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Shalom- neues Melanom o. Muskelverspannung? BCG


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Beitrag#31von yachia » 16. Jul 2010 11:53

Hallo Shalom,

oh shit, habe länger nicht mehr in diesen Thread reingeschaut ... bin entsetzt!

Und zu allererst mal: Sollte mein Beitrag Dich womöglich verletzen (ist ja schon wieder ein Monat her, dass Du hier geschrieben hast, da kann alles mögliche gelaufen sein), dann bitte die Mods, diesen meinen Beitrag zu entfernen.

Ich habe Opi seit 24 Jahren und ich denke, ich bin es ihm schuldig, ihn bis zum Ende zu begleiten.

Meine uneingeschränktes JA! Hut ab vor Dir!

Lass Dich nicht einschüchtern von Leuten, die es nicht besser wissen. Viele Leute haben nicht nur einen jungen Hüpfer, sondern sind selber noch junge Hüpfer, bzw. wenn vielleicht doch schon älter, so dennoch unerfahren.

Versuche, Dir nichts anmerken zu lassen, wenn Du bei Deinem Opi bist. Er hat Dich in früheren Jahren sicherlich so manches Mal aufgefangen. Jetzt bist Du dran, ihn aufzufangen.

Und superwichtig: Höre auf Deinen Opi! Höre / schaue ganz genau hin!

Sorry für mein Blabla (evtl. Löschung durch Mods),
alles Gute,

yachia
(PS: Wenn Dir nach ruhigem Gespräch zumute ist, dann gerne per PN.)
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Beitrag#32von Shalom » 23. Jul 2010 22:34

Hallo,

Pferde-Opi bekommt seit seiner Krankheit Ende März 2010 auf Anraten der Tierärzte Maisflocken. Opi sollte zunehmen, er hatte drei Tage nicht gefressen und war sehr eingefallen.

Dann ab Ende April/Anfang Mai 2010 schubberte er sich riesige Löcher ins Fell. Der gesamte Körper juckte ihm ungemein. Es tat mir in der Seele weh, weil ich mein Pferd so noch nie erlebt habe. Meine innere Eingebung, dieser Verdacht, es läge am Mais, wurde von vielen Leuten, auch von den Tierärzten, in den Wind geschlagen. Immer wieder habe ich diese Vermutung geäußert. Niemand, aber auch wirklich niemand hat mich ernst genommen.

Jetzt bin ich endlich fündig geworden: Ich habe Recht. Beim googlen habe ich den Hinweis gefunden, dass Maisfütterung bei älteren/alten Pferden eine Übersäuerung des Organismus hervorrufen kann. Diese Übersäuerung äußert sich in Hautproblemen wie extremen Juckreiz, Haarausfall etc. Ich habe die Maisflocken sofort abgesetzt. Und sofort hörte der Juckreiz auf.

Richtig zugenommen hat er bis heute nicht. Melanome verursachen eben auch eine stetige Körpergewichtsabnahme.

Eins habe ich mir auf jeden Fall geschworen: Opi bekommt von mir nie wieder Mais. Offensichtlich kann der Körper irgendeinen Stoff aus dem Futtermittel nicht mehr richtig umsetzen. Opi hat früher schon mal Mais bekommen, da gab es überhaupt gar keine Probleme. Jetzt wird er mit Kräutern entschlackt und entgiftet. Der Mais hat die Leber hoch belastet.

Ob die Übersäuerung in irgendeinem Zusammenhang mit den Melanomen steht, kann ich nicht sagen. Ich werde mich allerdings hüten, die Tierärzte zu fragen...

Trotz allem ist vor ca. 3 Wochen ein Melanom aufgebrochen. Sehr groß, sehr tief. Das wäre - glaube ich - auch ohne Übersäuerung passiert. Ein weiteres hat er sich am Bauch aufgebissen. Es hat recht lange gedauert, bis sie verheilt sind. Oberstes Gebot: Sauber halten. Ich gebe mein Bestes. Und Opi auch.

Liebe Yachia,

um Gottes Willen, Nein, dein Beitrag hat mich nicht verletzt - mit keiner Zeile.

