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Zusammenfassung Diss: Verschiedene Hauttumore beim Pferd


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Zusammenfassung Diss: Verschiedene Hauttumore beim Pferd

Post#1by Eline » 26. Feb 2008 21:24

Auszug aus: http://www.vetion.de/taspezial/detail.c ... ll_id=5922

Hauttumoren beim Pferd: klinische Vorstellung und Management vom 06.02.2004
Hauttumoren bei Pferden bedeuten für Tierärzte wie Besitzer oftmals langwierige und wiederkehrende Behandlungen. Vor der Behandlung von Hauttumoren sollten nach Möglichkeit eine einwandfreie Diagnose mittels Biopsie oder Aspirationsbiopsie (Feinnadelaspiration) und anschließender histopathologischer Untersuchung erfolgen, um Hauttumoren von nicht tumorösen Veränderungen abzugrenzen. Das equine eosinophile Granulom, Dermoidzysten, noduläre Panniculitis, Satteldruckgeschwüre, Narbengewebe, Pilzerkrankungen oder Chorioptesräude sind im Erscheinungsbild oft ähnlich und zeigen erst Veränderungen hinsichtlich der beteiligten Zellen.
Die in der Praxis geläufigsten Hauttumoren sind:

Equines Sarkoid
Das Equine Sarkoid ist der häufigste Hauttumor bei domestizierten Equiden. Es weist eine hohe Morbidität auf. In einigen Fällen kann es zu Bewegungseinschränkungen bis hin zum Tod des Tieres kommen. Ursächlich können mittels DNA- Polymerase die Bovinen Papillomviren I und II nachgewiesen werden. Desgleichen spielen Fliegen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der Erkrankung. Equine Sarkoide treten meist an dünn behäuteten und wenig behaarten Stellen auf, insbesondere an der Innenseite der Oberschenkel sowie an Gesicht, Augenlidern und Ohren. Die darüber liegende Haut erscheint oftmals hyperplastisch oder hyperkeratotisch. Occulte und verrucöse Sarkoide können bei regelmäßiger Kontrolle unbehandelt bleiben. Ansonsten stehen therapeutisch die lokale Chemotherapie, chirurgische Entfernung mit oder ohne Kryochirurgie, Immunmodulation, Laserablation und radiofrequente Hyperthermie zur Verfügung.

Melanome
Melanome sind primär Erkrankungen ohne Rassen- oder Geschlechtsdisposition. Trotzdem ist erkennbar, dass mehr als 80 Prozent der Pferde mit Melanomen über 15 Jahre alt sind. Man findet sie hauptsächlich an der Unterseite des Schwanzes, am Perineum, an den äußeren Genitalen, der Ohrspeicheldrüse, an Augen, Ohren, Hals und Gliedmaßen. Die darüber liegende Haut ist gewöhnlich hyperpigmentiert und zum Teil haarlos. Große Melanome oder eine Melanomatosis können zu Einschränkungen im Anus-/Vulvabereich führen, zu Kotabsatzstörungen und auch zu Lahmheiten der Hinterbeine oder neurologischen Ausfällen. Differenziert werden Melanome in Form melanozytärer Male oder Melanome bzw. einer Melanomatosis. Therapeutisch ist die weiträumige chirurgische Entfernung mit oder ohne Kryochirurgie und regionaler Chemotherapie angezeigt. Das Wachstum der Tumoren kann mit Hilfe von Cimetidin, einem H2-Antagonist (2,5 ? 18 mg/kg dreimal täglich) verlangsamt oder auch gestoppt werden. Histamin potenziert die Aktivität von T-Suppressor-Zellen, welche die humorale und zelluläre Immunantwort auf Melanome hemmen, so dass mittels Cimetidin diese Interaktion abgeblockt wird.

Benigne oder maligne Pigmentgeschwulst, die durch die Wucherung von Melanozyten hervorgerufen wird.

Papillome
Die mit dem equinen Papillomavirus assoziierten Papillome treten als Plaque an Ohren und Genitalien sowie als verrucöse Warzen auf. Veränderungen an den Genitalien können potienziell übertragen werden und Pferde jeden Alters betreffen. Ihm Ohrbereich sind sie oftmals mit Pilzinfektionen oder verrucösen Sarkoiden behaftet. Verrucöse Papillome sind vorrangig bei jungen Pferden zu finden. Die grau-rötlichen blumenkohlartigen Papillome treten meist an den Lippen, der Nase und den Hinterbeinen auf. Die lokale Behandlung von Papillomen sollte vermieden werden, da sie sich innerhalb von drei bis vier Monaten spontan selbst limitieren.

Plattenepithelkarzinome
Plattenepithelkarzinome sind die zweithäufigsten Tumoren bei Pferden. Prädisponierend wirken ultraviolettes Licht oder der Kontakt mit bereits erkrankter Penisvorhaut. Man findet diese Tumoren oft an nicht pigmentierter Haut oder mukösen Membranen, am Penisepithel oder in der Klitorisregion. Die Tumoren können ulzerativ erscheinen, aber auch wie nicht heilende Wunden proliferieren . Die Therapie besteht in der weiträumigen Exzision oder auch in der Phallektomie.

