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Shalom- neues Melanom o. Muskelverspannung? BCG


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Shalom- neues Melanom o. Muskelverspannung? BCG

Beitrag#1von Shalom » 21. Jan 2010 18:08

Hallo,

ich bin auf dieses Forum gestoßen und erhoffe mir Hilfe von euch.

Es geht um meinen 26-jährigen Vollblutaraber-Wallach, ein wunderschöner Hadban-Enzahi-Enkel, Schimmel. Seit fast 24 Jahren gehen wir gemeinsam durchs Leben und wir haben viele schöne und unschöne Momente durchgestanden.

Mein Araber-Opi hat Melanome - unzählige!

Das erste Melanom habe ich festgestellt, als er 8 Jahre alt war, an der typischen Stelle Schweifrübe. Schon damals wurde mir gesagt, dass man dagegen nichts unternehmen sollte, irgendwelche Medikamente gab es damals noch gar nicht. Bloß nicht operativ entfernen, dann explodiert's richtig. Ansonsten machten die TAe - alle durch die Bank weg - einen rat- und hilflosen Eindruck. In den darauffolgenden Jahren - bis heute - haben sich immer wieder neue Melanome gebildet. Sie haben sich mittlerweile durch's gesamte Pferd nach vorne ausgebreitet. Der Schweif ist komplett befallen, der Enddarm, die Innenseiten beider Hinterbeine, der Schlauch, der Mähnenkamm, teilweise die Speiseröhre, die Augen, am Ohrenansatz. Vor knapp 5 Jahren habe ich aufgehört, ihn zu reiten, weil sich ein recht großes Melanom an der rechten Schulter (Sattelpolster) entwickelt hatte.

Am letzten Montag, den 18.01.2010, habe ich direkt am linken Schulterblatt mittig eine ziemlich dicke Verhärtung gefühlt. Sie ist so groß wie eine Eichel. Man kann unter die Verhärtung greifen und fühlt eine direkte Verkapselung. Ich habe mein Pferd in all den Jahren oft massiert und weiß dadurch, dass sich Muskelverhärtungen/-verspannungen genauso anfühlen können (Massage nach Jack Meagher "Muskelprobleme bei Pferden"). Die Massagen haben immer geholfen und mein Pferd hat sie sichtlich genossen.

Jetzt allerdings bin ich völlig verunsichert. Ich traue mich nicht, Massagen an der Stelle vorzunehmen, weil ich nicht weiß: Ist es ein neues Melanom oder ist es eine Muskelverhärtung/-verspannung. Melanome soll man bekanntlich keinem mechanischen Druck aussetzen.

Wie kann ich feststellen, um was es sich handelt?
Muskelverhärtungen/-verspannungen sind auf Röntgenbildern nicht sichtbar zu machen.
Kann man Melanome auf Röntgenbildern sehen?
Gibt es die Möglichkeit, die Stelle zu sonographieren? Oder wäre das für ein evtl. Melanom eher nachteilig (durch die Schwingungen des Ultraschalls)?

Hat irgendjemand damit Erfahrung oder kann mir Tipps geben? Das würde mich freuen.

So schockierend eine solche Diagnose ist, möchte ich all den Betroffenen trotzdem Mut machen. Mein Pferd hat - außer den normalen Alterserscheinungen und eben dem Schimmelkrebs - nichts von seiner Magie, Schönheit und Vitalität eingebüßt. Er lebt seit mittlerweile 18 Jahren mit den Melanomen...

Viele Grüße und Danke im Voraus, Shalom
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Beitrag#2von Eline » 21. Jan 2010 22:36

Hallo Shalom,

erst mal willkommen und ich hab dich auch gleich für das gesammte Forum freigeschalten.

Allerdings muß ich gestehen, daß ich keine Ahnung von Melanomen habe und im Forum gibt es leider auch wenige.
Das Problem ist hier immer, daß viele Rat suchen und wenige Rat geben. Melanome ansich sind hier auch wenige vertreten. Wenn du uns unterstützen möchtest könntest du hier ein paar Bilder einstellen, denn selbst oder *zum Glück* mangelt es auch an Bildern von Melanomen. :-?
.....nur eine langweilige Frau hat einen perfekten Haushalt .....
Gruß Irene/ Eline
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Beitrag#3von Shalom » 23. Jan 2010 13:10

Hallo Eline,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich hatte es mir schon fast gedacht. Schade, dass so wenig Leute etwas zu Melanomen schreiben...

