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Shalom- neues Melanom o. Muskelverspannung? BCG


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Beitrag#46von VikoGeronimo » 21. Nov 2010 22:40

Liebe Shalom,

mein Viko ist ein deutsches Reitpony und Fuchsschimmel.
ich habe gestern den TA gefragt wegen der Zink-Kur, weil ich dachte, man könne nichts falsch machen. Er sagte doch. Wenn er keinen Zinkmangel hat, muss er das Überflüssige wieder ausscheiden, was die Leber belasten würde...
In einem Blutbild könnte ich sehen, was er für einen Mangel hat und dann gezielt zufüttern. Kostet 80 Euro.

Socatyl deckt die Wunde länger ab , da eine feste Konsistenz. Heilende Wirkung müßte ich mal googeln. Ich spüle die Wunde gerade mit Rivanol und schmiere im Wechsel auch Betaisadonna rauf. Diese Wunde will nicht zu, drum herum fallen langsam die Haare aus und es läuft regelrecht das schwarze Zeug raus.

Mash fütter ich nur zwei Mal in der Woche, ich dachte, man dürfte es nicht so oft füttern?
Heucops habe ich da, weil er das letzte Heu wieder ausspuckte. Das jetzige scheint zu gerhen. Außerdem fütter ich 5x in der Woche ReforminPlus und Beste Jahre auch. Ich muss es nasss machen, da er vor kurzem die erste Schlundverstopfung hatte. Es lag bestimmt am ollen Hafer, den bekommt er nicht mehr. Oder es lag am Melanom, was am Hals ist.

Ich habe heute wieder Fotos gemacht und stelle sie die Tage ein. ich würde mich sehr über eins von Deinem Schatz freuen, wie sieht er aus, Du sagtest ja, er frißt nicht so doll.

Freue mich, Dich hier gefunden zu haben;-))
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VikoGeronimo
 

Beitrag#47von Shalom » 22. Nov 2010 19:30

Hallo Viko,

ja, mit dem Zink hast du Recht. Es muss natürlich vorher abgestimmt werden, ob ein Mangel vorliegt. Alte Pferde haben allerdings einen höheren Zinkbedarf als jüngere. Ich habe mit meinem TA die richtige Dosis gefunden.

Von Zeit zu Zeit entschlacke/entgifte ich meinen Pferde-Opi mit Brennnessel und/oder Löwenzahn. Das ist ihm immer sehr gut bekommen und er frisst es sehr gerne.

Ich lasse einmal im Jahr - in den Wintermonaten - ein großes Blutbild von Opi machen. Das gibt Aufschluss über vieles - ob eine Unter- oder Überversorgung vorliegt. Bisher gab es nur das Problem mit der Zinkunterversorgung. Das Geld ist es mir wert... Zink unterstützt die Heilwirkung.

Socatyl-Salbe hat vor allen Dingen eine desinfizierende Wirkung. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass sie dadurch, dass sie diese feste Konsistenz hat, vielleicht auch austrocknet oder die Wunde verstopft. Bei der Betaisodona-Salbe habe ich festgestellt, dass es die Haut um das eröffnete Melanom herum geschmeidig hält. Sie wird nicht rissig. Ob das bei der Socatyl-Salbe so ist, kann ich nicht beurteilen, weil noch nie ausprobiert.

Mein Opi bekommt nicht ausschließlich nur Mash. Ich achte immer sehr auf Abwechslung. Er bekommt es 3 x wöchentlich, ansonsten die Heucobs. Die frisst er auch sehr gerne, allerdings nur, wenn ich sie mit Abwechslung zubereite. Nur Heucobs "nackt" geht nicht. Ich mische immer noch Honig und manchmal etwas Grafschafter Goldsaft, den dunklen Sirup, drunter. Oder es kommt mal eine Banane mit rein. Das mag er total gerne. Bei Mohrrüben und Äpfeln ist er sehr wählerisch - mal mag er sie, mal nicht. Es ist sehr schwierig mit ihm. Ich muss meine Phantasie spielen lassen. Naja, wir wollen ja auch nicht jeden Tag das Gleiche essen...