Ich weiß ja selber, dass es so ist. Bisher ist tatsächlich nur eine Miteinstellerin auf mich zugekommen, hat mir die Hand gereicht und hat fast die gleichen Worte gewählt wie du: "Ich ziehe den Hut vor dir". Alle anderen machen einen gelähmten Eindruck oder tun so, als hielten sie sich raus. Dabei weiß ich, dass sie hinter meinem Rücken tuscheln.

Naja, das mit dem "nichts anmerken lassen", ist manchmal etwas schwierig. Vor allem dann, wenn wieder eine neue Stelle dazu gekommen ist (auch ohne Maisfütterung). Opi ist immer so lieb und lässt alles ganz ruhig über sich ergehen. Ich merke ja, dass er die Zeit mit mir genießt. Ich will ihm die Zeit, die uns bleibt, so angenehm wie möglich machen.

Dabei weiß ich nur allzu gut, dass es ein Kampf gegen Windmühlen ist...

Alles Liebe, Shalom
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Beitrag#33von yachia » 24. Jul 2010 00:53

Hallo Shalom,

schön, von Dir zu hören, auch wenn es unschön ist. Das mit den Einstellern ist blöde und man kann es wohl kaum ändern, man kann andere Leute kaum ändern. Auch das mit dem Sich-nicht-anmerken-lassen ist sehr schwer. Stallwechsel in einen toleranteren Stall dürfte für Deinen Opi auch nicht gerade das Beste sein. Wo wohnt Ihr, wenn ich fragen darf (grobe Ecke reicht)?
Da Du wohl mehr über Pferde weisst als ich, kann ich Dir kaum was raten. Allerdings frage ich doch einfach: Schon alle in Frage kommenden Futtermittel angeschaut? Oder vielleicht spricht Dein Opi zufälligerweise auf ein Futtermittel an, dass eigentlich nicht gerade als Aufbaumittel gedacht ist.
Steht Dein Opi in der Herde? Ist er ranghoch genug, so dass er an gute Futterstellen heran kommt? Ich weiss ja nicht, wie die Pferde bei Euch gehalten werden. Oder steht er gerne etwas abseits (Araber stehen ja nicht unbedingt gerne eng mit anderen zusammen) und bekommt somit nicht genug Futter?Es ist jetzt besonders wichtig, dass er jederzeit an gute Futterstellen rankommt.
Dass die Melanome überhaupt wieder zugehen ist ja fast schon ein kleines Wunder.
Wie sieht es aus mit (immun-)stärkenden Mitteln? Wobei ich mich dann immer frage, ob man damit nicht auch eben genau die Melanome mitunterstützt.

yachia
Zuletzt geändert von yachia am 24. Jul 2010 01:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag#34von yachia » 24. Jul 2010 01:36

Hallo Shalom,

noch eine Frage wegen dem Zufüttern: Wie ist das bei Euch im Stall geregelt? Wird das Zusatz-/Kraftfutter von den Stallbetreibern oder von den Einstellern gegeben? Ein- oder mehrmals täglich? Kannst Du es einrichten, dass Dein Opi nicht nur ein-, sondern zwei- oder dreimal täglich eine Zufütterung bekommt? Z.B. dass die Stallbetreiber ihm morgens einen Eimer in die Box stellen, bevor er auf die Weide gebracht wird? Irgend ein "füllender Pampf", der am Vorabend von Dir gerichtet werden kann? Es ist meine persönliche Meinung, dass beim Auffüllen eines Pferdes es sinnvoll ist, dies nicht nur einmal am Tag zu machen. Mitunter steht das Pferd dann irgendwann satt und lustlos vor einem nicht richtig leer gefressenem Eimer, wenn es nur einmal am Tag, dann aber richtig viel fressen soll.
Gibt es (er scheint ja fütterungstechnisch nicht gerade einfach zu sein) eine Sache, die er besonders mag? Obst, das man unters Futter mischen kann, sofern es nicht irgendeine blöde Nebenwirkung hat? Wobei manche sich dann nur die leckeren Dinge aus dem Eimer ziehen.

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Beitrag#35von Eline » 24. Jul 2010 12:07

wahrscheinlich wiederhole ich mich jetzt:

versuchs mal wirklich mit albernen, billigen Grascops, da 2 Liter trocken in einen Eimer, Wasser drauf und quellen lassen, dann einen Becher Jogurth rein. Ist nach 10 Minuten fressfertig!