Wie geschrieben - ich setze mich ja schon recht lange mit dem Thema auseinander. Durch die fs (Freizeit im Sattel) hatte ich mal Kontakt zu einer Dame, deren Camargue-Stute ebenfalls Melanome hatte (allerdings sehr wenig). Sie schickte mir damals eine Broschüre der Fa. Horvi-EnzyMed Holland B. V. Sie teilte mir damals mit, dass sie die Melanome mit Schlangengift (Curare) behandelte. Vielleicht wäre das für andere Pferdebesitzer, deren Pferde darunter leiten, interessant. Ich selber habe die Melanome meines Pferdes damit nicht behandelt. Bei der Vielzahl seiner Melanome hätte er im Schlangengift "baden müssen".

Wenn ich die Frage nach der Anzahl der Melanome, die mein Pferd hat, mit mindestens 250 beantwortet habe, wandten sich die Leute ab. Wahrscheinlich, weil sie dachten, ich spinne sie voll. Vielleicht ist ihnen aber auch bewusst geworden, dass es leider kein tatsächliches Mittel dagegen gibt.

Letztendlich bin ich selbst ja auch zu der Erkenntnis gekommen, dass man die Melanome nicht wirklich aufhalten kann. Ich habe aber beobachtet, dass sie im Sommer bei intensiver Sonnenstrahlung schneller wachsen, manchmal nahezu explosionsartig. Im Winter scheint Wachstumsstop zu sein.

Bei meinem Pferd sind bisher - immer nur im Sommer - einige Melanome aufgegangen, immer die unterhalb der Schweifrübe. Es bildeten sich in der Mitte der Melanome kleine, sehr tiefe Krater, aus denen sich Wundsekret absonderte. Ich habe sie mit Betaisodona-Salbe sauber gehalten. Nach zwei Wochen waren sie verheilt. Das Problem mit Eiter, milchigen oder schwarzen Sekreten, die aus den Melanomen austreten können, haben wir bisher nicht gehabt.

Fotos werde ich später ins Forum einstellen.
Momentan sieht man durch das Winterfell, was mein Pferde-Opi mit sich rumträgt, eher wenig bis gar nichts. Ich möchte aber vorweg schon mal sagen, dass die Schweifrübe und der Schlauch am intensivsten befallen sind. Die an den Innenseiten der Hinterbeine sind eher klein, aber sehr zahlreich. Ich weiß gar nicht, ob man da tatsächlich etwas sehen könnte. Das am Ohransatz kann man mittlerweile auch sehen. Die an den Augen sitzen direkt auf Ober- und Unterlid. Auf dem linken Oberlid ist ein größeres Melanom, die anderen sind gerade so sichtbar. Die Melanome in der Sattellage/Schulter sieht man gar nicht, kann sie aber genau fühlen. Im Gegensatz zu den teilweise hier eingestellten Melanome-Fotos sind die meines Pferdes alle unter der Haut und/oder von Fell bedeckt. Ich werd's einfach mal versuchen, wenn der Winterpelz weg ist.

Vielleicht meldet sich ja doch noch jemand, der mir einen guten Rat geben kann.

Viele Grüße, Shalom
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Beitrag#4von Eline » 23. Jan 2010 15:47

Huhu,

Horvi kenn ich, soll wirklich ganz gut sein. Aber bei euch ist eben wie auch bei den sarkoiden, dass Problem, wenn es so viele sind, dann ist es wirklich oft sinnvoller nicht zu machen. Die meisten Melanombesitzer, lesen hier halt mal kurz und da eben noch keiner das ultimative Mittel gefunden hat, lebt man halt damit. Die meisten Pferde haben ja keine Beinträchtigung dadurch und wenn sie dann eh unter der Haut sind, dann gibts auch nicht die netten Kommentare der Miteinstaller :roll:

Ich hab ja die dumme Theorie, dass auch die Zunahme der Sarkoide mit dem Ozonloch zusammen hängt. Die wachsen nämlich auch im Sommer mehr. Und bei den Melanomen soll es ja eh so sein, das die ersten an den der Sonne ungeschützen Hautstellen ohne Fell am ersten auftauchen, quasi wie Hautkrebs bei uns ...

mich wundert jedenfalls, das es so viel betroffene Pferde gibt, ich dachte eigentlich, dass Forum bleibt mein Archiv ;-)