Wegen der Fotos muss ich mal sehen, wann ich das hinbekomme. Ich bin meistens erst im Stall, wenn es schon dämmert oder dunkel ist. Im Stall selber werden die Fotos nichts - sehr unscharf. Vielleicht geht's am Wochenende. Opi hat allerdings schon wieder gut Winterfell entwickelt. Aber die "normalen" Stellen (Schweifrübe, ausgefahrenen Schlauch) und die aufgeschubberten Löcher kann man ohne weiteres erkennen.

Hat dein Opi - abgesehen von diesem Riesen-Melanom unter dem Ohr - noch andere, sichtbare oder fühlbare Melanome am Kopf?

Mein Opi hat sie mittlerweile auch in den Augen. Die Pupillen sehen aus, als wären sie in der Mitte mit einem Faden zusammengebunden und es wachsen kleine Melanome innerhalb der Augen. Sie sehen aus wie kleine Miniatur-Blumenkohl-Röschen. Wenn man sich das Auge von der Seite ansieht und das Licht günstig hineinfällt, kann man sehen, dass das kleine "Röschen" bis zur Linse gewachsen ist. Auf dem anderen Auge ist es genauso.
Er hat auch ein mittlerweile ziemlich großes Melanom am linken Ohransatz. Es ist unter dem Fell und man kann es auf den ersten Blick nicht sehen.
Der gesamte Mähnenkamm ist voll mit Melanomen. So lange die Mähne kurz ist und den Mähnenkamm nicht herunterzieht, ist da aber Ruhe.
Die Melanomansiedlungen an den Muskelansätzen an den Schultern sind eher fühlbar als sichtbar. Nur wenn man direkt davor steht, kann man sie erkennen.
Auf Berührung der Melanome - egal welcher - reagiert er sofort.

Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Freue mich auf deinen Beitrag.

Bis dahin alles Gute und bitte nicht verzweifeln.
Liebe Grüße, Shalom
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Shalom
 

Beitrag#48von VikoGeronimo » 23. Nov 2010 21:10

Hallo Shalom,

heute soll mein Schatz gespielt haben... ich habe mich erst gefreut und dann gedacht, dass Krebskranke oft eine Hochphase haben, bevor das Ende naht. Aber das will ich nicht denken, hatte ja selbst das Gefühl, seit die Stelle am Kopf aufgeplatzt ist, geht es ihm besser.
Schau doch mal bei mir rein, da ist ein aktuelles Foto.

Die dicke Beule geht um das Ohr herum und im Ohr ist auch ein dicker Knoten. Im Auge hat er ebenfalls eins, sieht man nicht von außen. Im Mähnenkamm ist auch mind. eins.

Die Entgiftung, wie machst Du das, kochst Du die Blätter zum Tee???

Ach-so: Also berühren kann ich die Melanome. Im Po-Bereich wird er nun empfindlich und natürlich der Ohrbereich.

Viele Grüße von uns
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VikoGeronimo
 

Beitrag#49von yachia » 23. Nov 2010 22:57

Hallo,

Beste Jahre war auch mein favorisiertes Futter, wobei ich das Glück hatte, ein stets hungriges Pferd füttern zu dürfen ... Ab und an Bananen waren eine schöne Abwechslung, ebenso wie manch anderes Obst. Und im Winter gab es ab und an einen Löffel Honig ins Mash. Freut mich, das hier zu lesen, denn ich kannte bisher niemand, der Honig ins Pferd macht. Ich war die Einzige im Stall, die ein Glas Honig im Spind hatte.

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Beitrag#50von Shalom » 24. Nov 2010 14:31

Hallo Viko,

bis vor einem Jahr hat mein Opi auch noch gespielt. Mittlerweile hält er sich damit total zurück. Auch das Beknabbern, also Fellpflege mit anderen Pferden, lässt er überhaupt nicht mehr zu. Er selber beknabbert andere Pferde gerne (wenn die Chemie zwischen den beiden stimmt). Aber auf seine Aktion ist natürlich die Reaktion des anderen Pferdes, dass es auch beknabbern will. Dann entzieht er sich aber sofort. Meistens wird ja am Mähnenkamm, Schultern und Widerrist "fellgepflegt". Das scheint ihm aber mit der Intensität, wie es Pferde nun mal machen, weh zu tun.