Ist das beste bei alten Pferd, die können das Heu nicht verwerten und die Dramflora ist abgestorben, da kannst du dann füttern was du willst, die nehmen nicht zu. Mit Grascops/Yogurth bringst du den Darm wieder in Ordnung! Yogurth kannst du dann wieder weglassen. Hilft auch gegen Kotwasser :mrgreen:

Man kann auch noch eine Flasche Malzbier rein kippen, regt den Apetitt an oder Apfelsaft :mrgreen:

Damit hab ich bisher alle Ollen wieder so einigermaßen rund bekommen und ist billig, bekommen sie 3x am tag. je nach Fresser hab ich auch schjon einen Baukübel voll geweichte Grascops hingestellt, das geht natürlich nur, wenn das Pferd den Eimer nicht auf einmal leer frisst (Magenüberladung, max 2,5 Kilo Futter auf einmal).

Ob die Übersäuerung in irgendeinem Zusammenhang mit den Melanomen steht
ich denk schon, hatte den verdacht damals auch bei Rudi, da gibts irgendein Entsäuerungssalz in der Apotheke.
.....nur eine langweilige Frau hat einen perfekten Haushalt .....
Gruß Irene/ Eline
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Beitrag#36von yachia » 24. Jul 2010 12:36

Hallo Eline,

an Heu- oder Grascops dachte ich auch schon ... (füllender Pampf) ... bin jedoch davon ausgegangen, dass Shalom das bereits kennt. Ich finde eben auch mehrmals tägliches Füttern wichtig.

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Beitrag#37von Shalom » 28. Jul 2010 22:08

Hallo yachia, Hallo Eline,

euer Tipp mit den Grascops wird schon seit Jahren von mir in die Tat umgesetzt. Immer im Wechsel mit Mash. Also, Opi bekommt das die ganze Woche über, dazu noch Leinöl. Naja, das mit dem Futter hat sich bei ihm immer schon sehr schwierig gestaltet. Bin froh, dass er das, was er jetzt bekommt, auch gerne frisst. Auf Banane steht er total Kopf, die bekommt er auch öfter. Verschiedene Apfelsorten? Fehlanzeige. Mal mag er sie, mal nicht. Mit Möhren verhält es sich ebenfalls.

Momentan stehen unsere Pferde ganztägig auf der Weide. Ich wohne im Harz. Durch das heiße Wetter sind in vielen anderen Regionen die Weiden sehr schnell verbrannt. Bei uns geht das eigentlich noch. Dafür hat es allerdings sehr lange gedauert, bis das Gras überhaupt geschossen ist. Im Harz ist es ja bekanntlich immer etwas kühler.

Früher war Opi meistens an rangzweiter Stelle. Heute ist das allerdings komplett anders... Ich würde ihn tatsächlich als Rangletzten einstufen.

Opi nachts in den Stall? Oh Gott, bloß nicht. Es gibt keine denkbar schlechtere Idee. Opi ist ein absolutes Draußen-Pferd. Ich hole ihn täglich 2 - 3 Stunden in seine Außenbox. Da bekommt er dann sein Futter. Wenn er mit Fressen fertig ist, wird er genauestens inspiziert, ob wieder irgendetwas neues an seinem Körper aufgetaucht ist, was da nicht hingehört. Die Wunden/Narben werden täglich behandelt und gesalbt. Er genießt das total. Wenn ich dann mit seiner Pflege fertig bin, drängt er zur Weide. Wenn ich ihn in seiner Außenbox lassen würde, würde er spätestens am nächsten Morgen eine Kolik bekommen. Alles schon durchexzerssiert... Er ist da wirklich sehr schwierig.

Es war dieses Jahr recht schwierig, die richtigen Weidegenossen für ihn zu finden. Er ist der älteste auf dem Hof - mit mindestens 9 Jahren Abstand. Durch seine Erkrankung und auch sein Wesen (er wehrt sich nicht, wenn andere Pferde ihn jagen, treten oder anderweitig traktieren sollten) haben es die anderen Pferde recht leicht, ihn unterzubuttern. Erst wollte ich ihn in die reine Wallach-Herde stellen. Opi fand Wallache immer schon wesentlich spannender als Stuten. Es waren in der relativ kleinen Herde allerdings 2 Wallache dabei, die den anderen gerne mal zeigen, wer das Zepter in der Hand hat. Opi hätte von vornherein verloren.

