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Fuchsstute - faustgroße UV re. Bauchwand


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Fuchsstute - faustgroße UV re. Bauchwand

Beitrag#1von Andrea B. » 29. Jan 2018 19:32

Hallo, das betroffene Pferd ist nicht mein eigenes, sondern das Pferd eines Kunden, in dessen Namen ich versuche eine Lösung zu finden.
Ich bin Großtierärztin(aber im Bereich ES noch sehr unerfahren), für meinen Chef gibt's außer Abbinden, OP, Insol oder einfach so lassen nichts anderes.

Von einer anderen Kundin wurde mir die TerraXX empfohlen, auf der Suche danach bin ich auf diese Forum gestoßen.

Zum Pferd: Fuchsstute, ca. 6 Jahre, ist bisher das einzige ES (mein Chef nennt's Granulom, hab die Bilder im Forum durchgeschaut, ich gehe stark von einem ES aus)

Es ist ca. faust-groß, hat eine feuchte bis krustige, z.T. eitrige Oberfläche und blutet sehr schnell.

Ich habe es zweimal mit Abbinden versucht, die Basis ist aber viel zu groß, es macht nicht wirklich Sinn. Die Insol-Therapie läuft gerade.

Deshalb meine Frage an die Experten hier: Ist's überhaupt ein ES? - Macht es sind, das ganze mit Salbe anzugehen, dann ggf. Abzubinden und weiterzucremen? Das Pferd soll verkauft werden, aber das geht so natürlich nicht.

Schonmal vielen Dank im Voraus,
Andrea

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Andrea B.
 
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Re: Fuchsstute - faustgroße UV re. Bauchwand

Beitrag#2von Petra » 30. Jan 2018 10:57

Hallo Andrea!
:wink: Herzlich willkommen hier bei uns im Forum.
"Experten" wirst du hier bei uns eher nicht finden. Wir sind hier alle nur User welche sich mit dem Thema "Sarkoid" auseinander setzen müssen weil die "eigenen" Pferde mit dieser Krankheit zu kämpfen haben.
Ich bin seinerzeit hier gelandet weil mein eigenes Pferd eine Umfangsvermehrung am inneren Hinterbein hatte. Der Zufall wollte es, dass das Pferd eines Kunden einen fast identischen Befund hatte. Gleich Stelle, gleiche Größe mit dem Unterschied, dass zwei verschiedene Tierärzte in die Behandlung (fast zum gleichen Zeitpunkt) eingestiegen sind.
Tierarzt sowie Besitzer Nummer Pferd Nummer eins wollten einfach nur einen schnellen Weg finden das Ding mal eben los zu werden. Auf der Weide fand dann die OP statt. Tierarzt von Pferd Nummer zwei, nämlich der meines Pferd riet von einer OP dringend ab. Sein Ansatz: chemotherapeutisches Unterspritzen oder eben die XXterra. Mit der letzteren kannte er sich zugegebenermaßen nicht aus und riet mir zu diese selber zu besorgen. Doch die XXetrra gab es nicht und ich bin genau wie du an dieses Forum hier gelangt. Ich bin kein Internetmensch und finde Foren und Gruppen im allgemeinen gruselig. Doch hier habe ich Menschen gefunden, welche das gleich Problem hatten wie ich. Wenn ich aufgeben wollte konnte ich hier jammern, und immer war jemand da, der mein Problem auch schon mal vorher durchlebt hatte. Wenn man länger hier im Forum unterwegs ist lernt man viele Menschen und ihre "Tagebücher" kennen. Diese Erfahrungen aus den Tagebüchern (eingeschlossen meinen eigenen) gebe ich immer gerne weiter. Von einem "Experten" bin ich aber meilenweit entfernt, blutiger Laie quasi....und nur so ist mein "Rat" zu bewerten!

Die Tierärzte der allermeisten User hier im Forum lehnen eine Biopsie bei dem Verdacht ES ab. Sie nehmen eine Einstufung aufgrund des Aussehens und der Beschaffenheit vor. Ein Granulom kenne ich nicht, finde aber das deine Bilder denen in unserem Forum wirklich sehr ähneln. Ich persönlich würde das Ding also (genau wie du) eher als ES betrachten. Liege ich falsch mit der Aussage, dass ein ES eh das größere Übel (Behandlungstechnisch gesehen) wäre?