Ich habe auch schon öfter gedacht, dass Opi nicht mehr lange leben wird. Das erste Mal vor 4 1/2 Jahren. Es war ein ständiges Auf und Ab. Aber ich denke, davon sollte man sich nicht leiten lassen. Er hat sich immer wieder berappelt. Mein Opi lebt nun schon seit seinem 8. Lebensjahr mit den Melanomen. Natürlich sind die "schlechten" Phasen in den letzten Jahren immer häufiger geworden und es hat immer länger gedauert, bis er sich davon erholt hat. Ich hatte immer den Eindruck, dass meine Fürsorge und Unterstützung den kleinsten Teil von der Erholung ausgemacht hat. Der Körper scheint das selber zu regeln.

Die Entschlackung/Entgiftung kannst du auf verschiedene Arten und Weisen machen:
Du kannst einen Tee-Sud kochen und ihn mit dem Futter geben.
Oder du kannst auch die getrockneten Kräuter mit ins Futter geben.
Oder eben frische Kräuter sammeln und ab ins Futter.
Ich habe alles schon ausprobiert und bin jetzt bei den frischen Kräutern geblieben.
Brennnesseln zu sammeln ist natürlich sehr müßig und auch nicht gerade schmerzfrei. Mein Opi frisst sie direkt vom Stengel, was mir natürlich sehr entgegenkommt. Löwenzahn zu sammeln ist kein Problem. Ich zerrupfe ihn dann ein bisschen und er kommt mit ins Futter. Beide Kräuter sind harntreibend. Also sei nicht besorgt, wenn dein Opi öfter pinkelt. Meiner hat durch die Entschlackung immer etwas abgenommen, hat es aber auch schnell wieder aufgeholt.
In der Regel nehmen die Pferde das sehr gerne an.

Tee: ca. 100 g frische Kräuter oder 30 - 50 g getrocknete Kräuter, aufgießen mit 500 ml kochendem Wasser, 10 - 15 Min. ziehen lassen.
Der Tee kann mit den Kräutern verfüttert werden.
Getrocknete Kräuter: 30 - 50 g übers Futter
Frische Kräuter: 30 g übers Futter

Ich kann die Melanome nicht immer berühren. Es gibt Tage, da entzieht sich Opi meinen Berührungen völlig. Ob das evtl. am Wachstum liegt, ich weiß es nicht. Andere Tage dann wieder macht ihm die Berührung nichts aus.

Liebe Grüße, Shalom
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Shalom
 

Beitrag#51von Shalom » 24. Nov 2010 18:25

Hallo yachia,

Honig füttere ich schon seit zig Jahren. Früher in Verbindung mit Apfelessig. Irgendwann mochte Opi aber den Apfelessig nicht mehr...

Honig werden ja viele gute Eigenschaften nachgesagt:

Er soll u. a. die Nerven und das Immunsystem stärken, die Verdauung fördern, die Durchblutung der Herzkrankgefäße verbessern. Außerdem soll er eine leicht antibiotische und auch entzündungshemmende Wirkung haben. Honig wird auch als Wundheilmittel angewandt (bei Verbrennungen, kleinen Schürfwunden, alten Narben). Ich finde, er ist eine gute Unterstützung für Opi und last, but not least, soll er gegen Tumoren schützen. Na, wenn ich das mal früher gewusst hätte.
Aber, wer weiß, vielleicht sondern die aufgeplatzten Melanome von Opi deshalb diese seltsamen Sekrete nicht ab.

Liebe Grüße, Shalom
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Beitrag#52von VikoGeronimo » 24. Nov 2010 22:25

Hallo Shalom,

welchen Honig bevorzugst Du/Ihr denn, es gibt so viele Sorten?

Wenn Opis Melanome platzen, kommt nicht das schwarze Zeug raus? Blutet es dann einfach "nur"?