Maligne, hochdifferenzierte Entartung des Plattenepithels, die insbesondere an Haut und Schleimhäuten vorkommt. Das Epithel reift dabei bis zur Verhornung aus. Häufig bilden sich zwiebelschalenartige Hornperlen oder Hornzapfen.

Kutane Lymphosarkome
Lymphosarkome sind eine häufige Form maligner Neoplasien, insbesondere auch die Hautform. Pferde jeden Alters und jeder Rasse können betroffen sein, auch wenn man kutane Lymphosarkome vermehrt bei Tieren zwischen vier und neun Jahren antrifft. Kutane Lymphosarkome sind langsam wachsende, gut umschriebene Tumoren und vor allem an Schulter, Achsel, Rumpf und Perineum auftretend. Die Prognose ist schlecht, die Überlebenszeit in der Regel nicht sehr lang. Eine bessere Prognose weist eine Variante in Form des kutanen histiozytären Lymphosarkoms mit einer Überlebenszeit von drei bis sechs Jahren auf.

Mastzelltumoren
Mastzelltumoren sind in der Regel benigne und erscheinen multifokal, mehr noch solitär. Man findet sie bei Pferden über einem Jahr an Ohren, Nase, Augen, Gliedmaßen und Rumpf. Eine chirurgische Entfernung ist nicht nötig.

Weiterhin können bei Pferden Lipome, Fibrome, Fibrosarkome, Hämangiome, Hämangiosarkome, Adenokarzinome und Basalzelltumoren auftreten, sind in ihrer Häufigkeit aber extrem selten.

Links / Literatur
Greg Quinn. Skin tumours in the horse: clinical presentation and management. In Practice, September 2003, 476 ? 483

Dignität
Bedeutung, Wert.
Bei Tumoren unterscheidet man gutartige (benigne), ''halbbösartige'' (semimaligne), die im Grunde gutartig sind, aber bösartig werden können, und bösartige (maligne)
Last edited by Eline on 12. May 2008 01:43, edited 3 times in total.
.....nur eine langweilige Frau hat einen perfekten Haushalt .....
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Post#2by Eline » 26. Feb 2008 22:16

Auszug aus: http://vetstudy.johanneslink.de/pafiled ... ubjuhn.pdf

Hauttumoren

1. Papillom
? Bestehen aus bindegewebiger, papillärer Basis, bedeckt mit hautähnlichen, dichten, verhornenden
Epithellagen
? Kann zottig, himbeerähnlich, blumenkohlartig verzweigt oder traubig sein
? Entweder breite Basis oder gestielt auf einer Unterlage
? In der Haut verschieblich
? Tws. pigmentiert
? Unterschiedlich groß, erbsengroß ? doppelt-faustgroß
? Äußere Einwirkungen können Epithel abschilfern
? Geschwürige, mit stinkendem Eiter bedeckte Wunden entstehen
? Solitär vorkommende Papillome wachsen langsam
? Umgebende, gesunde Haut ist sehr gefäßreich => beim Abriss kommt es zu starken Blutungen
? Nach ungenügender Entfernung oft schnelles Wachstum => oft Verwechslung mit bösartigen
Tumoren
Therapie und Prognose
? Generell gute Prognose
? Lokalanästhesie: Tumoren spindelförmig umschneiden und im gesunden Gewebe total exstirpieren
? Primärheilung sollte angestrebt werden

2. Fibrom
? Bindegewebeschwulst, ausgehend vom Unterhautbindegewebe
? Besteht aus ausreifenden Bindegewebszellen und fibrillärer Interzellularsubstanz
? Beim Pferd in tausenden verschiedenen Formen vorkommend
? Können an jeder Körperstelle in der Unterhaut auftreten
? Erbsen ? kopfgroß
? Stets rundlich, knotig oder knollig, selten gestielt, meist deutlich zirkumskript
? Unterschiedliche Konsistenz
? Fibroma durum: gleichmäßig hart und derb
? Fibroma molle: weich, lipomähnlich und ödematös
? Bei Palpation schmerzlos
? Oberfläche stets glatt
? Darüber liegende Hautpartie ist immer intakt, tws. sind einige Haare ausgefallen
? Exstirpation; Neoplasma durch Kapsel vom Bindegewebe abgesetzt
? Anschnitt Fibroma durum
? Grau ? weiße Farbe der Schnittfläche
? Faserig ? sehnige Struktur
? Matt, glänzend und gefäßarm
? Gewebe knirscht teilweise unter dem Messer
? Tws. mehrere kleine Knoten in einer Kapsel
? Anschnitt Fibroma molle
? Schnittfläche ist glänzend
? Tws fließt Exsudat ab
? Fibroma pendulans
? Solitär aufsitzendes Fibrom, das an längerem Hautstiel sitzt
? Beim Pferd an Kopf, Augenlid, Präputium, Kniefalte und Oberschenkel
Therapie und Prognose
? Prognose ist gut
? Exzision muss tief im gesunden Gewebe erfolgen
? Rezidive passieren dann, wenn Fibrom und blutende Hautfläche kauterisiert werden!!