Er steht in einer reinen Stutenherde, mit noch einem anderen Wallach zusammen, der auch eher in die Defensive geht. Rumzickerei gibt es tatsächlich nur unter den Stuten. Ja, yachia, du hast Recht. Opi hat sich von jeher nie ganz in eine Herde integriert, hatte aber immer einen sehr engen Freund. Dieses sich immer-etwas-außerhalb-bewegen mag vielleicht auch an seinem Wesen liegen. Ob das nun tatsächlich rassebedingt ist, kann ich nicht sagen.

Mit Yoghurt brauche ich ihm gar nicht erst zu kommen. Dann geht er an sein Futter gar nicht mehr dran. Er wird immer sehr schnell mißtrauisch. Medikamente konnte ich noch nie übers Futter mitgeben. Immer nur direkt oral - war auch nicht immer ein Freudentanz.

Opi ist einer von wenigen, die ihr Futter vom Besitzer zusammengestellt bekommen. Das, was die anderen Pferde bekommen, ist schon allein aus Altersgründen völlig nutzlos für ihn. Es würde eine Unterversorgung bzw. Mangelerscheinungen eintreten. Er bekommt seit jetzt 2 Jahren Mengen an Futter, bei dem jedes andere Pferd platzen würde. Mit der Abmagerung (trotz der Futtermittel für abgemagerte Pferde) muss ich mich abfinden. Sie ist zurückzuführen auf die Melanome. Ich habe seit jetzt 37 Jahren mit Pferden zutun. Ich habe einige Pferde kennengelernt, die Melanome hatten. Bisher ist keines davon so alt geworden wie Opi jetzt ist.

Für eure Tipps danke ich euch trotzdem. Und natürlich auch für die Denkanstöße, die ihr mir immer wieder gebt. Manchmal ist es ja so, dass Außenstehende mehr "sehen" als unmittelbar damit Lebende. Bei fast allen Dingen stellt sich eine Betriebsblindheit ein. All das von euch gesagte, wird von meinem Kopf verarbeitet und von allen Seiten beleuchtet.

Alles Liebe, Shalom
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Beitrag#38von yachia » 29. Jul 2010 01:52

Hallo Shalom,

schade, dachte ich mir fast, dass Du futtertechnisch schon alles mögliche versucht hast und Du weisst eh mehr als ich.

Manchmal hat man beim Tier die Wahl zwischen der Verbesserung des körperlichen Zustandes (z.B. Opi nachts in die Box sperren, damit die Stallbetreiber ihm morgens vor dem Rauslassen einen Eimer Pampf hinstellen können) oder dem Erhalt der Psyche. Wenn Opi so leidet, wenn man ihn einsperrt, dann bringt es wohl nichts, denn immerhin entscheidet das psychische Wohl auch über das körperliche Wohl! Oder???

Bananen als Geschmacksverstärker ist schon mal eine gute Sache! (Hoffentlich kommt jetzt niemand daher und sagt, Bananen seien schädlich fürs Pferd.) Andere Obstsorten als Geschmacksverstärker schon mal ausprobiert? Wobei ich zwar sehr wohl weiss, was manche Pferde an veschiedensten Obstsorten in sich hineinstopfen, wenn sie nur irgendwie drankommen, aber nicht weiss, wie gut es ist.

Bekommt Dein Opi, wenn er in der Box steht und inspiziert wird, auch Heu? Manche Ganztags-Weide-Pferde freuen sich sehr, wenn sie zwischendurch Heu bekommen! Aber wahrscheinlich bekommt er Heu, so wie ich Dich kenne. Oder frisst es nicht, wie ich Opi kenne.

Wirklich keine Möglichkeit, ihn ein zweites Mal am Tag zu "mästen"? Klar, Melanome fressen! Zudem bauen alte Pferde leider eh ab, egal ob mit oder ohne Melanome. Und 29 ist wirklich ein stolzes Alter! Zähne sind ja okay, oder?

Habt Ihr bei Euch im Stall mehrere Herden? Oder hast Du gar ab und an schon mal den Stall gewechselt? Das etwas abseits von der Herde stehen kann rassebedingt sein beim Araber (die stehen nicht gerne eng) oder aber auch altersbedingt! Leider!

