehr deutliche Verminderung im Wurmbefall ergeben. Auch ein Tier, dass erst 3 Wochen lang Ingwer erhielt, war laut Befund ?wurmfrei?.

Der Befall scheint somit auf sehr niedrigem Niveau gehalten werden zu können, was gegenüber der bisherigen Praxis mittels Wurmkuren eigentlich von Vorteil wäre. Es ist aber noch zu früh, Ingwer gegen Würmer zu empfehlen, da die Datenbasis noch zu schmal ist (erst 9 Pferde, alle 11 Jahre oder älter). Die sichere Wirksamkeit und die notwendige Dauer der Anwendung muß erst noch in weiteren Untersuchungen belegt werden. Immerhin ist aber schon bei Menschen bekannt, daß Gewürze Parasitenbefall niederhalten können. Darüber hinaus wird Ingwer in tropischen Ländern traditionell bei Bilharziose eingesetzt, ebenfalls einer Wurmerkrankung. Dies macht eine anthelmethische Wirkung beim Pferd sehr wahrscheinlich.

Über die Verwendung von Ingwer gegen Schmerzen und Entzündungen beim Menschen laufen zur Zeit noch Untersuchungen in Australien. Eine Veröffentlichung liegt meines Wissens hierzu noch nicht vor. Es ist aber bekannt, daß die meisten Medikamente beim Pferd besser wirken, als beim Menschen. So beträgt z.B. die entzündungshemmende Dosis Aspirin beim Warmblutpferd etwa 3 Gramm am Tag, beim viel leichteren Menschen 1 bis 2 Gramm!

Versuche am eigenen Leib haben ergeben, dass die schmerz- und entzündungshemmende Dosis an getrocknetem Ingwer (mit etwa 2,5% Scharfstoffgehalt) bei schmerzhaften Gelenkentzündungen für einen 70 Kilo schweren Mann (schlank, 44 Jahre) bei 12 bis 15 Gramm pro Tag liegt. Auch hier war ein sehr plötzliches Einsetzen der Wirkung erst ab der angegebenen Menge zu beobachten! Das bedeutet, dass ein Mensch also etwa sieben Mal weniger empfindlich auf die schmerz- und entzündungshemmende Wirkung des Ingwers reagiert, als ein Pferd!

Ich möchte betonen, das Ingwer den Tierarzt nicht ersetzen kann und soll.

Ingwer sollte nur eingesetzt werden, wenn die tierärztliche Diagnose feststeht oder die eigene sicher ist, oder es sich um altersbedingte Schäden handelt, bei denen man sowieso nur noch Symptome behandeln kann.Er sollte aber auch von allen verantwortungsvollen Tierärzten zum Wohle der Tiere in so vielen Fällen wie möglich eingesetzt werden. Geschieht dies nicht, so sollte der Pferdehalter das Heft in die eigene Hand nehmen. Der Bezug einer geprüften Qualität direkt über den Tierarzt wäre erstrebenswert. Ein noch spekulatives aber sehr hoffnungsvolles Einsatzgebiet von Ingwer beim Menschen könnte übrigens die Alzheimersche Krankheit, vielleicht auch Parkinson, sein. So wurde bereits in vielen großangelegten Untersuchungen bestätigt, daß die nichtsteroidalen Schmerz- und Entzündungshemmer bei langfristiger Gabe über mehrere Jahre das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, um bis zu 80 % senken! (Z.B. von Forschern des Erasmus-Medizinzentrums in Rotterdam, veröffentlicht in ?New England Journal of Medicine?, Nov. 2001, Bd. 345, S. 1515; oder von der University of California, veröffentlicht Nov. 2001 in ?Nature?).

Weiterhin wurde sogar gefunden, dass nichtsteroidale Entzündungshemmer sogar bereits entstandene Alzheimer-Plaques wieder auflösen können (J.R. Barrio u.a. in ?Neuroscience?, Ausgabe vom 31.3.2003)!Darüberhinaus gibt es neue Studien, die nahelegen, daß Medikamente, die bei Alzheimer wirken, auch bei Parkinsonscher Krankheit ausprobiert werden sollten (B. Gaisson u.a. in ?Science?, Apr. 2003, Bd. 300, S. 636).Da Ingwer ebenfalls genauso wie ein nichtsteroidales schmerz- und entzündungshemmendes Mittel wirkt, ist ein positiver Einfluß auf diese Erkrankungen möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich. Zumindest ist von dem chinesischen Philosophen Konfuzius (551 ? 479 v.Chr.) bekannt, er habe jeden Tag und in jeder seiner Mahlzeiten Ingwer zu sich genommen. Und wenn er auch selbst dadurch nicht bis heute überlebt hat, so haben immerhin seine Weisheiten bis in unsere Zeit überdauert.
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Beitrag#116von Shalom » 25. Nov 2011 20:56

Hallo,

ich wollte nach der Hautunterspritzung mit BCG-Vaccinen bei meinem Araber-Opi mal wieder einen kurzen Zwischenbericht geben:

Er hat sich gänzlich von dem Allergieschock erholt.

Trotz des Schocks - nicht nur für Opi, auch für uns alle - haben die BCG-Vaccine gewirkt. Es sind - äußerlich sichtbar - keine neuen Melanome gewachsen. Dieser Sommer war der erste seit 5 Jahren, in dem auch keine Melanome aufgebrochen sind. Opi hat sich auch keine Stellen bis aufs rohe Fleisch geschubbelt. Es geht ihm richtig gut. Er sieht prächtig aus und ist für sein Alter und den Umständen entsprechend sehr fit.

Er hat vor kurzem seine Tetanus-Impfung bekommen und auch die hat er gut verkraftet.

Aus meinen gemachten Erfahrungen mit BCG-Vaccinen gegen Melanome würde ich in Zukunft kein Pferd einer solchen Behandlung unterziehen. Das Risiko ist einfach zu groß, dass das Pferd in einen Schockzustand gerät. Auch wenn es heißt, dass das sehr, sehr selten vorkommt.

Liebe Grüße, Shalom
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Beitrag#117von Eline » 3. Dez 2011 22:30

super ... jedenfalls hats gewirkt :mrgreen:
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