3. Melanome
= Neoplasma, das melaninhaltige Zellen produziert
? Je nach Differenzierung können daraus maligne oder benigne Melanome entstehen
Symptome
? Schimmel sind prädestiniert, treten aber auch bei anderen Farben auf
? Treten frühestens ab 5-7 Jahren auf
? Je älter und weißer Pferde sind, desto häufiger treten Melanome auf
? 80% der 15-18-jährigen Schimmel sind betroffen
? Entwicklung an jeder Körperstelle möglich, aber bevorzugte Lokalisationen:
? Perinealregion
? Unterfläche des Schweifes
? Kopf (Ohrgrund, äußeres Ohr und Parotisgegend)
? Im Anfangsstadium solitäres Vorkommen
? Kleine Knoten, die von völlig intakter, schwarz gefärbter Haut überzogen ist
? In Nachbarschaft entstehen bald Tochtergeschwülste, die aussehen, als würden sie in der Haut
liegen
? Können monate- jahrelang in diesem Zustand verharren -> stören nur da, wo Halfter und
Sattel liegen
? Tws. in der Beckenhöhle lokalisiert
? Können dort liegende Organe (Vagina, Mastdarm..) einengen
? Selten Melanome des Bauchfelles
? Gestielte Melanome: immer benigner Charakter!! => nicht entfernen
? Nach monate ? oder jahrelangem Pausieren können Melanome plötzlich wachsen und durch die
Hautoberfläche durchbrechen
? Vor derartigen Durchbrüchen tws. Fluktuation palpierbar, Entleerung einer schwarz ? braunen,
geruchlosen Flüssigkeit
? Nach Entfernung bleiben ulzerierende Wunden zurück
? Stellen sich histologisch als maligne Melanome oder Melanomsarkome dar
? In Dammregion oder am Kopf solitär vorkommende Melanome bleiben jahrelang im Ruhezustand
? Andere Melanome: nach mechanischer Reizung plötzlich maligner Charakter
? Maligne Melanome
? Sofort nach Erscheinen Bildung von Metastasen
? Erkrankung breitet sich sofort über Lymphgefäße in regionäre Lnn. aus => Entstehung
zahlreicher Knötchen entlang der Lymphbahnen
? Von Metastasen an Lymphbahnen aus Metastasierung in
? Seröse Häute
? Lnn. des MDT
? Leber
? Lunge
? Milz
? Metastasen an inneren Organen meist deutlich größer, als Primärtumoren, haben auch oft
weichere Konsistenz
? Metastasierung hat erst sehr spät Krankheitszeichen zur Folge
? Tier geht an Kachexie zu Grunde
Therapie und Prognose
? Ältere, solitäre Melanome haben gute Prognose, sofern keinerlei Irritation am Tumor oder in
dessen Nähe stattfindet
? Melanome NICHT BERÜHREN
? Melanom mit multiplen Tumoren und ödematöser Schwellung und Verfärbung ihrer Umwelt =>
NICHT CHIRURGISCH ENTFERNEN!!!
? Destruktion der zunächst intakt gebliebenen Haut und bei Ulzeration => radikalchirurgisches
Vorgehen
? Nur dann Erfolg, wenn solitäre Melanome vorliegen und regionäre Lymphknoten mit entfernt
werden können
? Solange keine allgemeine Metastasierung und kachektische Erscheinungen ist bei malignen
Tumoren 3-5 Jahren Überleben möglich
? Wenn schon Metastasierung vorliegt, dann wird meist Melanomsarkom diagnostiziert
? Bei radikalchirurgischem Vorgehen: 3-dimensionales Entfernen möglich

4. Karzinom
? Malignes Neoplasma epithelialen Ursprunges
? Wächst infiltrierend
? Parenchym der Tumoren besteht aus Epithelzellen der Haut, der SH, der Drüsen
? Dichtes, maschenförmiges Stroma vorhanden => wird ?Scirrhus? genannt
? ?Medullarkarzinom?: Parenchym stärker als Stroma
? je nach Herkunft der Epithelzellen Unterscheidung in:
? Plattenepithelkarzinom
? Zylinderepithelkarzinom
? Adenokarzinom
? Zylinderepithelkarzinom geht hervor aus Zylinderepithel der Schleimhäute oder aus Resten
gleichgearteter Zellen
? Epithelzellen noch imstande, Schleim zu bilden
=> Karzinome werden Schleim-, Gallert- oder squamöse Zellkarzinome genannt
? Beim Pferd sind alle Arten zu finden
Symptome
? Treten im letzten Drittel des biologischen Lebensalters gehäuft auf
? Nehmen bei alten Pferden zahlenmäßig wieder ab
? Kommen vor an:
? Schleimhautkrebse werden an Zunge, Lippen, in Rachen ? SH und an Präputial- SH
? Beim Pferd erkrankt die Nickhaut
? In Kiefern vorkommende SH ? Karzinome gehen aus vom Zahnfleisch, vom harten Gaumen und
Epithelresten im Periost
? Übrige Hautkarzinome an Penis/Klitoris und Unterfläche des Schweifes
? Zu Beginn hat Karzinom Knotenform, Knoten fühlen sich hart an
? Medulläre Geschwülste sind weicher Konsistenz
? Wachstum und Zerfall wechseln einander ab
? Oberfläche fühlt sich geschwülstig an
? Bestehen aus knolligem, knopfähnlichen Gewebe, das einer Gewebshyperplasie ähnelt
? Bei Hautkrebsen existieren 2 Typen