Ich bin wie gesagt, schon eine Weile hier im Forum unterwegs. Wenn ich die Erlebnisse hier zusammen trage kann ich dir folgendes dazu sagen:

Ab einer gewissen Größe macht eine ausschließliche Behandlung mit einer Blutwurzsalbe wenig Sinn. Der Grund ist, diese Salben wirken gut, reizen aber den Tumor. Dieser reagiert und schiebt viel Gewebe nach. Die Salben schaffen es aber nicht den Tumor in Schach zu halten und dabei noch zu verkleinern. Zudem kommt ein weiteres Problem. Einige Pferde machen ab einem bestimmten Punkt einfach nicht mehr mit. Gerade wenn der Tumor offen ist, sifft und blutet juckt es ganz schön. Da gehen viele hier echt an ihre Grenzen. Fakt ist also, je kleiner der Tumor, je besser die Möglichkeiten mit Blutwurz einen Erfolg zu erzielen.

Hat der Tumor einen Stiel oder bietet sich das abbinden an, wird das hier oft versucht indem man abbindet und gleichzeitig die Abbindestelle mit einer Blutwurzsalbe beschmiert. Das funktioniert bei denen die dies versucht haben sehr gut. Fällt der Sarkoid ab wird in der Regel direkt weiter geschmiert. Dieser Weg führt dann eher zum Erfolg weil die Fläche dann viel kleiner geworden ist. In meinem zweiten Tagebuch wurde versucht den Tumor durch eine Behandlung mit einer Tumorvaczine zu verkleinern. Das kann auch eine Möglichkeit sein. Hat da nicht wirklich funktioniert so das der Tumor dort (Größe wie ein Blumenkohlkopf) ebenfalls abgebunden wurde.

Hilft das alles nicht wird in der Regel tatsächlich operiert. Sehr sehr gute Erfahrungen wurden hier mit der Vetmed. Uni in Wien gemacht. Dort wird erst operiert und dann chemotherapeutisch unterspritzt.

Ich suche dir gleich mal ein paar Link raus zu Tagebüchern die dich interessieren könnten.
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Beitrag#3von Petra » 30. Jan 2018 11:00

erfolgsstorys-die-mut-machen-f204/nach-aloe-vera-tumorvaczine-pilzimpfung-compx-und-heel-kur-t4792.html

Tagebuch 1. von mir. Nicht mein eigenes Pferd. Ich muss das Tagebuch noch abschließen, kann aber sagen das der große Tumor verschwunden ist.
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Beitrag#4von Petra » 30. Jan 2018 11:01

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Beitrag#5von Petra » 30. Jan 2018 11:03

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Re: Fuchsstute - faustgroße UV re. Bauchwand

Beitrag#6von Petra » 30. Jan 2018 11:05

aktuelle-tagebucher-f203/pamira-rezidiv-innenschenkel-gesicht-chemo-mitomycin-t4579.html

und das hier wäre auch noch ein Tagebuch welches ungefähr dein Problem wiederspiegeln könnte.
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Re: Fuchsstute - faustgroße UV re. Bauchwand

Beitrag#7von Petra » 30. Jan 2018 11:08

Immer ein Ansprechpartner soll laut unseren Usern hier die Vetmed. Uni in Wien sein. Dort wird (so hörte ich) auch zu dem Thema "Sarkoid" geforscht.
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Re: Fuchsstute - faustgroße UV re. Bauchwand

Beitrag#8von Andrea B. » 30. Jan 2018 18:28

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Hier im Forum sind die meisten bestimmt mehr Experte als ich, deshalb bin ich für jeden Tipp sehr dankbar. Wie gesagt, mein Chef ist sehr altmodisch. Werde es also mit der Salbe versuchen, mein Kunde ist damit einverstanden, er ist froh, je schneller das ES weg ist (und wenn er keine OP bezahlen muss). Hab ihm aber auch gesagt, dass sich nicht sagen lässt wie lange es dauert, wieviel Salbe man braucht ....

Ich versuch, ab und an mal zu berichten, wie's läuft, kann aber manchmal etwas dauern, wenn zu viel zu tun ist.
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Re: Fuchsstute - faustgroße UV re. Bauchwand

Beitrag#9von Petra » 31. Jan 2018 10:15

Ja, der Salbenverbrauch ist vorher schwer kalkulierbar. Pferd Nummer eins bei mir brauchte zwei mal CompX. Ich selber bin eigentlich mit einem Topf ausgekommen, hab aber dann noch einen kleinen nachbestellt. Man verdünnt das Ganze ja auch. Mich würde es auch sehr interessieren ob die Impfung mit dem Insol etwas gebracht hat. Bislang sind die Erfahrungen dazu recht unterschiedlich. Leider hält sich die Anzahl der Leute in Grenzen die diese Impfung ausprobieren. Da ist jeder "Fall" herzlich willkommen! Es wäre also super wenn du dazu bei Gelegenheit kurz berichten würdest.
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