Mir fällt gerade wirklich nichts mehr ein, zumal ich eh nicht so erfahren und belesen bin wie Du, aber ich denke auch nach.

Trotz allem würde ich mich sehr sehr freuen, wenn Du weiterhin ab und an mal hier eine kurze Meldung abgibst,
ich denke nach.

Gruss, yachia
PS: Siehe PN!
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Beitrag#39von Shalom » 31. Jul 2010 22:00

Hallo yachia,

ich find's sehr lieb, dass du dir Gedanken machst, wie man Opi noch helfen könnte. Dabei ist es eigentlich egal, ob man viel Ahnung hat oder nicht. Ich habe in verschiedenen Foren, in denen das Thema Melanome diskutiert worden sind, wirklichen Mist gelesen. Diese Geschichten von wegen "Betrachte die Melanome als Schönheitsfehler" eben auch. Spätestens dann, wenn das Wachstum richtig ex- oder implodiert, ist es das nicht mehr. Und dann sprechen auch die Tierärzte nicht mehr von Schönheitsfehlern.

Naja, wie gesagt, Opi mäkelt gerne mal am Futter rum. Ich habe Pferde kennengelernt, die haben z. B. total gerne Kiwis gefressen oder Mandarinen. Opi hat auch mal Mandarinen gefressen, allerdings nur von einer bestimmten Person. Er hat sie auch nicht von mir genommen. Wieso das so war, keine Ahnung. Ich hab's mit Humor genommen.

Wenn Opi in seiner Box steht, bekommt er natürlich auch Heu. Er frisst es auch nach wie vor sehr gerne. Die Verwertung ist allerdings nicht mehr so gut. Das ist aber eher altersbedingt. Die Mengen, die er früher gefressen hat, nimmt er heute nicht mehr auf.

Ich habe Opi erst Anfang Dezember 2009 in den Harz geholt, nachdem ich ein halbes Jahr vorher hierher gezogen bin. Opi stand in seinem alten Stall - 90 Km entfernt. Das war eine unheimliche Belastung sowohl für ihn als auch für mich. Opi und ich haben uns - von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen - jeden Tag gesehen. Ich habe mich immer mit ihm beschäftigt. Schon allein deswegen, weil ich ihn 21 Jahre selbstversorgt habe. Den Umzug in den Harz hat er sehr gut weggesteckt. Der letzte Winter war ja bekanntermaßen ziemlich happig. Er hat ihn in einem super-guten Zustand überstanden. Dann kam Ende März 2010 der Infekt (oder was immer das auch war).

Mal sehen, wie's weitergeht. Ich werde auf jeden Fall berichten.

Bis dahin liebe Grüße, Shalom
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Beitrag#40von Shalom » 9. Aug 2010 19:56

Hallo Eline,

ok, der Mais ist abgesetzt (seit jetzt 3 1/2 Wochen) und die riesigen Löcher, die er sich bis aufs rohe Fleisch geschubbert hat, verheilen langsam. Man kann die kleinen Haare, die flächendeckend nachwachsen, schon sehr gut sehen und die ganz tiefen Wunden sind mittlerweile alle wieder zu. Nur an ganz wenigen Stellen sitzt noch Schorf. Es sieht wirklich wieder recht gut aus.

Das Melanom, das er sich mit einer unheimlichen Beweglichkeit und Biegsamkeit unter dem Bauch aufgebissen hat, habe ich auch weitestgehend im Griff.

Momentan machen mir 2 Stellen etwas Sorgen:

Das ist zum einen die Schweifrübe, die er sich - kaum in seiner Außenbox - immer und immer wieder auf der linken Seite aufgescheuert. Mit einer unglaublichen Gewalt stemmt er sich gegen die Wand oder lieber noch gegen den Salzlecksteinhalter und scheuert und schubbert. Nichts kann ihn davon abhalten. Es graut mir jetzt schon vor dem Winter.