Bei den Melnomen hab ich jedenfalls auch gelernt, dass die Literatur da auch nicht so informiert ist. Es heißt ja immer, das Melnome harrlose, schwarze Knoten sind. Aber die wenigen die hier sind, haben meist Knoten unter der Haut oder fast schon Batzen. Also keine schwarzen Warzen :-?
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Beitrag#5von Shalom » 24. Jan 2010 21:56

Hi Eline,

die erste Literatur über Melanome habe ich 1995 gefunden in "Neues Lexikon der Pferdekrankheiten" von Holger Heck. Man konnte es über den Interest-Verlag beziehen und war eine Ergänzungslieferung. Dort steht unter dem Kapitel "Geschwülste" recht viel und ist sehr gut recherchiert und ausführlich beschrieben. Geschrieben wurde es von Frau Hedwig Pagenkemper-Mülot. Sie hat über sämtliche geschwülstige Hautveränderungen geschrieben, egal ob gut- oder bösartig. Leider wurden die Ergänzungslieferungen nach zwei Jahren wieder eingestellt - zu wenig Interesse...

Das, was Frau Pagenkemper-Mülot damals schon über die Melanome geschrieben hat, war sehr ernüchternd. Sie lässt keine Alternativen offen. Alles andere ist wohl eher Wunschdenken des Pferdebesitzers.

Auch wenn mir andere "Melanomis" nicht helfen können, so hoffe ich doch, dass ich mit den paar Tipps, die ich geben konnte, helfen konnte.

Allerdings: Ich gehe davon aus, dass es sich bei der bei meinem Pferd erfühlten Erhärtung an der Schulter tatsächlich um ein Melanom handelt. Die Reaktion, die er zeigen müsste, wenn auf die vermeintliche Muskelverpannung Druck ausgeübt wird, tritt nicht ein. Von eingeschränkter Beweglichkeit oder "sich-entziehen-wollen" keine Spur. Naja, geschockt bin ich nicht wirklich. Ich hab's ja schon geahnt. Trotzdem wäre es zu schön gewesen, wenn man ihm mit Massagen hätte helfen können. :roll:

Viele Grüße, Shalom
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Beitrag#6von Eline » 25. Jan 2010 12:31

Huhu,

du kannst dich gerne drüber machen und dass was ich hier über Melanome geschrieben habe korrigieren, ich hab das ja auch nur zusammengefasst, weil ich viel widersprüchliches gefunden habe. Die eigentliche Ahnung erhält man ja immer nur, wenn man damit zu tun hat.

Würde mich sehr freuen, wenn sich da mal jemand die Mühe macht und mich aufklärt, grad so über das wachstum und die optischen Formen, also das was typisch für Melanome ist.

Ich wollte im Forum ja anfangs nur Sarkoide, also für mich als Archiv. dachte ja auch nicht, dass ich hier Mitglieder bekomme .. aber die anderen Tumore kommen dann zwangsläufig dazu. Und wie du schon schreibst, viel gutes findet man da nicht.
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Beitrag#7von yachia » 26. Jan 2010 23:56

Hallo,

bitte entschuldigt, dass ich hier schreibe, ohne mich vorzustellen. Aber da dieser Thread gerade aktuell ist, will ich hier was schreiben, ohne mich erst lange an einer Vorstellung aufzuhalten.

Ausserdem bin ich im Internet extrem vorsichtig, gebe ungern etwas über mich preis.

Aber nun gleich zu den Schimmel-Melanomen:
Ich bin kein Pferdeprofi und kein Mediziner - nur damit Ihr meinen Beitrag (und evtl. zukünftige) richtig einschätzen könnt. Das bisschen, was ich weiss, beruht auf Nachlesen (hauptsächlich Internet) und Beobachtungen.

Warum liest man hier so wenig über Schimmel-Melanome (abgesehen davon, dass es sich laut URL ja um ein Sarkoid-Forum handelt)?
Vielleicht, weil es Schimmel-Melanome schon lange gibt oder vielleicht gar schon immer gab. Und irgendwie erreichen viele Schimmel dennoch ein hohes Alter. Und wenn die Melanome nicht beeinträchtigen, dann arrangiert man (ReiterIn) sich damit.