1. Granulationsähnliche, erhabene Wucherung
? Gestielt oder mit breiter Basis auf sehr hartem und weit infiltriertem Hautgewebe sitzen
2. Muldige oder kraterförmige geschwürige Defekte? Sondern stinkende jauchige Flüssigkeit ab
? Blau ? rotes Gewebe = missfarben, blutet leicht und zerfällt schnell
? Ränder sind unterhöhlt und zerfressen
? Sitzen sie am harten Gaumen oder in der Kieferhöhle: Fisteln bis in die Knochen
? Nach Entnahme von Bioptaten: kaum stillbare Blutungen
? Bei allen Hautkrebsen: regionäre Lnn. miterkrankt
? Tumoren metastasieren lymphogen
? Bei allen Hautkrebsen sind regionäre Lnn. mit betroffen
? Hämatogene Metastasierung kann vorkommen
? Metastasenbildung in Lunge, Leber, Milz, Niere, Nebenniere, Ovarien
? Später in Brust- und Bauchfell, MDT und in Knochen
? Metastasen im Gehirn und RM sind möglich
? Primäre Magenkarzinome: vereinzelt beim Pferd beschrieben
? Karzinome am 3. Augenlid und Penis metastasieren selten
? Rezidivieren erst nach langer Zeit
? Selten Miterkrankung zugehöriger Lnn.
? Krebskachexie setzt beim Pferd allmählich ein
? Tiere magern über Wochen bis Monate hinweg ab
? Körperliche Leistungsfähigkeit lässt nach
? Fortgeschrittene Kachexie => Tiere müssen euthanasiert werden
Diagnose
? Je nach Lokalisation: Röntgen Ultraschall, Bioptat
Prognose
? Schlecht
? Bei Karzinom am 3. Augenlid ist Prognose nicht ungünstig, wenn es frühzeitig entfernt wird
? Bei Metastasierung oder wiederholtem Rezidiv ist Euthanasie angezeigt
Therapie
? OP so radikal wie möglich 3-dimensional
? Regionäre Lnn. bei Erst-OP mit entfernen

5. Lymphosarkom
Definition
? Entstehen immer da, wo lymphatisches Gewebe vorhanden ist
? Bestehen aus lymphozytären Zellen, die in gefäßreichem Retikulum liegen
? Wachsen aus Lnn, v.a. aus einem in der Unterhaut lokalisierten oder aus anderen lymphatischen
Gewebe
Symptome
? Er erkranken Pferde, die älter als 5 Jahre sind
? In Unterhaut kirschgroß ? faustgroße
? Tws. tellergroße Hautpartien, die flächenhaft und multipel knotig infiltriert sind
? AB zunächst ungestört
? Allmählich Symptome einer Dehydratation
? Nachweis mittels Blutgasanalyse, bzw. dem Hämatokrit
? Tiere verlieren Körpermasse und werden ruhiger
? Knotige Veränderungen treten überall auf
Diagnose
? Basiert auf histologischem Resultat eines Bioptates
? Im peripheren Blutbild atypische Lymphozyten zu sehen
Prognose und Therapie
? Schlechte Prognose
? Pferde erlangen trotz Therapie NIE ihre volle Leistungsfähigkeit
? Therapie bringt zwar Lebensverlängerung, aber keine Besserung der Lebensqualität => baldige
Euthanasie


Virale Infektionskrankheiten der Haut

Papillomatose
? Gutartige Geschwülste des Epithelgewebes, treten als multiple Warzen auf
Symptome
? In erster Linie bei Fohlen und Jungpferden bis zu 3Jahren
? IKZ von 2-3 Monate
? Meist an Nüstern und Oberlippe (tws auch Ohren) linsengroße, weißliche bis graugelbe, sulzige
Gebilde
? Selten gestielt, sitzen flach mit breiter Basis der Haut auf
? AB der Tiere kaum gestört, nur tws. besteht Juckreiz, Tiere scheuern dann betreffende Bezirke
? Gutartiger Verlauf, in der Regel nach 2-3 Monaten Spontanheilung!
? Nach überstandener Erkrankung haben Tiere lebenslange Immunität
Ätiologie
? Erreger sind vermutlich spezifische equine Papillomaviren ? nähere Bestimmung war bis dato noch
nicht möglich
Pathogenese
? Infektion gebunden an primäre Schädigung der Haut
? Insekten als Überträger diskutiert
? Eingedrungene Viren befallen Basalzellen des Epithels -> Teil der Zellen degeneriert, anderer
proliferiert (mit Vermehrung der Stachelzellen)
? Ausmaß und Dauer der Bildung, sowie Wachstum werden genetisch und durch altersanhängige
Empfänglichkeit bestimmt
Epidemiologie
? Tritt weltweit auf, v.a. in Gestüten mit jungen Pferden
Diagnose
? Schon wegen des klinischen Bildes und der Lokalisation der Veränderungen, sowie dem Alter der
Tiere möglich
? Isolierung der Papillomaviren aus Gewebe bis dato noch nicht gelungen
Therapie
? In der Regel nicht erforderlich, da auch ohne Behandlung nach 3-4 Monaten Heilung
? In sehr seltenen Fällen dauert Heilung 9 Monate
? Operative Entfernung ist möglich, es bleiben dann aber pigmentlose Flecken (?Krötenflecken?)
zurück -> Aufklärung der Besitzer, wenn sie auf OP bestehen!!!
Prognose und Prophylaxe
? Stets günstig!!
? In Gestüten und Ställen, in denen Papillomatose gehäuft auftritt sollten Ställe und Koppelzäune
regelmäßig gründlich gereinigt und desinfizert werden