Ich habe Viko gestern über das Internet Ingwer aus Nigeria bestellt, er soll auch schützende Wirkung haben.

Liebe Grüße von uns
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VikoGeronimo
 

Beitrag#53von Shalom » 25. Nov 2010 15:34

Hallo Viko,

ich nehme eigentlich immer den Sommerblütenhonig, manchmal auch Waldhonig. Mal so, mal so. Für meinen Opi ist es wichtig, dass der Honig nicht zu herb ist. Wichtig finde ich außerdem, dass er flüssig ist. Der schon eingezuckerte lässt sich immer sehr schwer im Futter verteilen. Man hat dann einfach nur einen Kloß im Futter. Das mag Opi nun auch wieder nicht. Habe mir schon so oft gewünscht, er wäre nicht so mäkelig...

Nein, bisher ist noch nie "schwarze Tinte" aus den aufgeplatzten Melanomen gekommen. Bei den ganz kleinen war es immer nur Wundsekret und sie sind auch recht schnell wieder zugeheilt.
Dieses Jahr im Sommer war es das erste Mal, dass größere Melanome aufgegangen sind. Da kam dann ein milchiges Sekret heraus. Das hat ziemlich lange gedauert, bis die verheilt sind. Die "Milch" trat meistens 5 - 6 Tage lang aus. Geblutet hat bisher kein einziges.
Ein ziemlich großes hat mein Opi sich in diesem Sommer am Bauch aufgebissen. Er ist - trotz seines Alters - extrem gelenkig. Das hat lange gedauert, bis es verheilt war.
Tritt die schwarze Tinte immer noch aus dem geplatzten Melanom am Ohr aus? Ich habe das schon öfter gesehen, bin also vorbereitet, wenn es bei meinem Opi dazu kommen sollte. Der Anblick haut mich trotzdem immer wieder um...

Ich hatte immer den Eindruck, dass Opi es als angenehm empfand, wenn die Dinger endlich geplatzt waren. Bei manchen konnte man direkt erkennen, dass sie als nächstes aufgehen würden und es dann auch taten. Bei anderen wiederum nicht. Ich weiß nicht, nach welchem Prinzip das geht. Wenn sie aufgeplatzt waren, durfte ich sie auch fast ohne Probleme berühren und versorgen.

Welche Wirkung Ingwer hat, kann ich nicht sagen. Ich habe mich nie damit auseinandergesetzt. Ich habe mal gelesen, dass man es langsam anfüttern muss und auch nur eine gewisse Dosis füttern darf. Genauso muss man es auch ausschleichend füttern Ich weiß nicht, ob es tatsächlich zum Wohlbefinden des Pferdes beiträgt. Ich bringe Ingwer immer mit dem Spruch "Der hat Pfeffer im Hintern" in Verbindung. Früher hat man damit temperamentlose Pferde, die sich schlecht verkaufen ließen, temperamentvoll gemacht - durch die Schärfe des Ingwers. Lass dich aber bitte von meiner Meinung nicht beeinflussen. Ich kenne viele Leute, die schwören auf Ingwer.

Liebe Grüße, Shalom
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Beitrag#54von yachia » 25. Nov 2010 18:15

Hallo,

... Honig füttere ich schon seit zig Jahren ...

Ich meine, es hätte mir niemand gesagt, ich musste selber drauf kommen. Zumindest war ich die Einzige, die Honig im Stall hatte. Ich habe den Honig nicht wegen der Melanome gefüttert, sondern einfach, um den Speiseplan mit etwas Gesundem und Süssem zu erweitern.
Warum Ingwer aus Nigeria?
Ingwer ist geschmacklich nicht jedes Pferdes Sache ... vor allem dann nicht, wenn er nicht langsam angefüttert wird, sondern das Pferd sich selber bei einem anderen Pferd bedient, welches Ingwer bekommt. :mrgreen:
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass geplatzte Melanome eine gewisse Erleichterung bringen, ich denke, das fühlt sich an wie ein so richtig praller und reifer Eiterpickel!