Sarkoide hingegen scheinen im Vormarsch zu sein und irgendwie scheinen Sarkoide manchmal auch schneller zu wachsen, bzw. auch schon an jüngeren Pferden aufzutreten, als Schimmel-Melanome. Aber vielleicht täusche ich mich hier. Sie sehen auch "ekliger" aus (sorry, nicht falsch verstehen) als ein paar trockene, erbsengrosse Knubbel an der Unterseite der Schweifrübe, wo eh kein Mensch drunterschaut, zumindest nicht der Spaziergänger im Gelände, der Zuschauer auf einem Turnier etc. Und vielleicht sprechen Sarkoide eher auf Behandlungen an als Melanome, so dass die "Experimentierfreude" hier grösser ist.

Schimmel-Melanome und Sonne? Habe ich schon öfters gehört, dass die Sonnenstrahlung das Wachstum beschleunigen oder gar zum Entstehen herbeiführen. Weil manche Leute meinen, das sei so wie bei einem hellhäutigen Menschen, dessen Haut sonnenlichtempfindlicher ist. Meiner Meinung nach trifft das bei Pferden nicht zu. Ein Schimmel ist bekanntermassen weiss und weisse bzw. helle Dinge reflektieren das Licht stärker als dunkle Dinge. D.h., auf der Haut eines Schimmels dürfte doch viel weniger Sonnenlicht ankommen als bei einem dunklen Pferd, oder nicht? Oder habe ich hier einen Denkfehler? Zudem müssten die Schimmel-Melanome dann ja zuerst bzw. bevorzugt an den Hautstellen auftreten, die der Sonne stärker ausgesetzt sind. So müssten Schimmel-Melanome zuzerst bzw. bevorzugt z.B. am Maul-Nüstern-Bereich zu finden sein und nicht, wie es typisch für Schimmel-Melanome ist, auf der Unterseite der Schweifrübe.

Und was ist typisch für Schimmel-Melanome? Vielleicht, dass Knubbel, gleich welcher Art, wenn sie beim Schimmel auftreten, gleich mal als Melanome deklariert werden, egal wie sie aussehen. Wer lässt mal ein Teil rausschneiden und untersuchen? I.a.R. lässt man die Teile in Ruhe. Der Schimmel hat halt Melanome. Dabei kann es durchaus sein, dass bei einem Schimrmel mit Melanomen sich Knubbel anderer Art unter dem Deckschild Melanom "verstecken". Daher ist in meinen Augen zu erklären, warum Melanome angeblich so verschieden aussehen können - weil vielleicht gar nicht alles, was einem Schimmel wächst, ein Melanom sein muss.

Schimmel-Melanome und Haare drüber? Warum nicht? Vielleicht können sie auch an tieferen Hautschichten entstehen und somit ist Fell drüber? Aber siehe oben, wer weiss, was an einem Schimmel ausser Melanomen noch so alles wächst.

Soderle, jetzt habe ich Euch nicht wirklich geholfen, ich kann Euch auch kein Wundermittel gegen Schimmel-Melanome präsentieren.

Vielleicht fallt Ihr jetzt sogar über mich her, weil ich ohne Vorstellung mal eben schnell so salopp etwas schreibe.

Liebt dennoch Eure Schimmel, lasst sie ein schönes, möglichst artgerechtes Leben führen, reitet sie, bewegt sie, so gut es halt geht und freut Euch an deren Existenz: Manche Leute (meist NichtreiterInnen) sagen, dass Schimmel etwas ganz Besonderes sind. Ein weisses Pferd hat bei manchen Leuten eine hohe Symbolkraft!

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Beitrag#8von fran » 27. Jan 2010 08:07

also ich kenn mich da überhaupt nicht aus! :roll:

aber wegen der Sonne und weiße Sachen die reflektieren....
Ich weiß nicht ob das da einen Unterschied macht, aber bei Schimmeln verlieren doch nur die Haare mit der Zeit die Pigmente, die Haut ist (abgesehen von Abzeichen) schwarz. Das ist doch auch der Unterschied zu einem weißen Pferd, dessen Haut auch hell ist.