Pocken
? Äußert sich bei Pferden vor allem als pustulöse Entzündung der Mundschleimhaut oder als
papulöser Hautausschlag in der Fesselbeuge
? Vereinzelt treten vesikulopapulöse Exantheme am ganzen Körper auf
Symptome
? IKZ von 5-8 Tagen
? An Mund ? SH, vor allem an Oberlippe und/oder Zunge, tws auch am Übergang zur Nase bis zu
erbsengroße Knötchen
? Variierende Zahl , können auch konfluieren
? Unter mäßigem Fieber werden aus Knötchen Bläschen und Pusteln, nach deren Aufbrechen
bleiben oberflächliche Errosionen oder tiefgreifende Geschwüre zurück
? Knötchen in Mund ? SH => vermehrter Speichelfluß und Freßunlust
? Nicht selten Konjunktivitis mit erheblicher Schwellung der Augenlider und Absonderung eines
dickflüssigen, leicht gerinnenden, gelben Sekretes
? Betroffene Fesselbeuge (?Jennersche Pferdepocken?): anfangs leichte Schwellung (wegen dort
vorhandener Behaarung nicht immer sichtbar) und leichte Empfindlichkeit der Fesseln mit leicht
erhöhter Körpertemperatur
? Einige d später Entstehung linsen ? erbsengroßer Knötchen und Bläschen, die aufbrechen und
zu Krusten eintrocknen
Ätiologie
? Orthopoxviren
? Von Pferden stammende Isolate zeigen Ähnlichkeit mit Vaccina ? und Kuhpocken Viren
Pathogenese
? Aufnahme des Erregers über Haut und Schleimhaut (Schmier- und Kontaktinfektion)
? Pockenbildung beginnt mit umschriebenen Erythemen, daraus erst Entwicklung von Papeln,
danach mit seröser Flüssigkeit gefüllter Bläschen und schließlich Pusteln mit typischen zentralen
Nekrosen
Epidemiologie
? Pferdepocken gegenwärtig sehr selten
? Infektionen wurden in Stall durch Vaccinia-Virus geimpfte Personen eingeschleppt => durch
Abschaffung der Pockenimpfung beim Menschen selten geworden
? Mit Kuhpocken infizierte Kühe und Schweine sind auch direkte Infektionsquellen für Pferde
? Infizierte Pferde können für Menschen Ansteckungsquelle darstellen
Diagnose und DD
? Klinisch, elektronenmikroskopisch, histopathologisch oder durch Erregernachweis mittels
embryonierter Hühnereier oder Zellkultur
? Dermatophilose
? Bei Befall der Mundschleimhaut vor allem vesikuläre Stomatitis abklären
Therapie
? Besondere Behandlung i.A. nicht notwendig
? Krankheit in der Regel gutartig
? Heilt nach 10 ? 14 Tagen von alleine ab, in schweren Fällen nach 3-4 Wochen
Prognose und Prophylaxe
? Günstige Prognose
? Kranke und ansteckungsverdächtige Pferde sollten stallweise abgesondert und geschont werden