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Beitrag#55von VikoGeronimo » 25. Nov 2010 21:30

[quote="Shalom"]Hallo Viko,

Nein, bisher ist noch nie "schwarze Tinte" aus den aufgeplatzten Melanomen gekommen. Bei den ganz kleinen war es immer nur Wundsekret und sie sind auch recht schnell wieder zugeheilt.
Dieses Jahr im Sommer war es das erste Mal, dass größere Melanome aufgegangen sind. Da kam dann ein milchiges Sekret heraus. Das hat ziemlich lange gedauert, bis die verheilt sind. Die "Milch" trat meistens 5 - 6 Tage lang aus. Geblutet hat bisher kein einziges.
Ein ziemlich großes hat mein Opi sich in diesem Sommer am Bauch aufgebissen. Er ist - trotz seines Alters - extrem gelenkig. Das hat lange gedauert, bis es verheilt war.
Tritt die schwarze Tinte immer noch aus dem geplatzten Melanom am Ohr aus? Ich habe das schon öfter gesehen, bin also vorbereitet, wenn es bei meinem Opi dazu kommen sollte. Der Anblick haut mich trotzdem immer wieder um...

Seit Wochen läuft das Zeug aus der Stelle (siehe Foto in meinem Thread). Jetzt ist eine dicke Kruste drauf und drüber und es eitert darunter. Aber ich kann den riesen Flatschen ja nicht einfach abreißen, voll eklig, Fleisch oder Tumor?
Und warum der Ingwer aus Nigeria kommt weiß ich nicht, habe ich über ebay gekauft

Ich habe einen griechischen Nachbarn, dert sagt, man muss jeden Tag einen Eßlöffel Honig essen, und man bleibt immer gesund..
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Beitrag#56von Shalom » 26. Nov 2010 18:56

Hallo Viko,

heute hatte mein Opi Impftermin. Es kam eine TÄin aus der Gemeinschaftspraxis, die ich vorher noch nicht kennengelernt habe. Ich frage jeden TA, den ich noch nicht kenne und der meinen Opi behandelt, ob er sich mit Melanomen auskennt. Die meisten haben das bisher immer verneint. Sie ist die erste, die meine Frage bejahte.

Dein Viko geht mir gar nicht mehr aus dem Kopf. Mich beschäftigt das sehr. Ich habe sie gefragt, ob es ein schlechtes Zeichen ist, wenn Melanin aus dem/den Melanom/en austritt. Ob das ein Zeichen dafür ist, dass sich der Tumor zersetzt (zersetzt sich ein Tumor, findet eine rasante Metastasierung statt)? Sie hat mir folgendes gesagt:

Egal, welches Sekret austritt, ob nun Wundsekret, ein milchiges Sekret, Blut oder eben Melanin (wie bei deinem Pferd) - die Sekrete haben sich in den Melanomen angesammelt, ein ungeheurer Druck baut sich auf. Aufgrund dessen öffnen sich die Melanome. Vergleichbar mit einem Vulkan. Das Sekret läuft so lange nach, wie es im Überschuß produziert wird. Deswegen kann es lange dauern, bis es aufhört zu laufen. Nicht jedes Pferd hat eine starke Melaninproduktion, deswegen auch das milchige Sekret oder eben einfach nur Wundsekret.

Meine Frage, ob das dann auch wieder vernünftig zuheilt, hat sie mit ja beantwortet. Natürlich ist auch das eine ziemlich langwierige Angelegenheit. Das Wichtigste ist, dass die Wunde keimfrei bleibt. Wegen des Eiters würde ich einen TA konsultieren. Es gibt ja sicherlich ein Antibiotikum zur Heilung.

Wenn Blut aus dem Melanom austritt ist das ein Zeichen dafür, dass das Melanom unmittelbar an einem Blutgefäß liegt. Normalerweise bluten Melanome nicht.

Ich meine, mal gelesen zu haben, dass der Ingwer aus Nigeria am wirkungsvollsten sein soll. Er ist wohl auch ziemlich teuer. Ich denke, ich habe mich mit Ingwer deswegen nie beschäftigt, weil ich ihn selber auch nicht mag.