Oder irre ich mich da?
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Beitrag#9von Eline » 27. Jan 2010 10:43

Huhu Yachia
danke für deinen Beitrag, zu einer Vorstellung wird hier niemand gezwungen ;-)

Sie sehen auch "ekliger"
damit hast du völlig Recht und so manches sarkoid hat hier schon fast für einen Rauswurf aus einem Stall gesorgt :evil:

Zudem müssten die Schimmel-Melanome dann ja zuerst bzw. bevorzugt an den Hautstellen auftreten, die der Sonne stärker ausgesetzt sind
frag ich mich auch immer, aber es heißt ja auch an den haarlosen Stellen mit rosa Haut, aber so ganz stimmt das ja auch nicht.

wenn sie beim Schimmel auftreten, gleich mal als Melanome deklariert werden
stimmt, das nervt mich auch immer. Wir haben hier auch einige Schimmel mit Sarkoiden. Ist aber das selbe bei Sarkoiden, die werden auch gerne als Karzinom deklariert :roll:

Vielleicht, weil es Schimmel-Melanome schon lange gibt oder vielleicht gar schon immer gab. Und irgendwie erreichen viele Schimmel dennoch ein hohes Alter. Und wenn die Melanome nicht beeinträchtigen, dann arrangiert man (ReiterIn) sich damit.
dem stimm ich auch zu ..die Dinger sind halt da, stören meist nicht und siffen auch nicht sofort so vor sich hin.
Geschlossenen Sarkoid unter der Haut stören ja auch nicht unbedingt.
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Beitrag#10von Shalom » 27. Jan 2010 16:21

Hallo,

man, da bin ich echt froh, dass es doch noch Leute gibt, die sich auch damit auseinandersetzen und belesen.

Die Erkenntnis, dass man gegen Melanome nichts machen kann und mit ihnen leben muss (das Pferd als auch sein Besitzer) war schon recht früh bekannt. Ich denke, dass irgendwelche Medikamente - sowohl synthetische als auch homöopathische - eingesetzt worden sind, waren alles nur Versuche und haben bei Melanombefall nie wirklich zu einem Erfolg geführt. Ich habe oft den Eindruck gehabt, dass es sich dabei eher um verzweifelte Versuche der melanomgeschädigten Pferdebesitzer gehandelt hat, um das Wachstum der Melanome einzuschränken bzw. "wegzuzaubern". Wie verzweifelt manche Pferdebesitzer sind, kann man in einigen anderen Pferdeforen nachlesen. Da werden die tollsten Tipps gegeben.

Ich habe allerdings auch mal so einen Super-Tipp bekommen (aber nicht umgesetzt). Da hieß es, ich solle es mal mit Birkenwasser versuchen. Das würde helfen. Benutzt man Birkenwasser nicht dafür, Haarausfall einzuschränken? Keine Ahnung. Jedenfalls habe ich das nicht gemacht.

Mein Pferde-Opi hat alle seine Melanome auf schwarz pigmentierter Haut. Wenn er nass ist, sieht man, dass er teilweise eine schwarz/weiß gescheckte Haut hat. Am Maul, da wo die Möglichkeit für Melanome am ehesten bestehen würde, weil er eine weiße Schnippe hat und ansonsten um die Schnippe herum ein bisschen "krötig" ist, hat er gar keine.

Denn die Melanomerkrankung hat nichts mit der weißen Haut des Pferdes zu tun, sondern mit der Depigmentierung der schwarzen oder braunen Haaranteile. Die Depigmentierung findet meistens vom 7. bis zum 9. Lebensjahres des Pferdes statt. Deswegen auch ab dem Zeitpunkt die Bildung der Melanome. Vom operativen Entfernen der Melanome wird - solange ich davon weiß - abgeraten, weil schnell mit einer Rezidivierung und Metastasierung zu rechnen ist. Es hat mir bisher kein TA den Rat gegeben, ihn zu operieren.

In der Regeln sind Melanome gutartig, können aber jederzeit umschlagen. Auch wenn sie gutartig bleiben - die Gefahr, dass sie irgendwann gesundes Gewebe durch ihre Verbreitung verdrängen, ist immer gegeben und absehbar. Melanome wachsen nicht nur äußerlich. Es sind leider auch oft die Lymphknoten der Haut, Muskulatur, Darm und Lunge befallen. No way out...

Viele Grüße, Shalom
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Beitrag#11von yachia » 28. Jan 2010 10:00

Hallo allerseits,
Hallo Shalom,

zuerst mal Danke, dass Ihr meine Beiträge auch ohne Vorstellung meinerseits lest. Und entschuldige, Shalom, dass ich Deinen Thread für mein allgemeines Blabla missbrauche. Aber ich vielleicht bekommen wir noch ein paar Schimmel-Melanom-"Besitzer" ins Forum, sofern es hier nicht stört, da es in erster Linie hier ja um Sarkoide geht.