Sarkoid
? Lokal invasiv wachsende Bindegewebsgeschwulst (Tumor) mit variablem epithelialem Anteil
Symptome
? Bevorzugte Lokalisationen: Kopf, seitliche Brustwand, Unterbauch und distaler
Extremitätenbereich
? Oft oberflächlich ulzerierende und blutende tumorartige Veränderungen von blumenkohlartigem
Aussehen
? Ähneln nur zu Krankheitsbeginn den Papilloten -> später zerfällt Epithel => Erscheinen einer
destruierenden Oberfläche
? Fortgeschrittenes Stadium: fast immer bakterielle Superinfektionen
? Multiple Tumoren, können fast faustgroß werden
? Können in verruköser, in fibroplastischer Form oder kombiniert auftreten
? Haften flächenhaft oder gestielt der Haut an
? Im Zusammenhang mit Sarkoid gebildete Veränderungen zeigen invasives Wachstum und hohe
Rezidivneigung
? Keine Metastasen in innere Organe
? AB der Pferde ist im allgemeinen nicht gestört
Ätiologie
? Erreger: Typ 1 und Typ 2 des bovinen Papillom ?Virus (BPV)
Pathogenese
? Eintrittspforte sind kleinste Hautwunden
? Erreger vermehren sich in den Epithelzellen (episomale Replikation, aber keine ausgereiften
Viruspartikel) => Epithelhyperplasie und Bildung fibroplastischer Tumoren in der Unterhaut
Epidemiologie
? Tritt weltweit auf
? Mit 40% etwa der häufigste Tumor beim Pferd
? Anfällig sind Pferde aller Rassen
Diagnose und DD
? Klinische Erscheinungen => Verdachtsdiagnose ? muß durch Histo abgeklärt werden
? Im Biopsiematerial epitheliale und fibroplastische Proliferationen nachweisbar
Therapie
? Bis heute noch keine 100% wirksame Behandlung vorhanden
? Empfohlen: radikalchirurgische Entfernung einschl. Mitextirpation der regionären Lnn
? Häufig auftretende Nahtdehiszenzen scheinen oft Anlaß von Rezidiven (in 50% aller Fälle) zu sein
? Berichte über gute Behandlungserfolge durch Verabreichung eine BCG-Impfstoffes
? 4 mal Intratumorale Applikation der Vakzine
? am 1., 14., 35. und 56. Tag
? Tumorregression: Abbruch der Therapie
? Zeigt Tumor immer noch Wachstum => mehr als 4 Applikationen
? Während der ersten 1-3 Tage oft auftreten von Fieber, kombiniert mit Appetitlosigkeit
Prognose
? Von Lokalisation her zweifelhaft
? Quo ad restitutionem ist Prognose für Sarkoide im medialen Augenwinkel, im Augenlid und in der
Gurtlage gut
Prophylaxe
? Anfälligkeit für Erkrankung ist hereditäre Eigenschaft
? Bei Zuchttieren sollten verantwortliche Leukozyten Antigene bestimmt werden => Abschätzen der
Anfälligkeit der Nachkommen
? Junge Pferde: Impfung mit Vakzinen (enthalten BVP1 und BVP2) als Immunprophylaxe
Stomatitis
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Post#3by Eline » 3. Mar 2008 22:49

Auszug aus: http://www.diss.fu-berlin.de/2006/147/litue.pdf

2.2 Hauttumoren beim Pferd
Die wichtigsten Hauttumoren des Pferdes sind die equinen Sarkoide, die Papillome,
die Melanome, die Plattenepithelkarzinome und die Fibrosarkome (Goldschmidt et
al. 1998; Meuten 2002).
Darüberhinaus werden in der Literatur kutane Lymphosarkome, Hämangiome und
Hämangiosarkome, Mastzelltumore sowie Basalzelltumore der Haut beschrieben
(Rutgers et al. 1979; Schuh and Valentine 1987; McEntee 1991; Riley et al. 1991;
Johnson et al. 1996; Potter and Anez 1998; McClure et al. 2001; Slovis et al. 2001;
Flaminio et al. 2004).