Auf die Honig-Fütterei bin ich irgendwann mal durch einen alten Züchter gekommen. Ich füttere Honig bestimmt schon seit 18 Jahren. Es ist eines der wenigen Futtermittel, die mein Opi bisher nicht verschmäht hat.

Liebe Grüße, Shalom
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Beitrag#57von VikoGeronimo » 26. Nov 2010 23:07

Ach Du bist ja lieb,

dass Du Dir mit mir und meinem Viko so viele Gedanken machst. Es hatte heftig geblutet, sogar auf das Heu und auf alles. Aber das ist vorbei.

Sauber halten ist schwierig, ich traue mich nicht, die Kruste oder besser dicken Flatschen, abzureißen. Es sieht wie rohes Fleisch aus, was darunter ist. Ich spüle soweit ich rankomme mit Rivanol und schmiere dann die Socatyl drauf, soll ja auch leicht antibiotisch sein. Die Stelle ist jetzt schon so groß, wie ein Tennisball.

Impfst Du bei Deinem Opi noch alles? Viko wird nicht mehr geimpft, außer Tetanus. Mein TA sagt, er ist nach den Jahren immun genug.

Bin mal gespannt, wann das Ingwer ankommt, kann ja dann mal berichten. Mein Ding ist es auch nicht. Ich habe das Glück, dass Viko oberverfressen ist.

Bei uns ist nun eisekalt und der Boden und das Wasser gefroren. Hoffentlich wird der Winter nicht so hart, wie gesagt wird.

Noch mal vielen Dank für´s Nachfragen

Liebe Grüße von dem Dicken Schatz
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VikoGeronimo
 

Beitrag#58von Carola » 27. Nov 2010 19:35

Hallo Ihr
bin beim Stöbern gerade auf der Seite gelandet da mein Alter Fritzi ( Araber/Welsch/Friese) mit 26 jetzt auch ein paar Melanome kriegt.
Aber bei uns sind es gottseidank noch Melanömchen :-D hoffe das bleibt auch noch einige Zeit so hab mit Whinnies Sarkoid genug. :evil:
Ich kann nur sagen ich versteh euch, ich hab meinen Fritzi jetzt seit er auf der Welt ist und würde ihn auch nie hergeben reitbar oder nicht, solange er sein Leben in der Herde noch geniesen kann.
Da wir mehrere alte Pferde auf dem Hof haben wollt ich was zum Füttern beitragen.
Fritz kriegt täglich 1l Hafer+1Liter Gerste gequetscht, Gerste soll für diese Arabertypen gut sein muß aber gequetscht oder geschrotet werden.
Außerdem im Sommer, wenn er Tag +Nacht auf der Weide ist noch Horse+Pony Vollkornpelletts von Eggersmann eingeweicht. Zudem täglich ein Zusatzfutter von Makana wegen Arthrose mit Grünlippmuschel+ Teufelskralle+ Weidenrinde und Mineralfutter.
Im Winter gibts noch Mach oder Senior von Nösenberger + Leinöl.
Ingwer gibts im Winter auch soll gut sein fürs Imunsystem außerdem Entzündungshemmend und gut bei Arthrose. Man muß aber wirklich ganz langsam anfüttern es ist gewöhnungsbedürftig
In der chinesischen Medizin heißt es Ingwer wärmt und ist gut bei Kälte.
Alle drei bekommen noch EM Bokashi von EMIKO soll gut sein für Immunsystem und für den Darm Er bekommt soviel Futter dvon würden sich meine Tinker minimum einen Monat ernähren.
Bei uns funktioniert das im Stall so:
Wenn du mir mein Pferd morgens mitfütterst, fütter ich deins abends mit. Wir haben auch Leute, die Ihren Alten abends einen großen Eimer Fuutter zur freien Verfügung während der Nacht in die Box hängen, bei nicht so verfressenen geht das. Malzbier z.B. Equimall von Hippolyt soll auch gut sein und dann immer wieder Zähne kontrollieren lassen.
Hallo Viko ich würde an deiner Stelle versuchen die Kruste so gut wie möglich wegzumachen, wenn es drunter eitert, vielleicht mit warmem Wasser einweichen, wenn sie weg ist ein Pflaster mit dick Betaisodona Slbe drauf und erst wenns sauber ist wieder Socatyl, hab das Zeug auch schon seit Jahren aber das neue ist nicht mehr so gut wie das Alte und ich hatte auch schon Wunden mit dicker Kruste, die drunter geeitert haben.
So jetzt hab ich euch ganz schön zugetextet. Grüße von Schimmelopa zu Schimmelopa
Carola
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Beitrag#59von Shalom » 27. Nov 2010 20:28