Aber zu Deiner Frage, ob das nun eine Muskelverspannung oder ein neues Melanom ist, kann ich keine Antwort geben, bin kein Vet. Und ohne Bild sind Mutmassungen noch viel schwieriger. Aber vielleicht ist eh irgendwann wieder mal ein Vet bei Dir oder einem anderen Einsteller (oder steht Dein "Opi" alleine?), dann kannst Du das Teil ja mal dem Vet zeigen.

Noch mal wegen der Sonne: Ich denke, die Sonne ist nicht direkt die Ursache für Schimmel-Melanome. Warum treten die meist erst mal an der Unterseite der Schweifrübe auf? Warum treten die Teile auch bei vorwiegend in Boxen gehaltenen Pferden auf, wie z.B. Schulperden in "Dunkel-Mief-Ställen"? Ich denke, die Sonne ist nur indirekt daran beteiligt: Im Frühjahr wird das Winterfell abgeworfen und das Sommerfell nachgeschoben. (Klar, Auslöser für den Fellwechsel ist sicher die nun stärker und länger scheinende Sonne.) Viel Arbeit für die Haut! Vielleicht laufen die Stoffwechselvorgänge dann schneller und stärker ab, so dass auch unerwünschte Hautgebilde schneller wachsen? Zudem ist das Nahrungsangebot wieder besser, das Leben blüht wieder auf. Die meisten Pferde (hoffentlich) dürfen wieder Gras fressen und somit steht das Pferd wieder richtig gut im Saft, womöglich profitieren da auch Hautgebilde davon. Und zudem sieht man die Hautgebilde einfach besser, wenn das Pferd im Sommerfell ist.
Daher meine Meinung, dass die Sonne nicht direkt am Entstehen und Wachsen von Melanomen beteiligt ist, sondern nur indirekt.

Ob die Melanome nun auf schwarzer oder rosa Haut wachsen? Echte Schimmel haben überwiegend schwarze Haut, wobei sie durchaus auch hie und da rosa Stellen haben können. Melanome sind anscheinend auf beiden Hautfarben zu finden. Aber: Vielleicht ist das Melanom, welches auf rosa Haut wächst, letztendlich doch auf einem kleinsten Fleck schwarzer Haut inmitten von rosa Haut entstanden. Wer kennt schon wirklich die einzelnen Farbflecken seines Pferdes auf den Quadratmillimeter genau?

Das mit dem Rauswurf aus Ställen ist total bescheuert! Klar, es sieht Sch... aus, was bei manchen Pferden wächst. Und wenn es stimmt, dass Viren die Ursache für manche Hautgebilde sind, dann kann einem schon schlecht werden. Vor allem, wenn man mal an einem Tag zwei Pferde zu versorgen hat, wovon eines etwas an der Haut hat, was man einschmieren muss, das andere nicht. Hier hilft halt zur Not: Das Einschmieren ganz am Schluss und vielleicht sogar mit einem Einmal-und-dann-Wegwerf-Handschuh. Aber letztendlich stehen die Tiere ja auf der Weide wieder zusammen und bei den einen wächst was, bei den anderen wächst das ganze Leben lang nichts.

Die Köpfe anderer Menschen zu ändern ist halt nicht immer möglich. Da hilft auch der Hinweis auf soviel andere ansteckende Krankheiten, deren Erreger im Stall rumschwirren, auch ohne, dass es zu einem Ausbruch der Krankheit kommen muss, meist wenig. Pilzerkrankungen sind so etwas: Angeblich sind die Erreger dafür in jedem Stall zu finden, dennoch muss es nicht immer zu einem Ausbruch der Pilzerkrankung kommen, und wenn doch, dann muss es noch lange nicht jedes Pferd betreffen. Vielleicht muss auch bei Sarkoiden eine gewisse "Bereitschaft" des Pferdes gegeben sein, ebenso wie bei einer Pilzerkrankung. Vielleicht sollte die Forschung hier mal einen Ansatz versuchen.