2.2.1 Equines Sarkoid
Mit einer Häufigkeit von 12,9% bis 67% (Strafuss et al. 1973; Sullins et al. 1986) ist
das equine Sarkoid der bei Pferden, Eseln und Maultieren am häufigsten auftretende
Hauttumor (Cotchin 1960; Ragland 1970; Strafuss et al. 1973; Sullins et al. 1986).
Wegen ihrer starken Neigung zu postoperativer Rezidivbildung gelten Sarkoide als
semimaligne, obwohl eine Metastasierung in andere Organe nicht stattfindet (Weiss
1990). Einige equine Sarkoide haben eine geringe Wachstumsrate, wobei andere
schnell und aggressiv (Voss 1969; Ragland 1970; Lane 1977; Broström et al. 1988;
Broström 1995; Broström et al. 1996) wachsen.
Equine Sarkoide sind fibroblastische Tumore, die makroskopisch Warzen oder
überschießendem Granulationsgewebe ähneln, und histologisch epidermale mit
fibroblastischen Proliferationen verbinden. Gemeinsam ist allen equinen Sarkoiden,
daß histologisch sowohl eine epidermale als auch eine dermale Komponente
existiert, wobei es zur Akanthose und Hyperkeratose kommen kann. Charakteristisch
sind pseudoepitheliomatöse Hyperplasien mit epithelialer zapfenartiger Ausbreitung
in den tieferen Schichten. Die dermalen Komponenten bestehen aus spindelförmigen
Fibroblasten, die eine ?fischschwarmartige? Gewebestruktur mit z.T. elongierten
Nuklei und fokaler Mitoseaktivität bilden. Jackson führte bereits 1936 den Begriff des
equinen Sarkoids ein, um diese Tumorart von anderen bindegewebe-enthaltenen
Tumoren wie z.B. dem (Fibro-) Papillom, Fibrom, Fibrosarkom und dem Granulom zu
differenzieren (1936).
Literaturübersicht
Ragland et al. (1970) wie auch Teifke (1994) differenzieren zwischen einem
verrukösen (Typ I), einem fibroblastischen (Typ II) und einem Mischtyp (Typ III), die
alle der Hautoberfläche breit aufsitzen oder gestielt vorkommen.
Der verruköse Typ (Typ I) stellt sich makroskopisch als eine deutliche warzenförmige
Neubildung mit krustösen und z.T. ulzerierender Oberfläche dar. Diese ist durch eine
Hyperkeratose grau-weiß, asbestartig verfärbt. Die Schnittfäche weist einen
gefächerten Aufbau mit papillomatösen Zapfen auf. Der fibroblastische Typ (Typ II)
ist klassifiziert als ein von intakter Haut bedeckter, subkutaner Knoten. Seine
Schnittfläche ist gelblich-weiß, strahlig gefiedert und von muzinöser Konsistenz. Der
dritte Typ (Mischtyp) ist häufig oberflächlich ulzeriert und hyperkeratinisiert bei
darunter gelegenem bindegewebigen Anteil.
Ein vierter Typ (Typ IV) wird von Pascoe und Summers (1981) beschrieben. Dieser
besteht aus ca. 5-15 mm großen, haarlosen Hautpartien mit einem oder mehreren
kleinen, gut abgrenzbaren Tumoren und zeichnet sich durch ein langsameres
Wachstum aus. Er wird auch als okkulter Typ bezeichnet, der sich durch eine
verdickte Haut mit rauher Oberfläche, welche teilweise haarlos ist, auszeichnet
(Tarwid 1985).
Diehl (1987) variiert auf Grund klinischer Erscheinungsbilder, jedoch ohne
histologische Korrelate, diese Klassifizierung wie folgt: Der Typ I stellt eine flache,
haarlose Hautveränderung mit leichter bis mäßiger Hyperkeratose dar. Der Typ II ist
verrukös erhaben und besitzt eine breite Basis mit starker Hyperkeratose. Typ III wird
als subkutan gut abgrenzbarer Knoten bei intakter Haut beschrieben. Eine knotig
erhabene, der Basis breit oder gestielt aufsitzende, mit ulzerierender Oberfläche
beschriebene Hautveränderung wird als Typ IV klassifiziert.
Ätiologisch werden unterschiedliche virale Infektionen diskutiert, wobei in den
meisten Veröffentlichungen von der Beteiligung des bovinen Papillomavirus (Olson
1951; Ragland and Spencer 1968; Ragland and Spencer 1969; Voss 1969; Trenfield
et al. 1985; Angelos et al. 1991; Teifke and Weiss 1991; Marti et al. 1993; Teifke
1994) ausgegangen wird. Daneben werden allerdings auch ein equines
Papillomvirus (EPV) (Trenfield et al. 1985) und ein Retrovirus vom C-Typ (Cheevers
et al. 1982; Fatemi-Nainie et al. 1982; Fatemi-Nainie et al. 1984; Cheevers et al.
1986) genannt. Darüberhinaus wird auch eine erbliche Disposition diskutiert (Lazary
et al. 1985; Meredith et al. 1986; Gerber 1989; Lazary et al. 1994).

2.2.2 Papillom
Das benigne Papillom ist eine exophytisch wachsende Proliferation des
Plattenepithels, meist nach Infektion mit Papillomaviren. Das ?typische? Papillom ist
eine ca. 1 bis 2 cm große warzenförmige Hautveränderung mit dünnen dermalen
Stielen (Goldschmidt et al. 1998).
Charakteristisch ist eine epidermale Hyperplasie mit papillärer Unterstützung durch
dermales fibrovasculäres Stroma, das oft mit prominenten, dilatierten Kapillaren
durchzogen ist. Das darüber liegende Stratum corneum kann hyperkeratotisch oder
parakeratotisch sein, wobei die granuläre Schicht häufig stark ausgebildet ist. Diese
Keratohyalingranula sind oft sehr groß, rund oder irregulär. Koilocyten (vergrößerte
Keratinozyten mit exzentrischem, pyknotischem Kern umgeben von einem weiten,
klaren Hof) können im Stratum spinosum und deren ?Geister? (Zellreste) im Stratum
corneum aufgefunden werden. Das Stratum spinosum ist hyperplastisch und das
normale eosinophile Zytoplasma ist durch ein blasses basophiles Zytoplasma
ersetzt, was dem viralen zytopathologischem Effekt des Virus zugeschrieben wird.
Diese Zellen weisen häufig blasse intranukleäre basophile (virale)
Einschlusskörperchen auf. Gelegentlich finden sich auch kleine intranukleäre
eosinophile Einschlüsse und intrazytoplasmatisches eosinophiles Material, das aus
Keratinaggregaten besteht. Verlängerten Rete-Zapfen aus der Peripherie des
Tumors sind ins Zentrum gerichtet (Hamada and Itakura 1990; Hamada et al. 1990;
Meuten 2002).