Zum anderen ist es der Mähnenkamm, den ich sehr mit Argwohn beobachte. Der Mähnenkamm sitzt seit vielen Jahren komplett voll mit Melanomen. Opi hatte früher eine Wahnsinns-Mähne. Sie war sehr lang und sehr dicht, eigentlich für einen Vollblutaraber eher untypisch. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass das Gewicht der Mähne eher störend ist und einen gewissen Druck oder Zug auf die Melanome ausübt. Ich habe sie ihm dann abgeschnitten, und zwar raspelkurz. Das habe ich schon mehrmals gemacht. Und ich hatte immer das Gefühl, dass es ihm damit besser ging.

Mittlerweile ist Opi alt und die Mähne ist nicht mehr so lang und auch nicht mehr sehr dicht. Ich überlege, ob ich sie ihm wieder abschneiden soll. An manchen Stellen hat er sie sich bereits abgescheuert. Das, was darunter sichtbar ist, sieht nicht so toll aus. Schon seit geraumer Zeit ist er dabei, immer ein und dasselbe Melanom zu bearbeiten. Es ist recht groß.

Die jetzt wieder langsam zuwachsenden Löcher im Fell und die Melanom-Stellen, die er sich ständig schubbert, reibe ich mit einer Urea-5 %-Lotion ein. Die hilft sehr gut und hält die Haut einigermaßen geschmeidig.

Was meinst Du, würdest Du es ihm erleichtern, indem die Mähne wieder abgeschnitten wird? Ich hätte gerne Deinen Rat dazu.

Liebe Grüße, Shalom
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Beitrag#41von Eline » 10. Aug 2010 09:40

Huhu,
normal hätte ich gesagt, lass sie dran, dann kommen die Fliegen nicht so hin, aber wenn sie eh dünner und abgeschubbert ist und du meinst die Kurze Mähne bekommt ihm besser, dann würde ich sie wieder abschneiden. merkst du ja dann was besser war und man kann sie dann ja im Notfall wieder wachsen lassen.
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Beitrag#42von Shalom » 10. Aug 2010 14:20

Hallo,

ja, ich tendiere auch dazu, die Mähne wieder abzuschneiden.

Ich will aber noch so lange warten, bis die Zeit der vielen Fliegen vorbei ist. Die Pferde saßen richtig voll von den Quälgeistern. So schlimm ist es jetzt aber nicht mehr.

Ein Pluspunkt ist natürlich, dass die Fliegen die Salben und Lotionen, mit denen ich Opi behandle, nicht mögen und sich davon fernhalten.

Früher habe ich die Mähne immer nach dem Sommer, zum Herbst hin, abgeschnitten. Ich werde das von den Temperaturen abhängig machen.

Vielen Dank für Deine Meinung.

Viele Grüße, Shalom
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Beitrag#43von Shalom » 7. Okt 2010 22:05

Hallo,

habe schon lange nicht mehr berichtet, wie es bei uns jetzt aussieht:

Ich habe Opi noch im August die Mähne abgeschnitten. Raspelkurz, so wie früher schon mehrmals. Er hat sofort aufgehört, sich die eine Stelle zu schubbern. Mittlerweile ist alles verheilt und man sieht nichts mehr.

Außerdem bekommt er - auch seit August - ein Magnesiumpräparat gegen die Muskelverspannungen. Sie sind nicht ganz weg, aber es ist eine absolute Besserung eingetreten. Natürlich gibt es ein paar brenzlige Stellen, an denen ich vorsichtig sein muss. Aber dieses komplette Verspanntsein ist nicht mehr da.

Im September sind wir in einen anderen Stall gezogen. Die Situation in dem vorherigen Stall war zu belastend.

Unser jetziger Stall bietet uns viele Vorteile. Ich bin innerhalb von wenigen Minuten bei meinem Pferd. Die Pferde dort stehen immer zu zweit auf einer Weide. Opi hat einen sehr lieben Weidegenossen. Das tut ihm gut.

Seit ein paar Wochen bekommt er ein Medikament wegen seines Herzfehlers. Er verträgt das sehr gut und es ist das erste Mal, dass ich ihm - ohne Probleme - ein Medikament mit dem Futter geben kann.

Abgesehen von der Halsunterseite (Melanome in der Speiseröhre), die er sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit aufschubbert, sind keine weiteren Melanome aufgegangen. Ebenso bearbeitet er - wenn es ihm möglich ist - seinen Schopf- und Schweifansatz. Der Winter wird sicherlich noch einige Überraschungen bringen.