Was man nicht so alles liest über die Behandlung von Melanomen? Ich meine mich, neben vielen anderen Mittelchen mal etwas von salzhaltiger Zahnpasta gelesen zu haben. Aber nagelt mich nicht fest. Irgendwann liest man nicht mehr - man lebt damit. Zumal die Schimmel-Melanom-"Besitzer" gegenüber anderen Hautgebilde-"Besitzern" einen gravierenden Vorteil haben: Schimmel-Melanome treten oftmals erst in höherem Alter auf oder machen sich erst in höherem Alter bemerkbar. Wobei es auch Ausnahmen gibt, siehe Deinen "Opi", Shalom. Trotzdem sind Schimmel oftmals alterstechnisch jenseits von Gut und Böse, wenn es mal soweit kommt, dass man das Pferd nicht mehr reiten kann, jenseits der 20. Viele Pferdebesitzer müssen schon früher das Reiten aufgeben, weil das Pferd vielleicht schon in jungen Jahren massive Gelenkprobleme, gleich welcher Art, hat. Oder was sonst auch immer. Ist man erstmal jenseits der 20, so muss ein (aktives) Pferdeleben zwar noch lange nicht zu Ende sein, aber man kann doch versuchen, die Sache nun etwas lockerer zu sehen, auch wenn es immer wieder Tage der Verzweiflung gibt. Aber jenseits der 20 ist ein Alter, in welchem man, Schimmel-Melanome hin oder her, meist mit anderen Dingen beschäftigt ist, welche viel stärker ins Gewicht fallen. Z.B. dass das Pferd nicht mehr gescheit aufnimmt und langsam abbaut. Oder dass die Zähne trotz regelmässiger Zahnbehandlung halt nicht mehr gut sind. Oder dass die Athrose zuschlägt. Oder, oder, oder ... Da kann es sein, dass Melanome "nur" eine Nebenrolle spielen.

@Shalom: Klar, bei Dir ist es halt blöde gelaufen: Ein Pferd, das immer noch Vitalität zeigt, nicht mehr reiten zu können, das ist schon wirklich superdoof. Aber:
SUPER von Dir, dass Du Deinem "Opi" trotzdem noch die Stange hälst! Dein "Opi" hat viel Glück gehabt, bei Dir gelandet zu sein. Und dankt es Dir eben mit seiner Magie und Vitalität!

Soderle, jetzt muss ich mal ... es gibt noch andere Dinge ausser so komischen Hautgebilden,

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Zuletzt geändert von yachia am 28. Jan 2010 10:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag#12von yachia » 28. Jan 2010 10:23

Hallo,

noch was: Klar, normalerweise schneidet man keine Melanome raus, das sind echte Ausnahmen, wenn man doch mal ein Melanom entfernen lassen muss. Aber hier kann man sich echt überlegen, ob man für ein paar Euro mehr (die man als Pferdebesitzer eh nicht hat :roll:) das rausgeschnipfelte Teil untersuchen zu lassen, auch wenn die gewonnene Erkenntnis für die alltägliche Pferdebesitzer/-reiter-Praxis meist nicht von Belang ist. Denn ich bin mir nicht sicher, dass alles, was an einem Schimmel wächst und als Melanom deklariert ist, auch wirklich ein Melanom ist.

Und vielleicht noch ein Gedanke für die "Besitzer" von Hautgebilden: Ich will hier gewiss keine Einteilung von Pferdekrankheiten in Gut oder Böse, in Schlimm oder Nichtschlimm vornehmen.

Aber: Ein Pferd mit Hautgebilden kann, wenn sie nicht gerade stören, ein supergutes Leben führen. Da finde ich (ganz persönlich) andere Dinge schlimmer. Eben z.B. schmerzhafte Athrose. Oder ein Rehepferd, dass immer nur wenige Stunden auf die Weide darf. Oder ... Da sind die Pferde mit Hautgebilden oftmals doch recht gut dran - sie können ein normales Pferdeleben führen, sofern sie einen verantwortungsbewussten, sorgfältigen und zuverlässigen Besitzer/Reiter haben, der die Hautgebilde im Sommer bei Bedarf gegen Fliegen abdeckt, der bei Bedarf schmiert, Mittelchen ausprobiert etc. Oder der "ganz einfach" nur zu seinem mit Melanomen übersätem "Opi" steht und ihn wissen/spüren lässt: DU bist MEIN Pferd - ich will, dass Du Dich immer wohl fühlst.
Denn: Die Psyche eines Pferdes halte ich für enorm WICHTIG! Gerade, wenn es das Wundermittel gegen Hautgebilde noch nicht gibt.

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Beitrag#13von Eline » 28. Jan 2010 11:39

salzhaltiger Zahnpasta
da liegst du richtig, war die Selgine aus der Schweiz, hilft bei manchen, winzigen, warzigen Sarkoiden ...