2.2.3 Melanom
Benigne Melanome können junktional, d.h. heißt am Übergang Epidermis zur
Dermis, dermal oder epidermal-dermal (?compound?) wachsen und bestehen aus
spindeligen bis epitheloiden Zellen, die unterschiedliche Mengen an Melanin
aufweisen. Nester dieser Zellen können durch feine bindegewebige Septen zur
Umgebung abgegrenzt werden.
Literaturübersicht
Maligne Melanome zeigen häufig ein wild verwobenes, wirbeliges oder ?nestartiges?
Wachstum. Auch Kombinationen aus den verschiedenen Wuchsformen sind möglich.
Insbesondere subunguale maligne Melanome weisen eine ausgeprägte
intraepidermale Komponente auf. Maligne Zellen haben oft einen größeren,
prominenteren Nukleulus als ihre benignen Gegenstücke, sind häufig anaplastisch,
neigen zum Verlust der Melaninbildung und weisen deutlich höhere Mitoseraten auf.
Gelegentlich erscheinen Tumorzellen balloniert und selten bilden sich chondroide
oder osteoide Metaplasien aus (Valentine 1995; Goldschmidt et al. 1998; Fleury et al.
2000; Fleury et al. 2000; Smith et al. 2002).
Beim Pferd treten meist multiple Melanome vorwiegend im Bereich der Perineums,
der ventralen Schwanzwurzel, des Genitaltraktes, der Parotisregion und an anderen
Stellen auf. Die Inzidenz wird in der Literatur von 6% (Head 1953) bis 15% (Cotchin
1960) angegeben, wobei vor allem graue Pferde über 6 Jahren, sowie Araber (Lerner
and Cage 1973) betroffen sind.
Das maligne Melanom metastasiert sehr häufig über die Lymphbahnen oder das Blut
in die regionalen Lymphknoten resp. in die Lunge, wodurch seine Dignität bestimmt
wird.

2.2.4 Plattenepithelkarzinom
Plattenepithelkarzinome der Haut bestehen aus inselförmigen, strangartigen und
trabekulären invasiv-wachsenden epithelialen Zellen, die fast immer in Kontakt zur
oberflächlichen Epidermis stehen, wo sie die Basalmembran durchbrochen haben.
Häufig findet man Formationen aus ?Hornperlen? (konzentrische Lamellen aus
Keratin im Tumor) innerhalb invasiv-wachsender neoplastischer Zellen. In den
meisten Plattenepithelkarzinomen sind interzelluläre ?Brücken? (gap junctions)
erkennbar. Das zytologische Bild der Tumorzelle ist variabel und abhängig vom Grad
ihrer Differenzierung. In vielen Exemplaren sind die Zellen und ihre Nuklei sehr groß,
die Nuklei sind hyperchromatisch und das Chromatin erscheint oft ?geklumpt?. Die
Nukleoli variieren stark in ihrer Größe und sind teilweise sehr prominent. Gut
differenzierte Tumoren zeigen gut differenzierte Hornperlen, wobei schlechter
differenzierte Tumoren nur vereinzelte Keratinisationen einzelner Zellen aufweisen
(Garma-Avina 1994). Häufig findet man reaktive Fibrosen in der umgebenden Dermis
und dem subkutanen Gewebe als Reaktion auf die invasiven wachsenden
Plattenepithelzellen. Zusätzlich werden zahlreiche Plasmazellen im Stroma
gefunden. In einigen Tumoren, vornehmlich in Arealen mit Keratinisierung ist eine
Infiltration mit neutrophilen Granulozyten nachweisbar.
Zusätzlich können zwei ungewöhnliche histologische Variationen des
Plattenepithelkarzinoms auftreten:
a. Akantholytisches Plattenepithelkarzinom
Durch Dyshäsion und Degeneration von neoplastischen Zellen resultiert eine
Zyste mit peripheren Schichten neoplastischer Zellen, die ein
pseudogranuläres Material produzierenb.
Spindelzell-Plattenepithelkarzinom
Neoplastische Zellen sind fusiform angeordnet, wobei lichtmikroskopisch
eine Differenzierung zu Stromazellen schwierig ist. Cytokeratin-Färbungen
sind häufig positiv und helfen hierdurch bei der Identifizierung dieser seltenen
Tumorart als Plattenepithelkarzinom (Goldschmidt et al. 1998).
Das Plattenepithelkarzinom der Haut beim Pferd tritt vorzugweise an Vulva oder
Penis sowie Augenlidern auf (Strafuss 1976).

2.2.5 Fibrosarkom
Dies ist ein maligner Fibroblastentumor mit variablem Kollagengehalt und
verschiedenen Erscheinungsbildern. Der Tumor kann umschrieben oder infiltrativ,
gut differenziert oder ausgesprochen anaplastisch wachsen. Er kommt meist fokal
vor. Die spindelförmigen Tumorzellen sind typischerweise in Geflechtbündeln oder in
?heringfischschwarm?-ähnlichen Mustern arrangiert. Die Zellen haben wenig
Zytoplasma und längliche bis ovale Kerne mit einem unscheinbaren Nukleolus. Die
Mitoseaktivität ist abhängig vom Differenzierungsgrad der Neoplasie. Der Tumor
wächst infiltrativ und bildet häufig Rezidive, aber er metastasiert sehr selten
(Goldschmidt et al. 1998).
Die Dignitätsbeurteilung beruht auf dem infiltrativen Wachstum, der Anaplasie sowie
der Mitoserate (Bostock and Dye 1980).
.....nur eine langweilige Frau hat einen perfekten Haushalt .....
Gruß Irene/ Eline
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