Bis dahin, Shalom
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Beitrag#44von VikoGeronimo » 18. Nov 2010 22:51

Liebe Shalom,

ich bin seit etwa drei Tagen hier im Forum und habe gerade Deinen ganzen Thread gelesen. Auch ich bin hier, um "LeidensgenossInnen" zu finden, denn ich habe eine ähnliche Geschichte mit meinem 25jährigen Opi, der bis vor kurzem noch recht agil bei Ausritten war. Und seit September sind die Melanome explodiert und bluten und suppen und nun platzt es auch durch die fellbesetzte Haut.
Ich habe Fotos eingestellt, Du vielleicht auch? Allerdings sind die Melanome seit den Bilder gewachsen und sie verändern sich täglich.
Die Idee mit dem Zinkpräparat ist gut.
Mir geht es so, dass mir kein TA etwas zur Unterstützung anbietet, sei rausgeworfenes Geld. Ich solle jeden Tag genießen

Wie geht es Deinem Opi, der letzte Bericht klang etwas entspannter. Ich fütter meinem Schatz "beste Jahre", er bekommt zwei Mal in der Woche Mash und Heucops habe ich gerade auch besorgt, da ich beobachte habe, das er Heu wieder ausgespuckt hat.

Mein Tierarzt hat mir zum raufschmieren auf die offenen Melanome Socatyl-Salbe gegeben

Darf ich mich hier an Deinen Thread ranhängen, dann wären wir schon mal zu zweit?
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VikoGeronimo
 

Beitrag#45von Shalom » 21. Nov 2010 19:02

Hallo Viko,

klar darfst du dich an den Thread dranhängen. Bin ja auch froh, dass sich endlich mal jemand gefunden hat, der über seine Erfahrungen schreibt.

Welcher Rasse gehört dein Opi an? Und ist er auch ein Schimmel?

Momentan ist bei uns alles recht entspannt. Ich habe manchmal den Eindruck, als würde mein Opi sich die Melanome dann aufschubbern (wollen), wenn sie wachsen. Wäre schon möglich, denn Wachstum erzeugt einen gewissen Druck. Er ist unglaublich gelenkig, um an die unmöglichsten Stellen zu kommen, als hätte er Gummiknochen...

Die Aufschubberei am Unterhals hat Opi vor einiger Zeit eingestellt. Zur Zeit werden die Muskelansätze an der linken Schulter sehr vehement bearbeitet. Er hat sich dort schon wieder ein ziemlich großes Loch geschubbert. Bis auf's rohe Fleisch. Mir ist auch aufgefallen, dass er sich in der letzten Zeit auffallend oft am Kopf (Ohransatz) schubbert.

Deine Aussage bezüglich der Tierärzte kann ich bestätigen. Ich nehme es ihnen nicht übel, denn ich glaube, sie sind mit dem Thema überfordert und nicht "up to date". Ich habe es bisher immer so gehalten, dass ich die TAe gefragt habe, ob es sinnvoll wäre, wenn ich dies oder das ausprobiere. Von Medikamenten oder Präparaten, von denen mir die TAe abgeraten haben, habe ich mich stets ferngehalten. Letztendlich muss man sich damit abfinden, dass es nur unterstützende, lindernde Präparate gibt, keine heilenden.

Socatyl-Salbe kenne ich noch aus "alten Zeiten". Ich habe sie bekommen, als mein Opi in jungen Jahren ein Hufgeschwür hatte. Ich habe allerdings nicht mehr auf dem Schirm, welche Wirkung sie hat. Kannst du mir das schreiben? Ich habe bisher mit Betaisodona-Salbe und auch Lebertran-Zink-Salbe sehr gute Erfahrungen gemacht.

Mein Opi bekommt folgendes Futter:
Hesta Mix Classic, Vitalmüsli "Beste Jahre", Magnesium, Zink, Mineralfutter, Leinöl. Zusätzlich täglich im Wechsel Mash und Heucobs - jetzt schon seit fast 4 Jahren.

Heu frisst er mittlerweile sehr wenig. Es ist schwierig, weiches Heu zu bekommen. Aber mit den Heucobs ist er sehr gut abgedeckt.

Freue mich, wieder von dir zu hören.

Liebe Grüße, Shalom
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