Noch mal wegen der Sonne
hmmmm ..... ich meinte jetzt auch nicht direkt das Sonnelicht, sondern vielleicht eher die Veränderten Umweltbedingungen. Ich finds allgemein mit den *gebilden* schlimmer, egal welcher Art. Anfangs hatte gemutmaßt, das eben früher alles als Hautkrebs tituliert wurde und wenns schlimm war, dass Pferd eingeschläfert wurde und man daher nichts gehört hat. Aber ich bezieh mich jetzt mal auf die letzten 5 Jahre. Da gab es wenige Sarkoidler im Netzt, obwohl die Pferdeforen boomten.

vielleicht bekommen wir noch ein paar Schimmel-Melanom-"Besitzer" ins Forum, sofern es hier nicht stört, da es in erster Linie hier ja um Sarkoide geht
warum soll das stören, handelt sich ja um Hauttumore, nur hab ich eben von Melanomen so gut wie keine Ahnung, aber wie du schon schreibst, sind wohl einige Melanome doch nur *Sarkoide* ...also passt es doch.

Ich find halt auch wichtig zu wissen, was so alles wachsen kann und wie man ungefähr die Unterschiede erkennt und vor allem, dass man wirklich mal sinnvolle Behandlungen von Geldmacherei unterscheidet.
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Beitrag#14von yachia » 28. Jan 2010 11:47

Hallo,

aber wie du schon schreibst, sind wohl einige Melanome doch nur *Sarkoide*

Habe ich so nicht direkt geschrieben. Es gibt ja so viele verschiedene Hautgebilde. Nicht nur Sarkoide und Melanome.

Aber insgesamt kann man schon das Gefühl bekommen, dass es immer mehr Pferde mit Hautgebilden gibt. Vielleicht sind Pferde einfach sehr empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen jeglicher Art. Und die Natur hat die Haut als Wetterschutz gedacht, nicht als Chemie-Schutzschild.

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Beitrag#15von Shalom » 28. Jan 2010 16:49

Hallo,

vielen Dank für die Gedanken, die ihr euch macht.

Natürlich ist die Sonne nur indirekt am Wachstum (nicht am Entstehen) der Melanome beteiligt. Wie Du, yachia, schon geschrieben hast: Im Winter (also der dunklen Jahreszeit) wird der Stoffwechsel auf Sparflamme heruntergefahren. Im Sommer wächst alles, das Futterangebot ist größer, das Wohlbefinden in der Regel auf dem Höhepunkt usw. Der Körper stellt sich um...

Es wird u. a. berichtet, dass Schimmel-Melanome genbedingt sind. So lässt sich auch erklären, warum Füchse oder nicht-schimmelige Pferde ebenfalls an Melanomen erkranken. Gibt es einen Schimmel in der vorletzten oder noch früheren Generation, kann in den meisten Fällen davon ausgegangen werden, dass auch das andersfarbige Pferd früher oder später Melanome bekommen wird.

Ja, die liebe Geldmacherei: Obwohl bei einigen Mitteln bekannt ist, dass sie nicht gegen Melanome helfen, werden sie als das Mittel angeboten und für teures Geld verkauft. Jeder Tierbesitzer wünscht sich, dass es seinem Tier gut geht. Niemand wünscht sich ein Tier, welches irgendwelche Geschwüre und Geschwülste hat. Am liebsten hat man's doch, wenn es dem Tier absolut gut geht und keine "Macke" zu sehen ist. Da wird mit der Verzweiflung der Leute Geld gemacht. Die nehmen diesen Rettungsanker natürlich gerne an...

Ich möchte nochmal auf das Thema "nicht mehr reiten können" zurückkommen. Natürlich war ich schon sehr traurig, als ich das Reiten meines Pferdes aufgeben musste. Er war immer supertoll unter dem Sattel, hat vieles von sich aus angeboten, wollte es mir immer recht machen. Auch heute sehe ich mich manchmal noch vor meinem inneren Auge auf meinem Pferd sitzend, wie er am Waldrand steht und in die versinkende Sonne schaut... Trotzdem habe ich gelernt, dass Reiten nicht das Non-plus-Ultra ist. Ich longiere ihn oder wir arbeiten an der Doppellonge, machen Bodenarbeit, gehen Spazieren oder ich lasse ihn einfach in der Halle laufen und er kann sich bewegen, wie er möchte. Wie damals beim Reiten ist er auch heute bei diesen Arbeiten vollauf begeistert dabei.

Viele Grüße, Shalom
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