Hallo Viko,

ich finde Carola's Vorschlag gut. Ich würde die Kruste auch mit abgekochtem und dann abgekühltem, lauwarmem Wasser einweichen und abtupfen - solange bis sie entfernt ist. Ich weiß, dass das ziemlich lange dauern kann. Habe das mit meinem Opi und seinem Melanom, was er sich im Sommer unter dem Bauch aufgebissen hat, auch so gemacht. Wichtig ist natürlich, dass er sich das auch gefallen lässt. Habe bisher die Erfahrung gemacht, dass eröffnete Melanome dem Pferd offensichtlich keine Schmerzen bereiten? Die Krustenentfernung unter dem Bauch-Melanom hat sehr lange gedauert, weil es eine blöde Stelle war. Ich wusste nachher schon gar nicht mehr, ob ich unter den Bauch kriechen oder kopfüber einweichen und abtupfen sollte. Die Socatyl-Salbe würde ich auch erst dann wieder benutzen, wenn die Stelle soweit ganz gut abgeheilt ist.

Opi wird seit Jahren nur noch gegen Tetanus und Influenza geimpft. Die TÄin meinte, das sei dieses Jahr vielleicht seine letzte Influenza-Impfung. Ich solle mir überlegen, ob das Notwendigkeits-Nutzen-Verhältnis stimmt. Muss jetzt erstmal schauen, wie er die Impfung verkraftet. Sollte sich ein kreislauftechnisches Problem einstellen, vielleicht sogar Fieber, werde ich davon Abstand nehmen. Heute war jedenfalls alles im grünen Bereich.

Mein Argument für die Influenza-Impfung ist, dass bei uns im Stall noch einige junge Pferde sind, die auch regelmäßig auf Turnieren vorgestellt werden. Man weiß nie, was krankheitstechnisch gerade im Umlauf ist und ob sie nicht evtl. mit infizierten Pferden Kontakt haben. Auch ein Pferd kann einfach nur Überträger sein. Wenn mein Opi sich mit dem Influenza-Erreger infizieren würde, wäre das sein sicherer Tod. Es steckt schon auch eine gewisse Angst von mir dahinter.

Liebe Grüße, Shalom
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Beitrag#60von VikoGeronimo » 28. Nov 2010 21:27

Hallo Ihr,

die Kruste weiche ich immer mit abgekochtem Wasser ein und nun ist sie auch fast ab. Nur die Stelle drum herum wird immer größer, also die ohne Fell. Es ist nun insgesamt Tennisballgroß. In der Mitte Loch, wo es rausläuft, dann der Krustenbereich und dann große Umrandung ohne Fell.

Warum würdet Ihr keine Socatyl auf die Wund machen? Bislang habe ich sie immer sogar in die Löcher geschmiert. Ist Betaisadona besser? Spülen tue ich ja mit Rivanol. Auf den haarlosen Kranz mach ich Lebertran/Zink Salbe rauf.

Shalom, vielleicht hat mein TA nur noch Tetanus empfohlen, da er davon ausgeht, dass wir ihn bald einschläfern :-((

Carola, Du fütterst ja eine Menge, machst Du das täglich?
Viko bekommt Mittwochs und Sonntags Mash und ansonsten Bestes Futter 1 Mal täglich mit ReforminPlus. Und Möhren und rorte Beete und einen Schuß Rapsöl.

Mit Ingwer habe ich bislang keine Erfahrung, soll man langsam füttern wegen der Schärfe? Wie fange ich an, mit einem halben Teelöffel? Es ist nur noch nicht angekommen, hatte es ja über ebay bestellt.
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